Weser-Kurier holt sich DeWeZet-Chefredakteur als neuen Lokalchef

Neuer Mann fürs Lokale: Weserkurier-Chefredakteur Moritz Döbler holt DeWeZet-Blattmacher Frank Werner nach Bremen
Neuer Mann fürs Lokale: Weserkurier-Chefredakteur Moritz Döbler holt DeWeZet-Blattmacher Frank Werner nach Bremen

People Gallery Die Riege der Ressortleiter beim Bremer Weser-Kurier (WK) ist bald wieder komplett: Neuer Chef der Lokalredaktion wird nach MEEDIA-Informationen der bisherige Chefredakteur der Hamelner Deister- und Weserzeitung (DeWeZet), Frank Werner. Der 43-Jährige wird zum 1. April Nachfolger von Arno Schupp, der zum Jahreswechsel die Leitung der Lokalredaktion der Berliner Zeitung übernommen hatte.

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Von Eckhard Stengel

WK-Chefredakteur Moritz Döbler, selbst erst seit einem Jahr im Amt, teilte am Mittwoch seinen Kolleginnen und Kollegen die jüngste Personalentscheidung mit. In Döblers Rundmail, die auch MEEDIA vorliegt, schreibt er über den künftigen Lokalchef Werner: „Ich habe ihn als sehr kreativen Kopf kennengelernt und bin sicher, dass er uns viele neue Impulse bringen wird. In Hameln hat er ein Deskmodell eingeführt, das unseren Plänen sehr ähnelt.“ Der WK will nämlich einen zentralen Regionaldesk einführen, der künftig alle acht Regionalausgaben für Bremen-Nord und für das niedersächsische Umland produziert; in den Außenbüros sitzen dann nur noch schreibende Reporter.

Frank Werner, nicht zu verwechseln mit WK-Kulturreporter Hendrik Werner, hat laut Vita auf dewezet.de an der Universität Bielefeld Geschichte und Germanistik studiert und neben wissenschaftlichen Aufsätzen über die NS-Zeit auch ein Buch über „Schaumburger Nationalsozialisten“ verfasst. Er volontierte bei der Schaumburger Zeitung in Rinteln und stieg dort 2003 zum Chefredakteur auf. Chef der DeWeZet ist er seit April 2011. Zu seiner Amtseinführung hieß es damals, Werner fühle sich einem lesernahen Journalismus verpflichtet, der seine Funktion als Wächter der Politik kritisch, aber fair wahrnehme. Angesichts der Informationsflut im Internet sehe er die Herausforderung für Zeitungen vor allem darin, „Hintergründe und Erklärstücke, Analysen und Kommentare zu liefern“. Statt Informationen ungefiltert zu übermitteln, sollten Zeitungen sie einordnen und bewerten.

Die DeWeZet hatte bis Ende 2004 eine eigene Vollredaktion. Inzwischen bezieht sie ihren überregionalen Teil von der Madsack-Gruppe aus Hannover. Während Werners Amtszeit erhielt die Dewezet 2013 den Deutschen Lokaljournalistenpreis in der Sparte Verbraucher. Stellvertretender WK-Lokalchef bleibt André Fesser. Er leitet das Ressort seit dem Wechsel von Arno Schupp zur Berliner Zeitung derzeit übergangsweise und wird nach seinem Intermezzo als kommissarischer Ressortleiter ab 1. April wieder in seiner alten Funktion arbeiten.

Erst zum Jahreswechsel hatte der Weser-Kurier einen neuen Leiter der Wirtschaftsredaktion bekommen: Philipp Jaklin, bis dato Redakteur beim Online-Auftritt der FAZ, übernahm die Nachfolge von Kristina Läsker.

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