T-Mobile US macht aus Analysten-Konferenz ein heiteres Trinkspiel mit rosa Hüten

Das US-Top-Management von T-Mobile beim Drinkspiel, bzw. der Analystenkonferenz
Das US-Top-Management von T-Mobile beim Drinkspiel, bzw. der Analystenkonferenz

John Legere, CEO des US-Zweigs von T-Mobile, ist für öffentliche Ausfälle und skurrile Auftritte bekannt. Die jüngste Bilanz-Konferenz zum vierten Geschäftsquartal verwandelten die T-Mobile US-Jungs in ein heiteres Trinkspiel mit reichlich Späßen auf Kosten der Konkurrenz. In Deutschland undenkbar.

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John Legere ist schon eine Type. In eng geschnittener Lederjacke, mit schulterlangen Haaren und seiner bekannten Abneigung gegen Anzüge und Krawatten ist der T-Mobile US-CEO schon optisch eine Ausnahmeerscheinung in der Businesswelt. Legendär ist u.a. Legeres Reaktion auf das „Bendgate“, den Vorwurf, dass sich iPhones der 6er-Reihe zu leicht verbiegen lassen: „That’s Horseshit!“ Und der Kundschaft rief er mit Blick auf seine Lieblingsfeinde, die beiden US-Mobilfunkriesen AT&T und Verizon schon mal zu: „Die Wichser verachten Euch!“. AT&T und Verizon bezeichnen die T-Mobile US-Leute auch gerne als „Dumm & Dümmer“.

Nun hatten Legere und sein Management es sich zu einem Spaß gemacht, Quartals-Konferenzen der Konkurrenz zu einem Trinkspiel auszubauen. Jedesmal, wenn einer der Mitbewerber eine Phrase absonderte, musste ein ein Getränk nach Wahl konsumiert werden.

Weil das so gut ankam, machte T-Mobile US nun auch die eigene Konferenz zum Drinkspiel. So sollte getrunken werden, sobald ein T-Mobile-Manager „Listening to customers“ sagt oder John Legere ein unflätiges Schimpfwort rausrutscht. Zwei Schlucke waren fällig, wenn T-Mobiles Finanzchef Braxton Carter seinen berüchtigen rosa Cowboyhut gegen einen rosafarbenen Sombrero austauscht (was er tat). Die kompletten „Regeln“ für das Analysten-Trinkspiel sehen Sie hier:

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Die komplette Crazy-Konferenz gibt es auch bei YouTube zum Anschauen.

Wobei John Legere nicht nur Witze macht, sondern auch liefert. Unterm Strich konnten Legere & Co den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr auf 733 Mio. US-Dollar verdreifachen.

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Alle Kommentare

  1. Finde ich großartig,

    man kennt ja den alten Spruch „There is no such thing as bad publicity“.

    Finde es immer wieder toll, wenn selbst so große Unternehmen, denen ja oft eine gewisse Steifheit und eine konservative Haltung nachgesagt wird, trauen solche Statements zu setzen.

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