„Besinnung auf Kernkompetenz“: Bild trennt sich von moderierter 1414-Community

Bild-Online-Chef Julian Reichelt will sich mit der 1414-Anwendung auf die Kernkompetenzen konzentrieren
Bild-Online-Chef Julian Reichelt will sich mit der 1414-Anwendung auf die Kernkompetenzen konzentrieren

Publishing Bild verabschiedet sich von seiner 1414-Community. Wie es aus Redaktionskreisen heißt, waren die Nutzer des "Instagram der Bild" zwar aktiv, aber insgesamt waren zu wenige – vor allem angesichts der mächtigen Konkurrenz. Das Aus für das Gesamtangebot bedeutet das jedoch nicht. Ein für den Boulevard-Titel wichtiges Element wird die Redaktion sogar ausbauen: die Leserreporter.

Werbeanzeige

Diese sollen der Redaktion weiterhin Fotos zuspielen können. Bild hatte die App 2013 aufgelegt, um den Nutzern das Versenden von Foto- und Videomaterial einfacher zu machen. Zu diesem Zweck wird die 1414-App  nun umgebaut, da die wesentliche Aufgabe bisher unterentwickelt gewesen sei. „Wir richten die 1414-Anwendung auf ihre wichtige Kernkompetenz aus, den journalistischen Mehrwert, den sie uns bietet“, bestätigt Bild-Online-Chef Julian Reichelt. Wie es aus Redaktionskreisen heißt, seien die von Kai Diekmann erfundenen Leserreporter nach wie vor ein wichtiger und sehr erfolgreicher Bestandteil des Titels. Allein 2015 haben Bild und Bild.de 2700 Fotos von Leserreportern veröffentlicht. Die App habe immer gut funktioniert, wenn die Redaktion zu journalistischen Missionen aufgerufen habe: also die Nutzer um Material für Breaking News, Promi-Geschichten oder Naturereignisse gebeten hat. Im Segment des User-Generated-Content zählen die 1414-Leserreporter durchaus als Erfolgsgeschichte.

Weniger erfolgreich war aber der nach 2013 eingeleitete Ausbau als Foto-Community-Angebot – beziehungsweise hat man bei Springer erkannt, dass die Konkurrenz unerreichbar ist. „1414 hat als Foto-Community keine Chance gegen einen Quasi-Monopolisten wie Instagram mit 400 Millionen eigenen Usern und 1,4 Milliarden Nutzern bei Facebook“, so Reichelt.“Genauso wie Facebook seine Kernkompetenzen hat und sich Know-How von Medienunternehmen holt – beispielsweise bei den Instant Articles – haben wir unsere Aufgaben, auf die wir uns konzentrieren müssen.“ Im Zuge des Strategiewechsels werde man den Gedanken der moderierten Community verwerfen, heißt es weiter. Den Mitarbeitern – es handele sich um eine „geringe Zahl“, heißt es – seien bereits andere Angebote gemacht worden. Noch nicht entschieden sei, ob die hochgeladenen Fotos den Nutzern weiterhin angezeigt werden oder nicht.

Werbeanzeige

Alle Kommentare

  1. Oh je…das ist wirklich sehr schade. Es hat ja auch immer so viel Spaß gemacht. Und wir waren von Anfang an dabei…

  2. Ich denke 1414 ist super. Muss nur mehr beworben werden, dann kommen auch die Nutzer! Macht mich schon traurig, bin noch nicht so lange her. Die Missionen sind toll.

    1. Ich finde es extrem schade. 1414 macht so sehr Spaß… Und dann das…. Bin gerDe mal 2 Monate dabei und guck so oft in die App ;-(

  3. Ich finde es extrem schade. 1414 macht so sehr Spaß… Und dann das…. Bin gerDe mal 2 Monate dabei und guck so oft in die App ;-(

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige