Brinkbäumer, Mascolo, Gniffke: So unterschiedlich gehen Top-Journalisten mit dem „Lügenpresse“-Vorwurf um

Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer, Georg Mascolo, „Tagesschau“-Chefredakteur Kai Gniffke (v.l.)
Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer, Georg Mascolo, "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke (v.l.)

Das Thema Glaubwürdigkeit der Medien und „Lügenpresse“-Vorwürfe beschäftigt auch die Alpha-Journalisten des Landes. In drei Beiträgen haben sich in dieser Woche Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer, Georg Mascolo, der Leiter des Rechercheverbunds von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung, sowie „Tagesschau“-Chefredakteur Kai Gniffke geäußert, wie sie zur Glaubwürdigkeitskrise der Medien stehen und was sie dagegen tun wollen.

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Die Art und Weise, wie die drei Top-Journalisten das Thema „Lügenpresse“-Vorwürfe und Glaubwürdigkeit bewerten ist dabei durchaus differenziert. Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer erkennt im Leitartikel des aktuellen Spiegel (kostenpflichtiger Artikel) an, dass „wir“, also die Medienschaffenden, ergründen müssten, ­­­“ob wir nicht hier und dort tat­säch­lich ei­nen an­de­ren, näm­lich eli­tä­re­ren Blick auf die deut­sche Wirk­lich­keit ha­ben als vie­le Le­ser“.

Das ist zunächst einmal eine bemerkenswerte Selbsterkenntnis aus der Feder eines amtierenden Spiegel-Chefredakteurs. Rund 40 Pro­zent der Deut­schen ver­trau­ten den Me­di­en nicht mehr, diagnostiziert Brinkbäumer und kommt zum Schluss, dass die Medien ein „ernsthaftes Glaubwürdigkeitsproblem“ haben. Um dem zu begegnen, gehöre aus auch, Fehler zuzugeben und sie zu erklären.

Brinkbäumer betont aber auch, dass es die viel zitierten „Mainstreammedien“ gar nicht gibt: „In der ak­tu­el­len Kri­se ha­ben FAZ oder Welt eine an­de­re Rich­tung als Zeit oder SZ, und man­che Me­di­en neh­men durch­aus ver­än­der­te Wirk­lich­kei­ten zur Kennt­nis.“ Der Spiegel-Chef weist zudem darauf hin, dass soziale Medien wie Facebook und Twitter die Gefahr in sich bergen, „dass ihre Nut­zer nur le­sen, was sie sich wün­schen, dass sie sich also mi­nüt­lich selbst be­stä­ti­gen und am Ende den ei­ge­nen Hass für ra­tio­nal und bes­tens be­grün­det hal­ten“.

Mit dieser Haltung liegt Brinkbäumer ziemlich exakt auf einer Linie mit den Äußerungen seines Vor-Vorgängers im Amt des Spiegel-Chefredakteurs: Georg Mascolo, der derzeit den Rechercheverbund von WDR, NDR und der Süddeutschen Zeitung führt. Im Interview mit dem NDR weist Mascolo den pauschalen „Lügenpresse“-Vorwurf von sich, erkennt aber wie Brinkbäumer auch „eine Erosion unserer Glaubwürdigkeit, die bis weit in bürgerliche Kreise hineinreicht“.

Um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, braucht es laut Mascolo vor allem zweierlei:

1. Medien sollten sich Zeit nehmen, Sachverhalte auszurecherchieren und zu durchdringen, bevor sie berichten: „Es ist nichts falsch daran, eine Nachricht als Erster zu haben – es ist sogar das Zweitwichtigste in unserem Beruf -, aber das Wichtigste muss sein, dass die Nachricht stimmt. Wir haben uns in dieser ungeheuren Beschleunigung alle angewöhnt, Dinge in dem Moment, in dem sie geschehen, auch zugleich ausdeuten zu wollen, sie erklären und wägen zu wollen. Ich glaube, dass da eine Überforderung eingetreten ist, und dass das dazu geführt hat, dass wir an vielen Stellen Fehler machen, anstatt häufiger zuzugeben: „Wir wissen es nicht. Wir können es nicht beurteilen. Gebt uns einen Moment Zeit, die Dinge zu durchdringen, sie zu recherchieren.“

