13 Millionen sehen Deutschlands Handball-EM-Sieg, 9,34 Mio. den Dortmunder „Tatort“

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Jubelnde deutsche Spieler beim Handball-EM-Finale gegen Spanien

Fernsehen Grandioser Abschluss einer für die deutsche Mannschaft grandiosen Handball-EM: 12,98 Mio. Fans bejubelten den klaren Finalsieg gegen Spanien im Ersten - die stärkste Sport-Zuschauerzahl seit dem Fußball-Champions-League-Spiel Barcelona-Bayern im vergangenen Mai. Grandios ging es auch danach für die ARD weiter: Der "Tatort" gewann die Prime Time mit 9,34 Mio. Zuschauern.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. ARD triumphiert mit Handball und „Tatort“

Kein Wunder, dass Das Erste den Sonntag dominierte wie selten: 20,4% betrug der Tages-Marktanteil im Gesamtpublikum, das zweitplatzierte RTL kam gerade mal auf 10,5%. Die Haupt-Faktoren für den bärenstarken ARD-Sonntag hießen Wintersport, Handball und „Tatort“. Los ging es schon morgens – u.a. mit 16,5% für die Rodel-WM. In der Mittagszeit bescherten dann 2,97 Mio. Sportfans dem Springen beim Weltcup der Nordischen Kombination 17,5%, das Langlauf-Rennen des Wettbewerbs sahen ab 15 Uhr sogar 3,57 Mio. (19,2%). Spektakulär sahen die Einschaltquoten dann ab 17.30 Uhr beim Finale der Handball-EM aus: 12,98 Mio. Seher hievten den Marktanteil des Spiels auf sagenhafte 42,0%. Die 20-Uhr-„Tagesschau“ knackte im direkten Anschluss ebenfalls die 10-Mio.-Marke: mit 11,00 Mio. und 29,6%. Den Dortmunder „Tatort“ sahen noch 9,34 Mio. (24,0%), Faber & Co. hielten damit ihr gutes Niveau. „Anne Will“ verzeichnete danach dann aber eine recht große Abschaltquote: 3,68 Mio. Seher entsprachen nur noch mittelmäßigen 12,0%.

2. Immerhin 5,40 Mio. sehen Dschungel-„Wiedersehen“, im jungen Publikum nur knappe Niederlage gegen den „Tatort“

Auch wenn sich der Erkenntnisgewinn regelmäßig nur leicht über dem Nullpunkt bewegt, war „Das große Wiedersehen“ von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ auch diesmal wieder ein Erfolg. 5,40 Mio. Leute sahen ab 20.15 Uhr zu – gute 14,4%. Bei den 14- bis 49-Jährigen entsprachen 3,06 Mio. Seher sogar 20,5%, der „Tatort“ lag hier um 20.15 Uhr mit 3,24 Mio. und 20,9% nur knapp vorn. Den Tagessieg holte sich aber auch im jungen Publikum der Handball: mit 4,50 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 40,3%. Nach dem Dschungel war übrigens auch „Spiegel TV“ noch ein Erfolg: mit 1,65 Mio. jungen Zuschauern und 17,4%.

3. ProSieben holt starke Zahlen mit den „Millers“, ZDF landet nur im Prime-Time-Mittelmaß, Sat.1 floppt mit „Von der Straße in den Job“

Nicht nur Das Erste und RTL waren um 20.15 Uhr auch erfolgreich, auch ProSieben kann sich freuen: 2,52 Mio. 14- bis 49-Jährige entschieden sich für die Free-TV-Premiere von „Wir sind die Millers“, das entsprach einem tollen Marktanteil von 17,2%. Nicht so gut lief es für Sat.1, wo „Navy CIS“ mit einer neuen Folge um 20.15 Uhr 1,66 Mio. (10,7%) überzeugte, „Navy CIS: New Orleans“ fiel danach mit 1,27 Mio. sogar auf 8,7%. Im Mittelmaß landete das ZDF um 20.15 Uhr: 4,68 Mio. Gesamt-Zuschauer schalteten die „Zeit für Frühling“ ein – 12,0%. Katastrophal lief es im Übrigen am Vorabend für Sat.1: Die neue Reihe „Von der Straße in den Job“ interessierte nur 540.000 14- bis 49-Jährige – ein miserabler Marktanteil von 4,5%. Das Handball-Finale hat dem Sat.1-Neustart hier massiv geschadet.

4. Ordentlicher Start für „Hot oder Schrott“ auf Vox, miese Prime Time für Vox, RTL II und kabel eins

Auch wenn die neue Vox-Vorabend-Reihe „Hot oder Schrott – Die Allestester“ gegen das Handball-Finale, die anschließenden Jubelbilder und die 20-Uhr-„Tagesschau“ antreten musste, erreichte sie ordentliche Zahlen. Immerhin 880.000 14- bis 49-Jährige waren ab 19.15 Uhr dabei – 6,7%. Nur Das Erste, RTL und ProSieben waren in der Stunde vor 20.15-Uhr erfolgreicher. „Das perfekte Promi Dinner“ kam im Anschluss hingegen nur auf 590.000 junge Zuschauer und 4,5%. RTL II und kabel eins waren allerdings noch erfolgloser: RTL II mit „Jarhead“ und 3,9%, kabel eins mit dem „Ludolfs“-Ersatz „Die großen Kriminalfälle“ und ganzen 2,8%. Da hätte man auch „Die Ludolfs“ seriös zu Ende bringen können.

5. „Die Sendung mit der Maus“ gewinnt die Wertung der kleinen Sender

Abseits der großen acht Kanäle, bzw. sogar abseits der großen sieben, denn kabel eins brachte am Sonntag keine einzige Sendung über die Mio.-Marke, erzielte „Die Sendung mit der Maus“ im KiKA die Top-Quote des Sonntags. 1,27 Mio. Leute schalteten sie um 11.35 Uhr ein – grandiose 8,5%. 440.000 der 1,27 Mio. waren Kinder, die restlichen 830.000 waren über 14 Jahre alt. In der Prime Time hieß das Top-Programm der kleineren Sender „Schwäbische Fasnet aus Donzdorf“: 1,13 Mio. (3,6%) sahen im SWR Fernsehen zu. Die Pay-TV-Wertung gewann natürlich der Fußball: 670.000 Fans sahen um 15.30 Uhr Wolfsburgs Unentschieden gegen Köln bei Sky, ein paar weniger – 650.000 danach den Bayern-Sieg gegen Hoffenheim. Hier verhinderte das parallele Handball-EM-Finale eine bessere Quote.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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