US-Medienaktien: Viacom und Disney nach Bilanzvorlage unter Druck

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Fernsehen Showtime für die großen amerikanischen Medien-Unternehmen an der Wall Street: Nach Rupert Murdochs 21st Century Fox mussten gestern Viacom und Disney vor ihren Aktionären Rechenschaft ablegen. Die Bilanzen fiel höchst unterschiedlich, die Marktreaktion jedoch ähnlich aus – die Aktien der US-Medienriesen wurden abverkauft. Das Misstrauen der Anleger gegenüber den US-TV-Gesellschaften bleibt hoch.

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Das Fahrwasser für die fünf US-Fernsehriesen an der Wall Street wird von Tag zu Tag rauer. Die Verluste, die bis auf Disney alle amerikanischen TV-Giganten 2015 an der New Yorker Börse angehäuft haben, setzen sich seit Januar nahtlos fort. Selbst Time Warner, das sich zuletzt dank Übernahmespekulationen auf einem Höhenflug befunden hatte, notiert inzwischen 2016 im Minus:

Time Warner: – 2 %
CBS: – 9 %
21st Century Fox:  – 11 %
Disney: – 15 %
Viacom: – 20 %

Viacom vermeldet Umsatz- und Gewinnrückgang

Die beiden größten Verlierer haben ihre Verluste gestern durch die jüngsten Quartalsbilanzen erlitten. Viacom legte vor Handelsstart an der Wall Street seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Weihnachtsquartal vor, in dem der Mutterkonzern von MTV mit 3,2 Milliarden Dollar 6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum im Vorjahr erlöste.

Die Nettogewinne gaben um 10 Prozent von 500 auf 449 Millionen Dollar nach. Anleger reagierten gestern entgeistert auf die Konzernbilanz und verursachten mit einem Minus von 21 Prozent an nur einem Handelstag einen regelrechten Kurssturz.

Disney übertrifft Erwartungen, fällt aber trotzdem zurück

Disney kam nach Handelsschluss mit einem Minus von 4 Prozent dagegen fast noch glimpflich davon. Allerdings überrascht das Minus, da das Dow Jones-Mitglied die Wall Street-Schätzungen mit einer Umsatzsteigerung von 14 Prozent auf 15,24 Milliarden Dollar übertreffen konnte.

Auch der Nettogewinn fiel dank des großen Erfolgs des neuen Star Wars-Films („Das Erwachen der Macht“) mit einem satten Plus von 32 Prozent auf 2,88 Milliarde Dollar besser aus als von Analysten erwartet. Weil der Ausblick aber unter dem Wall Street-Schätzungen blieb, behielten nach Handelsschluss wie so oft in der jüngsten Berichtssaison die Verkäufer die Oberhand.

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