„Kein Persilschein“: Offener Brief war unter WDR-Freien hochumstritten

WDR-Intendant Tom Buhrow und der Brief der freien Mitarbeiter
WDR-Intendant Tom Buhrow und der Brief der freien Mitarbeiter

Fernsehen Heute veröffentlichten freie Journalisten des WDR einen Offenen Brief. Darin wehren sie sich gegen die Unterstellungen, es gäbe bei dem öffentlich-rechtlichen Sender Anweisungen, in eine bestimmte Richtung zu berichten. Vorausgegangen war dem Schreiben eine hitzige Diskussion in der Mailingliste der WDR-Freien. MEEDIA dokumentiert diese, weil sie das gesamte Bild der medialen Debatte um politische Einflussnahme bei Öffentlich-Rechtlichen nachzeichnet.

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Auf der Mailingliste diskutieren etwa 580 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für den WDR arbeiten. Mehrere WDR-Freie äußerten über die Liste Unverständnis über die Äußerungen von Claudia Zimmermann. Die WDR-Autorin hatte vor wenigen Tagen im niederländischen Radio behauptet, dass ihr Sender beauftragt sei, die Regierungssicht zu verbreiten. Anschließend erklärte sie in einer Pressemitteilung des WDR, sie habe „Unsinn geredet“ und „totalen Quatsch verzapft“.

Einhellige Meinung unter denen, die sich über die Mailingliste der WDR-Freien äußerten, scheint zu sein, dass Zimmermann, die von Ausschüssen sprach, die es so gar nicht gibt, eine nicht ganz zutreffende Zustandsbeschreibung abgab. Als „unbedacht“ und sogar als „unreflektierter Schwachsinn“ wurden Zimmermanns Äußerungen in der Debatte der Freien bezeichnet. Zimmermanns anschießendes Dementi hielt ein WDR-Freier dort hingegen für „authentisch“. Zimmermann habe nicht begriffen, „was sie da sagt und was das auslöst“. Er mache „seit Monaten Dutzende auch tagesaktueller Berichte über die Flüchtlingssituation in der Region Aachen, und ich habe nicht die geringste Anweisung von irgendwem erhalten, und wenn doch, würde ich sie, wie alle Anweisungen von oben inhaltlicher Art, ignorieren“, so der Journalist. Eine andere WDR-Freie schrieb, was jetzt auf Zimmermann herunterprassele, halte sie für „gefährlich überinterpretiert“. Hätte man „den Ball … ein wenig flachgehalten, wäre der Glaubwürdigkeit der Öffentlich-rechtlichen eher gedient gewesen als der jetzt über uns hereinbrechende Shitstorm, der vor allem Pegida, AfD und ‚Konsorten’ dienlich“ sei.

Autoren haben den Brief entschärft

Ein anderer WDR-Freier fand es hingegen „lohnend darüber nachzudenken und unaufgeregt zu besprechen, inwieweit viel subtiler und vielleicht sogar unbeabsichtigt auf die Programme eingewirkt wird, z.B. durch Veränderung der Arbeitsbedingungen.“ Er nannte auch konkrete Beispiele: „Freie, die im Geschäft bleiben wollen, könnten versuchen möglichst das anzubieten, was der Redaktion gefällt. … Freie, die durch die Honorarkürzungen an den Rand gedrängt und in der Existenz bedroht werden, könnten in der Not evtl. etwas großzügiger mit journalistischen Standards umgehen. … Redakteure auf Zeitstellen könnten versuchen durch besonders ‚gefälliges’ Programm eine Festanstellung bekommen. Die Zurückhaltung, die sich Öffentlich-rechtliche auferlegen, weil sie allen Bürgern dienen sollen, könnte von einigen missverstanden werden, dass man brav sein oder nur Mainstream liefern solle.“ Schließlich könne eine aus Sicht des WDR-Freien bestehende „Einflussname der Parteien auf die Rundfunkräte … Selbstzensur und Schere im Kopf verstärken“. Eine andere WDR-Freie war der Auffassung, es sei „an der Zeit, über Eingriffe von Redakteuren zu reden, die es natürlich gibt“. Wieder eine andere schrieb, „Zensur“ gebe es, da sei sie sich „sicher, sehr wohl von oben aus der Sendeleitung“.