2. Medien sollten außerdem eine neue Fehlerkultur annehmen: „Einen zweiten Punkt sehe ich darin, dass Journalisten sehr starrköpfig darin sind, Fehler, die sie gemacht haben, zu korrigieren.“ Medien sollten klarer trennen zwischen dem, was sie tatsächlich wissen und dem, was sie nicht wissen: „Wir müssen die Fähigkeit zurückgewinnen, zu sagen: Wir wissen etwas nicht, wir können etwas nicht beurteilen, wir unterwerfen uns nicht vollständig diesem unglaublichen Geschwindigkeitsprozess, in dem das stattfindet, weil ansonsten auch wir dazu übergehen, viel zu häufig zu mutmaßen und über Dinge zu berichten, bevor wir sie selbst verstanden haben.“

Einen etwas anderen Standpunkt nimmt „Tagesschau“-Chefredakteur Kai Gniffke im Interview mit der DJV-Zeitschrift Journalist (kostenpflichtiger Blendle-Link) ein. Er verneint, dass es es ein Glaubwürdigkeitsproblem der „Tagesschau“ gibt und verweist in diesem Zusammenhang auf den ARD-Trend für 2015. Die Werte seien stabil: „Als Sender mit der höchsten Nachrichtenkompetenz legen wir sogar zu. Der Wert für Das Erste liegt derzeit bei 77 Prozent Zustimmung – mit weitem Abstand zu ZDF und RTL.“

Während ein Klaus Brinkbäumer es also als besorgniserregend empfindet, wenn 40 Prozent der Deutschen den Medien misstrauen, hat Kai Gniffke von der ARD kein Problem damit, wenn laut einer ARD-eigenen Umfrage 33 Prozent der Zuschauer der ARD nicht trauen. Alles offenbar eine Frage des Standpunktes.

Da Gniffke von vornherein kein Glaubwürdigkeitsproblem diagnostiziert, sieht bei ihm auch die Reaktion auf Kritik anders aus als bei Brinkbäumer und Mascolo. Gniffke im journalist: „Gutes Handwerk ist das A und O. Wir dürfen jetzt nicht hyperventilieren und sagen, oh jetzt haben wir gestern etwas Kritisches über die russische Außenpolitik gesagt, jetzt lass uns mal gucken, ob wir morgen ein Thema finden, wo wir vielleicht etwas Negatives über Saudi-Arabien sagen können. Wir haben einen klaren journalistischen Kompass – der bei den meisten Leuten auf Zustimmung stößt.“ Im Prinzip also ein beherztes „weiter so“.

Die unterschiedliche Sichtweise von Leuten wie Klaus Brinkbäumer von Spiegel und Kai Gniffke von der „Tagesschau“ mag auch damit zusammenhängen, dass der Print-Mann Brinkbäumer noch ein anderes Mess-Instrument zur Verfügung hat: seine hart verkaufte Auflage. Wie bei anderen Magazinen auch, steht die Auflage des Spiegel unter ständigem Druck. Die Glaubwürdigkeitskrise mündet bei Medien wie dem Spiegel, der Süddeutschen Zeitung, dem stern, der FAZ und allen anderen, die sich täglich und wöchentlich im Leser- und Käufermarkt behaupten müssen, direkt in eine wirtschaftliche Krise.

Bei der „Tagesschau“ ist ein Quotenverfall analog zur Auflagenerosion der Print-Medien nicht zu verzeichnen. Das Einschalten der 20-Uhr-Ausgabe ist allerdings immer noch für viele Deutsche ein festes Ritual, das sie zudem nichts zusätzlich kostet. Und selbst wenn die Einschaltquoten sinken würden, wäre dies für die Redaktion bei dem öffentlich finanzierten Sender-Konglomerat ARD unmittelbar folgenlos. Kann es also sein, dass das Selbstbewusstsein von Kai Gniffke und sein Rezept des „weiter so“ darin begründet ist, dass für ihn und seine Sendung (noch) keine konkreten Auswirkungen einer Glaubwürdigkeitskrise spürbar sind? Es wäre zumindest eine Möglichkeit der Erklärung.

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Alle Kommentare

  1. Leider ist es leicht durchschaubar, dass der Artikel nur darauf abzielt, (erneut) gegen Gniffke zu schießen. Denn ein „beherztes weiter so“ schließt ja nicht aus Punkt 1 uund 2 der Vorschläge zu berücksichtigen. Und wenn Gniffke sagt Handwerk ist das A und O, dann folgt er ja genau diesen beiden Punkten. Denn dort wird das grundlegende Handwerk von Journalisten beschrieben.
    Also eigentlich nur pure Polemik der Artikel und keine neuen Erkenntnisse.

    1. Schauen Sie sich in der Mediathek einfach einmal den jüngsten tt-Kommentar von Kai Gniffke an (Mi, 3.2.2016). Ein Musterbeispiel eines fragwürdigen journalistischen Selbstverständnisses. Wütende Polemik anstelle einer reflektierenden, sachlichen Analyse. Dieser Mann scheint wirklich kein Problem damit zu haben, dass „laut einer ARD-eigenen Umfrage 33 Prozent der Zuschauer der ARD nicht trauen“.

  2. Genau ein Beispiel, warum Leser oft zu Recht kritisieren. „Man spürt die Absicht und ist verstimmt“. Nicht einfach wiedergeben und maximal noch sachlich einordnen, damit sich der Leser sein eigenes Bild machen kann. Nein, es muss natürlich unmissverständliche klar werden, welcher der – tadah! – „Alpha-Journalisten“ aus Sicht des Autors dabei nicht gut wegzukommen habe.

    1. Genauso empfinde ich das auch, man spürt die Meinung und die Absicht des Moderators/in wohin man den Zug fahren lassen will und das ist verärgernd, den was sie hinausträllern verbreitet sich und so ist es gewollt , obwohl man oftmals schon den ganzen tatsächlichen Sachverhalt od. das komplette Interview kennt , schon bei der Formulierung des Titel`fängt es an . Das Gleiche ist es bei Talk-Show´s . Erst seit Silvester sehen sie sich selbst in der Parolie u. merken das sie ihren ekladant festgehaltenen Kurs nicht ohne weiteres so weiterführen können. Die Zuhörer-Schauer od. Leser werden von ihnen in die Rolle gebracht als ob sie sich nicht selbst eine Meinung bilden könnten und in deren Richtung gebracht werden müssen . Deshalb möchte ich die mediale Kommentar -Funktion hier einmal loben .

  3. Ach Stefan, wie dus auch machst, Gemaule kommt trotzdem.

    Lass die Ohren nich hängen, die GEZler mag einfach keiner. Da helfen auch ein paar bocklose Trolle nix.

  4. Da erkennt man den Umterschied der Finanzierung. Wenn die ARD nur mehr einen Zuschauer hat und dieser alles glaubt, wird die ARD verkünden sie habe 100% Zustimmung ihrerr Zuschauer. Die Bürger zahlen, ob sie die Ergüsse wollen oder nicht. Der ARD ist also wie ein städtischer Zoo, die Tierchen werden immer vom Steuerzahler auskömmlich gefüttert, egal ob sie Kunststückchen können oder nicht.

  5. Keine Überraschung, dass dem auch sonst in völliger Heilsgewissheit auftretenden Selbstdarsteller Gniffke jede Nachdenklichkeit und erst recht jede Einsicht in eigene Unzulänglichkeiten fehlt. Er glaubt einfach nicht, dass er und das „Raumschiff ARD-Aktuell“ für das derzeitige politische Regime der sogenannten „Volksparteien“ überflüssig oder gar lästig werden könnten und man sie fallen lässt; seine Vorgänger hatten es noch bequemer, weil es früher jeweils nur eine Partei gab. Ganz im Gegenteil: Wenn es derzeit für Merkel, Gabriel und Genossen noch einen stabilisierenden Faktor gibt, dann ist das Staatsfernsehen („Reschke-TV“) mit all seinen willigen Vollstreckern, denen klar ist: Fällt Merkel, fallen sie.

    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, hier der weitaus teuerste der Welt (acht Mrd. p.a.), der vielen kein Budget mehr für den Kauf anderer Medien lässt und für den mit der GEZ-Flinte kassiert wird, ist „Sportpalast ohne Goebbels“, also das Propagandainstrument des jeweiligen politischen Regimes, mit diesem untrennbar verbunden. Die Grundidee ist tiefe Verachtung selbsternannter Eliten für das nun einmal dumme „Volk“, dem nicht zuzutrauen ist, sich selbst am weltweiten Informationensmarkt zu bedienen und – sic! – sich daraus dann die „richtige“ Meinung zu bilden. Die weitere Idee ist, dass es Sache des Staates ist, Berichterstattung und Kommentierung jedenfalls beim Rundfunk gleich selbst in die Hand zu nehmen; weil das etwas plump rüberkommt, obwohl es so ist (die Schleimer von WDR und SWR sind nicht allein), nennt man es „öffentlich-rechtlich“.

    Bisher, worauf Herr Gniffke erkennbar vertraut, soll es noch genügend Doofe geben, die sich so hinters Licht führen lassen. Sicher ist er auch nicht unglücklich über den Umstand, dass die abstürzenden Print-Gurus Brinkbäumer und Macolo sich mit (offenbar folgenloser!) „Mea culpa“-Heuchelei lächerlich machen, während man ihre Auflagen beim Schrumpfen zuschauen kann. Was der marginalisierte „Nanny-Journalismus“ träumt, geben ebenfalls marginalisierte „Journalisten-Verbände“ (z.B. DJV) immerhin offen zu: Der Kampf um Akzeptanz am Markt ist verloren – wir wollen „Staatsknete“, „GEZ für TAZ und co.“. Das (!) sollte Herrn Gniffke beunruhigen – die wollen an sein Geld!

    1. Zum „Kommentar“ von Hans Werner Conen (DJV) nur eine Frage, da eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht lohnt: Schreiben Sie als ein Sprecher des DJV (wenn ja, von wem mandatiert) oder als Privatperson (wenn ja, warum dann der Zusatz DJV) ?

    2. conen ist viel zu lang, es ginge vielleicht so: die öffentlichtlichen meinen, sie seien objektiv, sind sie nicht; sie meinen, sie seien eine art staatsrundfunk, sind sie nicht. zum glück nicht.

      1. Natürlich sind die ÖR Staatsfunk….gucken Sie sich doch einfach mal an was da in den Aufsichtsräten sitzt und welche Parteibücher leitende Angestellte besitzen.
        Und es wird nicht dadurch besser oder weggehen, indem man das einfach alles verneint, sich den den Finger in die Ohren steckt und anfängt zu singen.

  6. Wenn man Rechts wegmobbt, bleibt Links übrig.

    Die Welt aus lediglich einer Perspektive betrachten zu wollen führt zwangsläufig zu Einseitigkeit, eingeengten Blickwinkel, und zu Krampf, den man irgendwann zu verteidigen beginnt. Der Einstieg in die Lügenpresse.

    Welch eine Klamotte, hier die FAZ usw als Beleg für Vielfältigkeit aufführen zu wollen. Der verstorbene Herausgeber der FAZ selber war es, der in einem Leitartikel die Neuausrichtung der FAZ nach links verkündete. Aus welchen unbekannt gebliebenen Gründen auch immer.

    Rechts: das ist Nazi. Nazi, und weitere diffamierend gemeinten Bezeichnungen werden verwendet, um einen Konsensdruck gegen Rechts, also für links nutzbar zu machen. Schäbig, auch weil es auch aus der CDU/CSU, und kurzsichtig, weil es aus der SPD kommt.

    Das Meta-Problem besteht darin, daß Einseitigkeit und Demokratie sich ausschließen.

    Wir sind u.a. aus den oben genannten Gründen keine Demokratie mehr. Ihr laßt die andere Meinung nicht mehr zu, und Medien, wer sonst? haben daran die Hauptschuld. Medien sind sozusagen eine Nebenelite, die sich neben der politischen Hauptelite eingenistet hat in der Selbstüberschätzung, die Menschen dieses Landes führen zu müssen, tatsächlich jedoch, um dieses Land zu entführen.

    Euro, EZB, Griechenland, EuGH, EU- Parlament, wie ist das alles eigentlich legitimiert ? Wie standen, wie stehen die Medien dazu?`

    Die Medien thematisierten Berlusconi, Orban, Klaus, Trump, Putin. (Wobei „thematisieren“ hoffentlich als Untertreibung erkannt wird, ich schreibe es aber trotzdem mal dazu.) Was ist diesen Personen gemeinsam?

    Nach rechts wird gehackt, inzwischen existiert in der gesamten Medienbranche nichts mehr, was dem entgegenhält.

