Überraschungsproduktion von Funny or Die: Johnny Depp parodiert Donald Trump

Johnny Depp als Donald Trump
Johnny Depp als Donald Trump

Fernsehen Die Comedy-Website Funny or Die hat es schon wieder getan: Ein Zeitgeist-Phänomen aus dem Nichts durch den Kakao gezogen. Immerhin 50 Minuten wird US-Präsidentschaftsanwärter Donald Trump in der Parodie "The Art of the Deal" auf die Schippe genommen – und das von niemand Geringerem als Hollywood-Star Johnny Depp. Allein: So richtig witzig ist die Satire am Ende dann doch nicht...

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Das Timing stimmt. Just am Tag nach dem großen Wahltriumph in New Hampshire, der Donald Trump zum aussichtsreichsten republikanischen Präsidentschaftskandidaten macht, knöpft sich Funny or Die „The Donald“ mal so richtig vor.

Die 2007 gegründete Produktionsfirma konnte in den vergangenen Jahren bereits einige Mal mit durchaus aufwändigen (Kurz-)Film-Formaten – etwa mit „iSteve“ über den verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs – punkten, bei denen Hollywoodstars wie Ryan Gosling, Daniel Radcliffe, Mila Kunis oder Selena Gomez mitwirkten.

Depp als Trump im Pseudo-Biopic „The Art of the Deal“

Der neuste Coup ist möglicherweise der größte: Niemand Geringeres als Johnny Depp ist plötzlich als der möglicherweise nächste Präsident der Vereinigten Staaten zu sehen – als The Donald.

Aus dem Nichts debütierte gestern der 50-Minüter „The Art of the Deal“, der sich eines herrlichen Kunstgriffs bedient: Es handelt sich angeblich um eine verschollene Produktion aus den 80er-Jahren, die nun in VHS-Qualität wieder aufgetaucht sei.

text2Im Look der 80er nimmt Depp, der den Kurz-Film im Dezember in nur vier Tagen abgedreht hat, mit akkurat sitzender Föhnfrisur den Immobilienmogul aufs Korn – Gestik, Mimik und Outfits stimmen.

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Und doch: So richtig kommt das vermeintliche Biopic, das seinen Namen von Trumps Besteller „The Art of the Deal“  (deutsch: „Die Kunst des Erfolgs“) bezieht, nicht in Fahrt – die Pointen bleiben Depp desöfteren im Halse stecken.

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„Mit etwas Glück geht der Film Trump auf die Nerven“, frohlockte Funny or Die-Mitbegründer Adam McKay gegenüber der New York Times. Tatsächlich dürfte wohl das Gegenteil der Fall sein: Trump dürfte die kostenlose Aufmerksamkeit am Ende gefallen. Dem Meister der PR in eigener Sache ist bekanntlich nichts peinlich – am wenigsten er selbst

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Alle Kommentare

  1. Es ist halt kein Klamauk. Und doch immer schön scharf dran vorbei. An Trump ist ja nun mal auch nichts wirklich witzig… mal abgesehen von der Frisur. Der eigenartige Humor, den der echte Trump verbreitet, bleibt wohl eher so manchem kritischen Zuhörer im Halse stecken… Depp spielt ihn, wie er unserem Verständnis nach ist: größenwahnsinnig, unsympathisch, berechnend, bitter komisch, misanthropisch, direkt und trampelig (auf denglisch „trumpelig“). Trump wird´s gewiss nicht stören, dazu ist er zu abgebrüht. Ich bunkere schon mal Lebensmittel und Gasmasken, denn mit einem Trump an der Spitze dürfte die globale Eskalation perfekt werden…

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