Dass der Verdacht, dass es Versuche der politischen Einflussnahme gibt, nicht ganz von der Hand zu weisen ist, scheint auch den Autoren des Offenen Briefs bewusst zu sein. In einer frühen Fassung des Schreiben hieß es noch: „Vorgaben politischen Inhaltes sind nie gemacht worden.“ Doch diese Formulierung entschärften die Autoren im Vorfeld der Veröffentlichung des Briefs. In dem jetzt veröffentlichten Offenen Brief heißt es in dem entsprechenden Abschnitt nur noch weniger umfassend, weniger verfänglich und nur noch auf den Kreis der namentlichen Unterzeichner bezogen: „Wir haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und lassen uns durch politische Einflussversuche nicht gängeln!“

Protest gegen Schreiben: Brief sei „Halbwahrheit“

Ursprünglich wollten die Initiatoren des Offenen Briefs diesen im Namen aller WDR-Freien an die Öffentlichkeit richten. Doch dann regte sich Protest dagegen. Warum solle man den „geliebten Sendern so einen weitgehenden Persilschein ausstellen“, fragte einer. „Und natürlich gibt es Themen, die z.B. von der Wellenleitung gewollt sind, dass wir darüber berichten (man kann sagen, das ist eine normale redaktionelle Entscheidung der Wellenleitung, man kann bei manchen Themen aber auch sagen, dass das eine politische Vorgabe für die Redaktion ist, oder?)“ Darauf entgegnete ein anderer WDR-Freier, er „habe es noch nicht erlebt und würde dann auch gerne Konkreteres hören“. Wieder ein anderer schrieb: „Was wissen wir denn, was täglich beschlossen, befördert oder verhindert wird? Warum sollen wir behaupten, ‚eine Zensur findet nicht statt’, wenn wir es nicht wissen oder wenn wir Anzeichen für das Gegenteil haben? Ich halte die Erklärung für falsch und unterschreibe sie nicht.“ Der Offene Brief sei „eine Halbwahrheit“. Eine weitere WDR-Freie erklärte, sie finde die Aktion „aus mehreren Gründen nicht richtig. Damit das Ganze aber transparent bleibt, sollte man klarstellen, dass das eine Initiative einiger Freier ist, die hier zur Unterschrift auffordern“. Danach wurde beschlossen, dass diejenigen, die das Schreiben unterstützen, es persönlich unterzeichnen und der Offene Brief nicht im Namen aller für den WDR tätigen freien Journalisten veröffentlicht wird.

Glaubt man den Schilderungen der Journalisten, die für den WDR tätig sind, gibt es sehr wohl Defizite, was die innere Meinungsfreiheit angeht. „Das geht im Alltags-Normal-Fall nicht über Anweisungen, sondern über Atmosphäre. Man lernt, was erwünscht und was nicht erwünscht ist. Das ist das, was die Kollegin offensichtlich verinnerlicht und im Kopf hatte. Im Zweifelsfall gibt es dann aber doch auch mal Anweisungen. Beim ersten Irakkrieg 1991 gab es im WDR zum Beispiel ein Papier von oben, das anwies, ‚keine Emotionalisierung’ zu betreiben“, behauptete ein WDR-Freier. Beim WDR hieß es dazu heute auf Anfrage nur: „Wir klären den Sachverhalt und melden uns so bald wie möglich wieder bei Ihnen.“ Dann schob Sprecher Uwe-Jens Lindner nach, der WDR habe „am Montag zum Fall Zimmermann klar geäußert. Dem ist aus unserer Sicht nichts hinzuzufügen“.

Offenbar wurden im Hintergrund auch Abseits der Diskussion auf der Mailingliste heftige Kämpfe ausgetragen. Ein Mitglied der Liste kündigte an, sie werde ihre „bösen Worte auch nicht zurücknehmen, auch dann nicht, wenn ich jetzt via PM beschimpft werde“. Dann schrieb sie: „Liebe Freunde von Claudia Zimmermann, ich bitte darum, dass Ihr Euch öffentlich in der Liste hinter Eure Freundin stellt und Ihren Leumund verteidigt. Private Schmähmails an meine Adresse sind nicht nur unerwünscht, sondern auch überflüssig, weil wirkungslos.“

Bislang betrifft die Debatte um politische Einflussnahme und Zensur ausschließlich den WDR. Doch die ARD besteht aus acht weiteren Anstalten. Ein WDR-Freier behauptete in der Mailingliste, es gebe „die glasklare Regierungsregie: Interviews mit der Kanzlerin lässt die vor Ausstrahlung von ihrem eigenen Personal abnehmen. Man könnte auch Zensur dazu sagen“. Ein anderer WDR-Freier schrieb: „Wenn sich die ARD von der Regierung das Ok holt, ist das eine Form von Zensur. Die ARD müsste es nicht mitmachen, aber sie tut es. Sagen wir also: Selbst-Zensur.“ Es gebe „keine Zensur, wie in der DDR. In der BRD läuft das anders“.

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Alle Kommentare

  1. wenn man das so liest,kann sich jeder wohl seine Meinung bilden.
    In Wirklichkeit herrscht dort Zensur und ein paar devote Kriecher der freien Journalisten zeigten Ihre Unterwürfigkeit gegenüber dem WDR,indem man einen offenen Brief verfasste um dem WDR einen Persilschein auszustellen.
    Erstaunlich,dass man vorab suggerierte,als würden alle freien Journalisten hinter diesem Persil-Schein stehen.
    Da gibt es doch wohl einige,die sich nicht vor den Karren spannen lassen wollen.
    Jetzt wird der WDR erst mal prüfen,wer den Brief unterzeichnet hat und wer nicht.
    Diese freien Journalisten,die den Brief dann nicht unterschrieben haben,stehen dann unter dem schlimmen Verdacht,ggf. gegen diesen Staatssender zu sein.
    Bei freien Mitarbeitern kann der Staatssender ja bei der Auftragsvergabe jonglieren.
    Oder es kommt wieder ein neuer öffentlicher Brief heraus,wo alle unterschreiben haben(müssen),mit dem Hinweis,dass diese bei der vorherigen Unterzeichnung nicht anwesend sein konnten,da alle an Grippe erkrankt waren!
    Interessant wäre es noch zu wissen,wie viele von den 580 freien Mitarbeitern diesen Persilschein für das WDR unterschrieben haben?
    Mit dieser Information könnte man eine persönliche Hochrechnung erstellen,oder?? 🙂
    Naja,nicht nur bei dem WDR gibt es die Zensur,oder Erfüllungsvorgaben seitens gewisser Altparteien.
    Das jüngste Beispiel,was da beim SWF ablief,zeigt ja deutlich auf,dass der angeblich „unabhängig“ und zwangsfinanzierte Rotfunk doch“abhängig“ ist!!

    1. Ich glaube nicht, dass da nur „devote Kriecher“ unterschrieben haben, im Gegenteil dürften da nur wenige dieser Spezies darunter sein. Ich fürchte es ist viel schlimmer: die sind überzeugt von dem, was sie da sagen. In diktatorischen Regimen merken die 100% Überzeugten ja auch nichts von Zensur und können machen, was sie wollen. Zensur betrifft nur die, die von der vorgegebenen Linie abweichen.

      In Deutschland wird man zum Glück (noch) nicht strafrechtlich bestraft, wenn man von der vorgegebenen Line abweicht. Aber die 100% Überzeugten sorgen schon für die Strafe, indem sie versuchen die Abweichler medial zu ächten. Jakob Augstein soll ja sogar versucht haben, in der Carta-Redaktion gegen einen dortigen Journalisten zu intrignieren, weil ihm dessen Kommentar zu den Übergriffen an Sylvester nicht gepasst hat (ausgerchnet Augstein, der selbst dazu ziemlich Widerwärtiges verfasst hat!). Da leigt der Verdacht doch nahe, dass Freie keine Aufträge mehr bekommen, wenn sie nicht wie gewünscht berichten.