    Eva Haman war das Fanal, sie würde heute wohl nicht einmal mehr in Nachhinein von einem Gericht rehabilitiert werden.

    Denn ehemalige Verfassungsrichter ( hier De Fabio) , die man offenbar schlecht als Rechtpoplisten anpöbeln kann, sehen sich ersatzweise runtergewatscht von einem Schäuble, ohne daß dieser Vorgang unseren Medien einen kritischen Kommentar wert wäre. Kirchof, Herzog und weitere haben sich kritisch zum eingeschlagenen Kurs geäußert. Freilich allesamt erst, nachdem sie in Pension waren. Mal sehen was Voßkuhle uns dereinst erzählen wird.

    Wir sind kein Rechtsstaat mehr, Die Überprüfung der Handlungen der Regierung findet nicht nur nicht mehr im Parlament statt, auch Verfassungsrichter werden durch Konsensdruck an die Leine genommen.

    Das sagt nichts Gutes über die persönliche Integrität, die innere Souveranität des Deutschen aus. Wahrscheinlich gehöre auch ich dazu. Hingegen kann man die Gegenbeispiele an den Fingern einer Hand abzählen.

    Es bedarf keiner staatlichen Gewalt, um die Lenkung dieses Volkes zu organisieren. Es langt, jede Artikulation einer abweichenden Meinung öffentlich zu brandmarken. Und die Medien sind der entscheidende Treibriemen, der Knüppel, um dies zu vollziehen.

    Dies hat uns unseren Staat gekostet, dazu unsere Demokratie, und schließlich die Rechtsstaatlichkeit. Was Merkel macht, das muß man so sehen. Von mir aus diese unter Eurem Wohlwollen stehend hierher einladen, wen immer sie möchte. Wenn es Euch gefällt, und Medien die Gegenmeinungen plattmachen müßen: ich bin viel zu alt, um all das auszubaden.

    Ein paar kleinere Korrekturen allenfalls, ansonsten weiter wie gehabt. Lügenpresse, das ist laut Wickert ohnehin eine Erfindung des Geheimdienstes von Putin, wie – als Vermutung formuliert- dieser hier in diese aktuell laufende meedia-Reihe einstreute.

    Rechts ist nichts mehr.

    1. Wir sind älter aber vielleicht nicht mal zu alt zum Ausbaden , aber es ist traurig für unsere Nachkommen Deshalb frage ich mich oft . Können die Journalisten, Ansager usw. nicht selbst mit Gewissen nachdenken und haben die nicht auch Kinder ? Somit denke ich mit meiner Aussage, muß ich jetzt schon mit dem Schuld-Spruch-Rechts oder gar rechtspobulistisch leben .` Eekat` sie haben noch
      TTIP u. CETA usw. vergessen . Sie sagen Rechts ist nicht mehr , trotzdem ist Rechts immer noch Recht , wird jedoch von den Medien schon kriminalisiert . Das ist eben meine Meinung .
      Bei der Preisverleihung der Journalisten sagte der Moderator zu uns , Ihr dürft eure Meinung sagen aber nicht hetzen , dito keine andere Richtung ihrer eigenen Meinung haben und dafür haben sie sich dann selbst gekrönt . Bei Hart aber Fair , war neulich ein Bundestags-Abgeordneter türkischer Herkunft er sagte : Brave Deutsche sind leise , brave Deutsche schreiben keine E_Mail`s . u. da gings eben um unterschiedliche Meinungen . Also sind wir jetzt auch noch böse Deutsche .Warum wird da vom Moderator nicht widdersprochen ? Das ist alles sehr fraglich . Ich war immer liberal u. weltoffen , aber jetzt fühle ich mich nur noch wie in einem absolut falschen Film .

  7. Der Speichel Fritze soll sich nur mal in einer ruhigen Minute die Kommentare seiner Leserschaft zu Gemüte führen. Denn die sind entgegen der vergangenen Zeit alles andere als das, was täglich von elitären „Qualitätsjournalisten“ verkauft wird. Vorrangig derer von dieser üblen dpa, dem Medium schlechthin.Der Wind hat sich immens gedreht, das wird ihm vermutlich aufgefallen sein. Zu DDR 1 muß man nichts mehr sagen, außer das dort eben ja vorher schon gesiebt wird, was Kommentare angeht, so dass diese Typen sowieso nichts sehen/hören. Dazu noch süddeutscher Prantlmüll. Das Ende der Journalistik. Fehlt in der illusteren Runde eigentlich nur noch Staatsverblödung Nr.1, DDR 2. Dann wäre das Kraut fett!

