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Ibes-Finale: Monchichi Menderes, der offensichtlichste Dschungelkönig ever, ever, EVER

Die drei Finalisten: Thorsten Legat, Menderes, Sophia Wollersheim (v.l.) Am Ende holte Menderes die Krone Foto:RTL
Die drei Finalisten: Thorsten Legat, Menderes, Sophia Wollersheim (v.l.) Am Ende holte Menderes die Krone Foto:RTL

Dschungel-Hasser dürfen aufatmen: Der RTL-Jubiläumsdschungel, die zehnte Staffel von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" ist zu Ende! Wie von Anfang an erwartet, wurde Monchichi-Menderes der offensichtlichste Dschungelkönig aller Zeiten. Trotzdem bewies das Format einmal mehr seine Unverwüstlichkeit. Zweitplatzierte wurde Sophia Wollersheim, dritter erwartbar Thorsten "die Echse" Legat.

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Gerade eben noch wird bei „DSDS“ einer drallen Busenfrau ein „goldener Scheißhaufen“ zwischen die Brüste gesteckt, dann geht endlich der Dschungel los. Finale, Zeit wird’s für gutes Unterhaltungs-Fernsehen. Zum letzten mal für dieses Jahr kracht die weiße Limousine in den Urwald, ertönt die vertraute Musik mit dem Tarzan-Schrei.

Noch einmal wird von Thorsten und Sophia die Helena-Fürst-Lästerarie gesungen: „Terror für meinen Kopf“, „Sie ist ein Monster“ usw.

Die Fürstin hält tatsächlich noch einmal eine ihrer berüchtigten Hass-Ansprachen: „Mein Benehmen war für mich OK.“  Auf der Brücke tönt sie rum, unangenehm bis zur letzten Sendesekunde. Den Klassen-Unterschied zwischen dem Dschungel und echtem, bösen Trash wie „Schwiegertochter gesucht“ oder „Bauer sucht Frau“, erkennt man übrigens auch an der Musikuntermalung, die bei Ibes einfach immer mehrere Stufen geschmackvoller ist.

Und irgendwie muss man sie ja liebhaben, diese drei Finalisten, die sich da ehrlich und unverstellt über ihr Weitkommen freuen, darüber, dass sie das 16-tägige Psycho-Ekel-Fun-Stahlbad bis zum Ende durchgestanden haben.

Thorsten (Prüfung: „Kasalla“)

Thorsten spielt für die Vorspeise und beeilt sich, seinen noch nicht aufgebrauchten Kasalla-Vorrat aufzubrauchen, Der echsenartige Thorsten muss in seiner Prüfung durch drei Plexiglastunnel kriechen und die Sterne abknoten oder mit der Zunge abschrauben. Spinnen, Kakerlaken, Ratten, Mehlwürmer, Schlangen, Fleischabfälle (Thorsten: „Ja, super. Fleischabfälle kenne ich…“), ein Waran, die Schlammkrabben („Beißt ihr mich, knallt’s!“). Alle sind sie mit dabei. Nach ein paar weiteren Kasalla-Rufen und dem Dank an seine Kinder hat er alle fünf Sterne im Säckchen. 

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Sophia (Prüfung: „Hallöchen Popöchen“)

Fischauge, Schweinehoden, Hirschblut, Krokodil-Vagina werden kredenzt. „Wer Fleisch essen kann, kann auch Blut trinken.“ So sieht’s wohl aus. Die lebenden Mehlwürmer für das Extra lässt sie aus. Wie üblich beim Finale wird ein leckeres Alternativgericht angeboten, das wie immer dankend abgelehnt wird. Die finale Essprüfung ist für den jeiligen Kandidaten unangenehm, dramaturgisch aber schon lange unnötig, da die Essprüfung als Konflikt-Katalysator im Finale keine Funktion mehr hat. Sophia Wollersheim macht aber auch hier – im Gegensatz zu ihren Brüsten – bella figura. Sie ist die vielleicht überraschendste Figur dieser Staffel gewesen. Dass der Dschungel seltsame Promi-Kunstfiguren zu echten Menschen formen kann, wurde schon öfters bewiesen. Siehe Kim Gloss oder auch Melanie Müller. Leider verwandelten sich die Menschgewordenen nach Ende des Camps schnell wieder in „Promis“ zurück.

Menderes (Prüfung: „Come on“)

Der Monchichi-hafte Menderes hat fürs Finale die leichteste Prüfung. Er muss fünf Minuten in einem Erdloch in absoluter Dunkelheit mit 40 Schlangen aushalten. Auch diese Prüfung ein Final-Klassiker.  Menderes: „Hab‘ mir das viel schlimmer vorgestellt. War ok! Danke. Recht herzlichen Dank.“ Wie war das nochmal mit dem angeblich „härtesten Dschungelcamp aller Zeiten“, das die Moderatoren am Beginn der Staffel noch versprochen hatten? Aber trotzdem: Auch das arme Würstchen Menderes ist ja eine dieser Gestalten, denen der Dschungel Gelegenheit gab, über sich hinauszuwachsen und an Statur zu gewinnen.

Eine TV-Sendung, bei dem der scheinbar geborene Loser triumphiert, der am Ende noch nicht einmal den Sekt trinken will, weil er Alkohol enthält. Das ist ein Effekt, der alle jene Zeitgenossen Lügen straft, die dieses Format für menschenunwürdiges Trash-Fernsehen halten. Come on!

PS: Der Wendler macht bei „Let’s dance“ mit. Mon dieu!

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