      1. Herr Auer, wenn „Freie“ keine Aufträge mehr bekommen, dann ist das substanzieller Druck genug, meine ich.

    2. rolf berger, können sie bitte sachlich bleiben, zum theme schreiben und sich kurz fassen?

    3. Herr Ulrich Schulze

      Danke für Ihre Kritik.Diese nehme ich gerne an,da es zeigt,dass ich mit meinem Kommentar in offene Wunden stoße.
      Ich sehe natürlich ein,dass mein Kommentar etwas überspitzt ist.Dies war aber nicht unabsichtlich.
      Und wenn jemand nur 1 Satz schreibt wie Sie,oder ausführlicher wie ich,sollte doch jedem selbst überlassen sein.
      Wir sind hier nicht beim WDR,also gibt es hier auch keine Zensur!

      Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

    4. Ihe Formulierungen sind niveaulos und in sich wiedersprüchlich.
      Rotfunk – der Begriff stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts „und ein paar devote Kriecher der freien Journalisten zeigten Ihre Unterwürfigkeit gegenüber dem WDR,indem man einen offenen Brief“ eben nicht! Das zu behaupten ist gerade zu Schwachsinn. Sie sollten mal in die seriöse Debatte der 70er und 80er jahre hineinschauen und die „offenen Briefe“ lesen, mit denen sich Redakteure des WDR + des SWR gegen Willkürlichkeit + der „Scheere im Kopf“ im Sinne des vorauseilenden Gehorsams gewendet haben.Ihre Formulierung „zwangsfinanzierte Rotfunk“ entlarvt sie als ein unreflektierter Vertreter des sogenannten „Freien Rundfunks“ a la Dschungelcamp und dergleichen überflüssigen Sendungen. MKleemann(ehemaliger WDR-Redakteur+Pressesprecher)

      1. Klar bin ich für freien Rundfunk.Dieser besteht nicht nur aus RTL.
        Auf die ÖR und diese ganze Zwangszahlungen kann ich verzichten.
        Es gibt seriösere Quellen,wo man sich informieren kann,als bei den ÖR und auch andere Nachrichten-Kanäle.
        Ist es für Sie schlimm,wenn Bürger selbst entscheiden wollen,wie diese handeln?
        Für mich persönlich und Millionen anderer ist die ÖR überflüssig.
        Millionen Haushalte verweigern die Zahlungen und werden wie Straftäter verfolgt.
        Es kommt aber der Tag,wo dieser Zwang abgeschafft wird.
        Und dass es sich für mich um einen Rotfunk handelt,liegt nahe.
        Und dass sich die ÖR stets dem Rotfunk untergeben,zeigt das jüngste Beispiel des SWR.
        Sie wissen sicherlich,was ich meine.
        Und in den 70er Jahren war der Rotfunk parteipolitisch noch nicht so verseucht und unterwandert,wie heute.
        Zensur gab es in den Jahren auch noch nicht.
        Auch wurden Menschen die keinen Fernseher haben nicht gezwungen,für etwas zu zahlen,was diese nicht haben und nicht nutzen!
        Dies halte ich für einen Skandal.
        Ist das gleiche,als wenn ich Beiträge für die SPD zahlen muss,obwohl ich dort kein Mitglied bin.
        Dann bekommt man wahrscheinlich zur Antwort,dass man ja jedes Plakat sehen kann,wo PoP-Siggi drauf abgebildet
        ist.
        Daher werter Herr Kleemann…ich bleibe ohne wenn und aber bei meiner Meinung!°Wenn Sie dies als Schwachsinn,ect. bezeichnen soll es so sein.
        Wie heißt es so schön:–Getroffene Hunde bellen!

      2. Das der Rotfunk nicht 100 Meter vor der Haustür mitbekommt, was gerade passiert und andere auf Druck der ungebildeten Landes- und Bundespolitwitze entsprechende Lügenpressestatements raus bringen – geschenkt Herr MKleemann(ehemaliger WDR-Redakteur+Pressesprecher)

        Ist Ihnen DAS nicht selbst zu blöd? Oder was halten Sie von Fakten?

