Digital kompakt: Ex-Gründerszene-Chef Kaczmarek startet neues Fachportal für Startups

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Digital Economy Medien-Startups – es gibt wohl kaum ein schwieriges Feld in der New Economy. Jetzt versuchen gleich zwei Neulinge Leser, Werbekunden und ein funktionierendes Geschäftsmodell zu finden. So will Labiotech.eu ein „Techcrunch für die Biotechnologieindustrie“ werden. Noch interessanter ist allerdings "Digital kompakt". Hinter dem Projekt steht mit Joel Kaczmarek der ehemalige Chefredakteur von Gründerszene.de.

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Digital Kompakt sieht auf den ersten Blick aus, wie eine typische Nachrichtenseite zu Startup-Themen. Tatsächlich versteht sich das Portal jedoch als Fachpublikation zu digitalen Geschäftsmodellen, Unternehmen und Entwicklungen. Zielgruppe sind Führungskräfte und Entscheider „mit Bezug zu Digitalthemen“, denen die neue Seite „hochwertige Interviews, investigative Hintergrundberichte, strategisch-wirtschaftliche Tiefenanalysen und Insider-Einsichten“ liefern will.

So bietet der aktuelle Themen-Mix eine Zahlen-Analyse zum Hype-Startup Movinga, es wird der Frage nachgegangen, ob Telegram das nächste Berliner Einhorn werden kann und was hinter den bisherigen Web-Investments von Carsten Maschmeyer wirklich steckt. „Hat er nur eine große Klappe?“, fragt Digital Kompakt.

Das Besondere an dem Projekt soll sein, dass alle Geschichten möglichst kompakt und komprimiert erzählt werden. So will Kaczmarek „der viel beschäftigten Zielgruppe die Möglichkeit geben, mit wenig Zeitaufwand ein tief greifendes Verständnis der wichtigsten Themenkomplexe zu erhalten“.

„Aus meiner eigenen journalistischen Tätigkeit und der Beratung zahlreicher Kollegen gelangte ich zu der Einsicht, dass bloße News heutzutage kein ausreichendes Alleinstellungsmerkmal mehr darstellen und gleichzeitig vielen Entscheidern schlichtweg die Zeit fehlt, sich in umfangreiche Inhalte einzulesen“, erklärt der Macher.

Zum Start will der ehemalige Gründerszene-Chef erst einmal – in einer offenen Betaphase – verschiedene Format- und Storytelling-Ansätze ausprobieren. Anhand der Resultate dieses Prozesses soll das Portal dann den letzten Schliff bekommen.

Kaczmarek will das Portal zunächst alleine betreiben. Zum einen, weil es sehr schwer sei, geeignete Mitstreiter zu finden, die sich ebenfalls für die Tiefe eines Themas interessieren und nicht ausschließlich auf Geschwindigkeit und Nachrichten-Masse getrimmt sind. Zum anderen bleibe ihm so eine möglichst hohe Flexibilität erhalten.

Aus ähnlichen Gründen, lehnte der Berliner bislang interessierte Investoren ab. Kaczmarek hofft so, dem Druck zu schnell wachsen zu müssen, entgehen zu können. Zudem befürchtete er, dass eine Verlagspartnerschaft die Innovationsgeschwindigkeit hemmen könnte.

Finanzieren soll sich das Projekt erst einmal über Werbung und eine Jobbörse. Langfristig plant der Berliner ein Community-Ownership-Modell.

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