  8. Wie kann man denn auf die Idee kommen, die Herren Brinkbäumer und Mascolo seien „Alpha-Journalisten des Landes“? Wieviel Auflage und Jobs muss man vernichtet haben, welche Nachrichten muss man unterdrückt haben, wieviele Andersdenkende muss man ohne Argumente und Sachbezug als „Pack“, „Mob“ oder „Nazis“ gleichsam aus dem Lande ausgebürgert und für „vogelfrei“ erklärt haben? Ist das „Qualitätsjournalismus“ oder eben der Mangel daran?

    Wie kann man „Alpha-Journalist“ sein, wenn man nicht einmal weiß, dass Nachricht und Kommentar strikt getrennt und von unterschiedlichen Autoren sein müssen; dass sich der Journalist mit nichts und niemanden gemein machen darf, für nichts und gegen nichts zu „kämpfen“ hat; dass die erzieherisch-bevormundende Verbrämung auch der kleinsten Nachricht mit der dummdreisten Anweisung, welche Meinung daraus folgen soll („Nanny-Journalismus“), das zahlende Publikum zuverlässig vertreibt?

    Waren (nach Meedia-Kriterien) Julius Streicher oder Karl-Eduard von Schnitzler auch „Alpha-Journalisten“?

    Es ist einfältig, wenn die Herren des Niedergangs sich mit „zuviel Geschwindigkeit“ herauswinden möchten. Es geht um das, was ihre Vorgänger von Hitlers und Hoeckers Gnaden auch schon gemacht haben: Die Presse (und der Rundfunk sowieso) ist Teil des Regimes und erklärt dem dummen Publikum dessen vermeintliche Weisheit, klebt Kritikern lethale Etiketten auf und muss dafür nicht einmal angewiesen werden, weil viele Print-Redaktionen und alle ÖR-Häuser dank jahrzehntelanger „Zuchtwahl“ „gegnerfrei“ (= „diskursfrei“) sind.

    Wie in Andersens wunderbarem Märchen von „Des Kaisers neuen Kleidern“ wird immer klarer, dass der „Kaiser“ – hier wohl: die rot-grüne Gesinnungspresse – nackt und eine erbärmliche Lachnummer ohne intellektuellen Inhalt ist. Die Versager Brinkbäumer und Mascolo sind Sterbehelfer, aber keine „Alpha-Journalisten“. Und Meedia sollte (Gratis-) Mut haben, hier nicht von „Alpha-Journalisten“ zu fabulieren.

    Und: Gniffke ist eher gar kein Journalist, sondern eine Art Groko-Regierungssprecher bzw. Manager für Groko-Agitprop und Garant für das Funktionieren des „Schweigekartells“, in dem verschwindet, was nicht Jubel ist. Als rechtzeitig entkommene jüdisch-deutsche Journalisten, die in den Zwanzigern den guten Ruf der deutschen Presse begründeten, nach der Befreiung als USAF-Medien-Offiziere in ihre verwüstete Heimat zurückkehrten und Zeitungs-Lizenzen verteilen wollten, waren sie leider nicht in der Lage, den staatsgläubigen Deutschen den „Opinion overload“ und das Kuscheln mit „Vater Staat“ auszutreiben. Vielleicht gelingt es jetzt mit „Lügenpresse“ und Internet …

    1. an Conen: auch das: viel zu lang, aber: es gibt die Trivialität, bei bestimmten Medien oder Autoren von Leadmedien oder Alpha-Tieren zu reden. Schlicht: Quatsch. Sie sind es nicht. Sie werden es noch spüren, vielleicht kapieren.

      1. Man kann gewisse Sachverhalte auch umschreiben…nur weil dort nicht das Wort „Zensur“ gefallen ist, heißt das nicht, dass dieses nicht gemeint war. Man muss auch zwischen den Zeilen lesen können.

  9. Ich glaube nicht, dass die Tagesschau noch eine hohe Einschaltquote hat. Woher kommen diese Zahlen wie werden Sie ermittelt. Die meisten Menschen in meinem Umfeld 200 + Leute schauen keine Tagesschau.