  2. Lieber Rolf Berger
    wie schwachsinnig ist das denn. Wenn Sie keine Ahnung vom Redaktionsalltag in den ARD Anstalten haben, sollten Sie besser schweigen. Ich arbeite seit 40 Jahren als Freier Autor für alle Radioanstalten von RB bis zum BR und habe nur ein einziges Mal einen Versuch einer Zensur erlebt. Für den Redakteur habe ich nie wieder gearbeitet. Ansonsten gab es nie Eingriffe, nur die selbstverständlichen Diskussionen um Stil- oder Verständnisfragen. Sie können ja gerne weiter Bild oder obskure, nie überprüfbare Blogs lesen, wenn Sie glauben, dort besser informiert zu werden, aber zu den öffentlich-rechtlichen Sendern sollten Sie besser schweigen.

    1. Herr Johannes Kaiser

      Zensur funktioniert bei mir nicht.Und dass es beim WDR ggf. auch Einzelfälle geben kann,die z.B.“taubstumm“ sind,bestreite ich auch nicht!
      Dass Sie Kritiker Ihres Rotfunks raten zu schweigen,kommt mir so bekannt vor.
      Da gibt es gewisse Parteien,die genauso empfindlich reagieren wie Sie.
      Haben Sie dort mal ein Praktikum absolviert?

      Heute steht auch in der ZEIT,dass die Frau Klöckner von der CDU dem SWR eine Absage erteilt habe,an der Elefantenrunde vor der LTW beim SWR teilzunehmen,da der SWR sich dem politischen Druck von SPD/GRÜNE gebeugt haben.
      Natürlich nehmen gewisse Parteien keinen Einfluss auf die Sender,oder?Vor allen Dingen dann nicht,wenn man auch noch Vorsitzende der Rundfunkkommission aller Länder ist,oder??
      Den ganzen Artikel können Sie ja in der Zeit lesen und die Leserkommentare dazu.
      Dazu bedarf es keiner BILD-Zeitung,wenn ich darauf hinweisen darf!

      Und ich verdonnere Sie nicht zum schweigen,da ich als frei denkender Mensch auch andere Meinungen zulasse ohne diesen zu empfehlen,lieber die Klappe zu halten.
      Diese Art der Dünnhäutigkeit lässt vermuten,dass sich da gewisse Leute ertappt fühlen.
      Ich wünsche Ihnen trotzdem noch einen schönen Abend !!

    2. Sie Glücklicher. Ich habe in Jahrzehnten meiner Tätigkeit in einer dieser Anstalten andere Erfahrungen gemacht – ganz andere. Da auch ich Rückgrat habe und nicht nur eine Wirbelsäule, wie viele andere dort, hat mich das sehr, sehr, sehr viel Geld (Honorar) gekostet.

      1. BS–

        viele von den ÖR geben ja ihr Rückgrat schon an der Garderobe ab.
        Ich rede von vielen,nicht von allen.. ..
        Das was da beim WDR so ein Einheitsbrei verzapft wird,ist ja übergreifend bei allen Anstalten der ÖR so.

        ÖR in der jetzigen Form sollte sich privatisieren und nicht mehr zwangsfinanziert werden.
        Bürger,die den ÖR danach noch die Treue halten,werden dann ja gerne freiwillig bezahlen.
        Millionen Haushalte verweigern ja jetzt schon die Zwangsabgabe,da diese das Angebot der ÖR nicht nutzen und sich in ihrer Handlungsfreiheit beengt sehen.
        Denen droht man,denen pfändet man die Konten,denen zwingt man,eine Vermögensauskunft abzugeben,usw.
        Ganz schlimm,aber viele nehmen diese Prozedur in Kauf,weil diese nicht kampflos sich dieser Ungerechtigkeit ergeben wollen.
        Das Zwangsfernsehen in der jetzigen Form mit Milliarden an Zwangsgeldern subventioniert hat keine Zukunft mehr.
        Die Bürger werden es auf Dauer schaffen,sich aus den Fesseln des Zwangs zu befreien!

        Der Tag wird auch kommen.Alles nur noch eine Frage der Zeit!

