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taz.de-Bilanz 2015: Leserspenden brachten mehr als doppelt so viel ein wie Werbung

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Die Online-Ausgabe der taz schloss auch das vergangene Jahr mit einem Verlust ab. Wie die Zeitung auf ihrem Blog mitteilt, fiel das Minus mit 286.000 Euro in 2015 aber geringer aus als im Vorjahr. Die Macher sehen das als positives Signal und wollen am freiwilligen Bezahlmodell "Paywahl" festhalten – zum ersten Mal überstiegen die Erlöse aus Leserspenden die Einnahmen aus der Werbevermarktung.

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Die taz setzt seit 2012 auf das sogenannte „Paywahl“-Prinzip, eine abgewandelte Form der klassischen Paywall, bei dem Nutzer frei entscheiden können, ob sie für die Artikel bezahlen wollen. Bei Abschluss eines Abos können Leser zudem selbst bestimmen, wie viel Geld sie für das Web-Angebot der taz monatlich ausgeben wollen – ein Modell mit offensichtlichem Erfolg.

Zum ersten Mal haben die Einnahmen aus den Leserspenden die Werbevermarktung überholt. Demnach überwiesen die Leser vergangenes Jahr 312.085 Euro aufs taz-Konto, die Erlöse durch freiwillige Abonnenten waren damit mehr als doppelt so hoch wie die aus der Werbevermarktung. Insgesamt nahm taz.de 503.000 Euro ein. 2014 waren es noch 342.382 Euro.

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Den Erlösen von etwas mehr als einer halben Million Euro standen vergangenes Jahr Kosten von 790.000 Euro gegenüber – macht einen Verlust von 286.00o Euro. Größter Kostenfaktor waren Personalausgaben für die Redaktion (321.101 Euro). Trotz des weiteren Verlustes stimme das Ergebnis „hoffnungsvoll“, heißt es im Blog weiter. „Immer mehr LeserInnen verstehen, dass guter Journalismus nicht umsonst zu haben ist und unterstützen ihn mit einem regelmäßigen Beitrag.“ Wie es auf taz.de heißt, verzeichne die Seite derzeit 6.935 Abonnenten. Um das Angebot weiterhin kostenlos betreiben zu können, seien 20.000 regelmäßige Zahler notwendig.

 

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