    1. Gute Frage. Kann man beantworten, Tony Baxter. Die Zahlen entstehen im Auftrag von Unternehmen, die diese Erhebungen dann verwenden, beispielsweise auch veröffentlichen.

      Das ist fast so wie mit Umfragen. Die kann man nutzen, um etwas in Erfahrung zu bringen, aber auch, um einen Anschein zu generieren, an den sich möglichst viele anschließen sollen. Umfragen, ein Instrument der Massenlenkung durch die Vorgabe eines vermeintlich bestehenden Konsenses.

      Die Richtigkeit solcher Ergebnisse ließe sich überprüfen, wenn sich Presse kritisch dahinterklemmen würde.

      Aber wir kommen vom Thema ab und landen dann womöglich in Polen, oder Ungarn

  10. Es hat nichts mit „Glaubwürdigkeit“ oder einem „Versehen“ zu tun, wenn der NATO- Sender WDR Montags geklaute, uralte n-tv Panzerbilder aus Georgien in WDR5 gegen Putin auftischt, sich dann „entschuldigt“- wie dieser Gniffke auch bestenfalls online, nie wo seine Millionen Zuseher veralbert werden, in der Glotze- und am Mittwoch in WDR2 the same procedure as every year in Sachen Putin fährt und den selben Dreck erneut zeigt.
    Und dieser Heyer in der akt.h wissentlich falsche Übersetzungen inter die Vorabenddeppen treut.

  11. Lieber Herr Winterbauer, ich kann Ihnen nur dringend ans Herz legen, dass Sie sich schleunigst mit den Grundregeln der Interpunktion befassen und diese erlernen! Exemplarisch habe ich ein paar Beispiele aufgelistet, die mir beim Überfliegen des Artikels beinahe die Tränen in die Augen schießen ließen.

    „Die Art und Weise, wie die drei Top-Journalisten, das Thema …“-

    Der Sinn des zweiten Kommas ist mir höchst schleierhaft…

    „Da Gniffke von vornherein kein Glaubwürdigkeitsproblem diagnostiziert, sieht bei ihm auch die Reaktion auf Kritik anders aus, als bei Brinkbäumer und Mascolo.“

    Auch hier ist das zweite Komma definitiv falsch; es wird lediglich ein Vergleich mit zwei Personen angestellt!

    „Das Einschalten der 20-Uhr-Ausgabe ist allerdings immer noch für viele Deutsche ein festes Ritual, dass sie zudem nichts zusätzlich kostet.“

    Hier schießen Sie den Vogel ab. Es liegt kein Konsekutivsatz vor sondern sondern ein einfacher Relativsatz ( ein (..) Ritual, welches (!) sie zudem nichts kostet)_ http://www.dass-das.de/

    „Und selbst wenn, die Einschaltquoten sinken würden, wäre dies für die Redaktion bei dem öffentlich finanzierten Sender-Konglomerat ARD unmittelbar folgenlos.“

    Direkt das nächste sinnentleerte und falsche Komma hinterher….“Wenn“ leitet hier einen Adverbialsatz ein und ist nur durch das „und selbst“ erweitert!

    Sie sollten sich dessen bewusst sein, dass Ihre sprachlichen Defizite den Versuch, als Journalist ernst genommen zu werden, ad absurdum führen!

    1. Die von Ihnen angeführten Kommafehler waren tatsächlich ziemlich doofe Fehler, zumal ich diese Regeln eigentlich kenne. Bringt aber natürlich nix, wenn die Fehler trotzdem passiert sind. Ist immer wieder ärgerlich und wurde jetzt korrigiert.

  12. Sehr geehrter Herr Schuler,
    Viele sehen vor lauter Wald die Bäume nicht, und halten sich mit Nebensächlichkeiten auf? Es geht hier nicht um Rechtschreibung, sondern um den Vorwurf, von einseitiger Berichterstattung. Wenn dieser Vorwurf zutrifft, dann sind mir Grammatikfehler oder Punkt und Kommafehler nun wirklich völlig egal. Solche Fehler schaden niemandem, aber einseitige Berichterstattung und Propaganda schon.

  13. Ein guter Artikel! Glaubwürdigkeit ist aber bei allen Medien überlebenswichtig, ob Lügenpresse oder nicht. Deshalb bitte nochmal nachrechnen: 77%+33% ergibt:… Danke!

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