      2. …und da es nicht viele gibt die sehr sehr sehr viel Geld verlieren wollen liegt es nahe, dass „konform“ berichtet wird

    3. zumindest bei Ihnen wird man keinerlei Zensur anbringen müssen. Insoweit ist Ihr Beitrag glaubwürdig.

      Haben Sie in letzter Zeit mal einen Kabarettisten oder sonstwelche Spaßmacher in den ÖR-Medien gesehen?

      Fällt Ihnen da inhaltlich etwas auf?

    4. Lieber Johannes Kaiser,
      ich stimme Ihnen zu – bis auf den Punkt, dass Sie den völlig undiffirenzierten Zensurbegriff in dieser ganzen Debatte übernehmen. Wenn im Grundgesetz steht „eine Zensur findet nicht statt“ ist damit die Abwesneheit staatlicher Zensur gemeint. Etwas völlig anderes ist es, wenn ein Redakteur einen Beitrag eines Freien nicht abnimmt oder verändert, ein Chefredakteur den seines Redakteurs oder wenn der Intendant dem Chefredakteur Vorgaben macht. Auch wenn das faktisch recht selten vorkommen dürfte, ist es doch das legitime Recht des jeweils höher Gestellten, der schließlich auch die Verantwortung für das Programm trägt. Das als Zensur zu bezeichnen ist in etwas so, wie eine demokratisch gewählte Regierung als Diktatur zu bezeichnen, wenn sie Entscheidungen trifft.

      1. Fast richtig, Jakob Jakobsen.

        Der öffentliche Rundfunk wird u.a. deswegen öffentlich genannt, weil er als Anstalt des öffentlichen Rechts von Gesetzen des Staates getragen wird, nicht nur, aber besonders hinsichtlich der Finanzierung, die ausschließlich auf einer abgepreßten Sonder-Abgabe eines jeden Bürgers beruht.

        Diese in mehrfacher Hinsicht als staatlich gewollte Spezial- Anstalt anzusehende Institution hätte daher in ihrer Meinungsaufbereitung ganz besonders auf Vielfalt, besonders jedoch auf Unabhängigkeit zu achten, also de facto eine noch sehr viel größere Distanz herzustellen von allem, was als Zensur bezeichnen werden könnte.

        Das Gegenteil ist der Fall. Und dies ist gewollt, durchgeführt nicht zuletzt durch die Hilfskonstruktion, die Sie hier anführen, wonach es ein legitimes Recht von Redakteuren gäbe, ihre einseitigen, um nicht zu sagen links-ideologischen Sichtweisen ins Volk zu pressen.

        Solche Redakteuere kommen ihrem gesellschaftlichen Auftrag nicht nach. Weil sich dieses mittlerweile gesellschaftszersetzende Vorgehen verstetigt hat, ist die Existenzbereichtigung, die Legitimations-Grundlage der ÖR- Medien inzwischen entfallen.

        Nur werden die Politiker sich dieser Erkenntnis schwerlich beugen, schon garnicht entsprechend handeln, weil sie sich das medial garnicht leisten könnten, und weil die Darstellung der Politik dieses Staates auf die mediale Intervention, die öffentliche Indoktrination des ÖR Medienbetriebes inzwischen angewiesen ist.

  3. Öffentliche Frage an alle „Freien“ von Köln:
    ——————————————————————–

    Wurden Eure ersten telefonischen Hinweise auf die Kölner Übergriffe, Eure ersten Berichtsangebote, und Bildmaterial zwischen dem 1. und 3. Januar von großen TV-Sendern und Verlagen ignoriert – und faktisch abgelehnt?

    Wie waren Eure Erfahrungen mit WDR, ZDF und anderen Medien, als Ihr angefragt habt? Und b wann hat sich das geändert?
    Bitte antworten, Stichwort genügt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es „Freie“ nicht wenigstens versucht haben, ihre Story über die Sex-Übergriffe zu verkaufen. Freie sind doch stets ausgeschlafener als öffentlich-rechtlich Einkaufs-Redakteure.

    Alle Freien (Firmen und Einzelkämpfer) wissen natürlich, welches Thema mit welcher Machart ihnen abgekauft wird. Die bestellenden Redaktionen sagen stets sehr klar, wie sie sich das Thema & Tenor tendenziell vorstellen „könnten“, damit alles ungefähr in die richtige „Richtung“ passt. Die freien Firmen (und ihre Sub-Mitarbeiter) sind faktisch „freiwillig“ gezwungen, möglichst zuverlässig nach Absprache zu arbeiten. Da tobt der Wettbewerb. Sonst sind sie weg vom Fenster.

    Öffentliche Frage an die Freien Kollegen in Köln:

    Wurden Eure Hinweise, Eure ersten Bild- und News-Angebote zu den Kölner Übergriffen von WDR, ZDF bzw. von Verlagshäusern zwischen dem 1. – 3. Januar ignoriert und abgelehnt? Bitte antworten. Anonym genügt.

  4. …und dann, lieber GB, den Privaten gleich komplett das Feld überlassen? Den vollkommen unabhängigen RTLs, SAT1s, Pro7s und Kabel1s, die überhaupt keine Verflechtungen mit Wirtschaft und Politik haben? Dort, wo man für Geld Sendezeit in den Magazinen kaufen kann? Dort, wo Dschungel, große Brüder und viele, viele andere Verdummungssendungen die Zuschauer dummhalten? Na dann, gute Nacht, liebe Republik.

    1. Held der Arbeit

      in einem freien Land sollte jeder seine Handlungsfreiheit ausleben dürfen.
      Der ÖR sollten privatisiert werden.Dann können die Menschen selbst entscheiden,ob diese die ÖR sehen wollen,oder nicht.
      Die ÖR können ja aus ihren Sender ein Bezahlfernseher machen,wie z.B.SKY.
      Wer die ÖR sehen will ,zahlt sicherlich gerne weiterhin!!

      Wer diese nicht sehen will,wird nicht mehr gezwungen,zu zahlen!
      Und man sollte nicht alle Sendungen der Privaten verdummen..Da gibt auch eine Menge bei den ÖR,ganz zu schweigen von den Massen an Wiederholungen.
      Und die Talkshows in den ÖR verdummen auch..Immer die gleichen Gäste,Experten,usw..damit die Sendungen ja in die gewünschte Richtung gelenkt werden.
      Das sind Sendungen ,die verdummen. wollen und dies mit voller Absicht mit Regie von oben!
      Dann lassen sich die Leute lieber vom Dschungelcamp verdummen.
      Da gibt es nicht diese Lügen,wie bei den ÖR und wie es die Einschaltquoten beweisen,sehen es wohl viele Menschen so.
      Verdummung,wo man noch lachen kann ist besser als eine Verdummung,die nur schwer erträglich ist!!

  5. Abgesehen davon, dass ich es überhaupt nicht dramatisch finde, dass über einen offenen Brief vorher kontrovers diskutiert wird (man muss ihn ja nicht unterschreiben), so ist es doch äußerst dramatisch. wenn ein freier „Kollege“, aus internen Diskussionen aus einer internen Mailngliste zitiert, auf der er selbst drauf ist um mitzudiskutieren (er hat aber nur mitgelesen in dem Fall).
    Der Autor des Artikels, Marvin Oppong, nennt sich gerne investigativ, gibt sogar Seminare, für die er in der betreffenden Mailingliste auch schon mal geworben hat, hat aber mit seinem eklatanten Vertrauensbruch sich so verhalten, wie es ein solcher „investigativer Journalist“ definitiv nie tun sollte.
    Ich bin als Administrator der betreffenden internen Mailingliste empört über sein Verhalten. Ich rate als jedem davon ab, ihm Informationen zu geben oder ein irgendwie geartetes Vertrauensverhältnis mit ihm einzugehen.
    Äußerungen auf einer internen Mailingliste müssen weiterhin ungeschützt gemacht werden können, ohne dass sie auf einer Goldwaage abgewogen werden müssen.
    Ulli Schauen

  6. Wie wenig geistige Freiheit beim WDR herrscht, wurde spätestens klar, als der WDR, namentlich Tom Buhrow, anfing, an zentraler Stelle das Zuschauer-Bashing des deutschen Mainstreams gegen die Medienkritik in Eigenregie zu nehmen. Vom Frühjahr 2014 an wurde vielen Zuschauern angesichts der überborstenden Kriegstreiberei gegen Russland reichlich klamm. Menschen, die es karrieretechnisch nicht in den Einflussbereich der politischen Falkenideologie des Angriffskriegsverbunds Nato haben, sind sich nämlich bewusst, dass jeder Krieg ein für die Betroffenen fürchterliches Massenverbrechen ist. Von daher waren sie nicht vor Entzücken über einen nato-affinen Staatsstreich der Fähigkeit rationaler Reflexion beraubt und begleiteten auch die journalistische Eskalation mit reichlichem Befremden: Mehr als einmal haben deshalb die einseitigen und russophoben ‚Berichte‘ einer Golineh Atai, die selbst vor Milizen mit dem SS-Zeichen der Wolfsangel in Eruptionen der Verzückung über die „Revolution der Würde“ ausbrach, Wäschekörbe voller Protestnoten ausgelöst.

    In Sendungen über die Zuhörer, die wüst beschmipft wurden, weil sie von der ARD die Einhaltung des Rundfunkgesetzes verlangten und in einer Rede zur Ehrung der unsäglichen Madame Atai trat Buhrow als Laudator in einer Weise unangenehm in Erscheinung, die an seiner Neutralitätsbereitschaft zweifeln lassen.

    Verantwortlich ist er auch für die missglückte Tagesschausendung, in der der ukrainische Premier den sowjetischen Einmarsch 1945 revisionistisch als „russische Invasion“ bezeichnen konnte.

    Dass der ehemals linke WDR unter Buhrow autoritär-reaktionär umgewandelt wurde, ein Tendenzsender schlimmster Sorte, der politische Prinzipien nach Gusto beugt, indem er alles, was die USA und die Nato betrifft, gegenüber jedem Völkerrechtsbruch zwei blinde Augen hat, jede Erpressung anderer Länder durch US-Granden verschweigt, aber anderen Ländern gegenüber im permanenten Verstoß gegen Art. 26 GG kriegstreiberisch auftritt, ist unverkennbar.

    Auch die neoliberale Ausrichtung und das Schweigen zu den Einschränkungen von Grundrechten in Europa durch Totalausspähung und Rechtsbrüche, sprechen Bände.

    In der unheimlichen & undemokratischen Verwandlung unserer in Abwicklung begriffenen, ehemals mal rechtsstaatlichen Republik spielt Tom Buhrows Abteilung eines Apparats, den man nur noch als Propagandaapparat bezeichnen kann, eine maßgebliche Rolle.

  7. Oh, ihr Heuchler! Natürlich gibt/gab es beim WDR noch nie etwas anderes als eine Art „Kampfeinheit“ mit der langjährig allein regierenden SPD; inzwischen gibt es auch grüne Agenten im Journalisten-Gewand. Das läuft nicht über Anweisungen, schon gar nicht schriftlich, denn es ist viel wirksamer, die jeweils „richtigen“ Personen (Redaktionsleiter, Redakteure, Autoren, Kommentatoren, etc.) auf die „richtige“ Stelle zu setzen. Solche Personalpolitik macht aus dem Sender in ein paar Jahren die ausgegliederte Propagandaabteilung der Partei mit lauter verläßlichen Genossen, ohne dass es je einer Anweisung bedarf – die Aussicht auf Karriere, die über die „Gremlins“ natürlich auch von der allgegenwärtigen Partei bestimmt wird, genügt völlig.

    Deshalb sind Beteuerungen von Leuten, die jetzt auf sich als „verlässliche“, weil ohne Befehl von sich aus Regimetreue aufmerksam machen, verlogener Unfug. Sie bestreiten etwas, was niemand behauptet, auch Frau Zimmermann nicht, der ihre Plauderei nicht bekommen wird.

    Ich habe als Moderator von Sendungen wie „Hier und Heute“ (Regional-TV, damals noch im 1. Programm) oder „WDR-2-Morgenmagazin“ massive Einflussnahme der SPD und viele Redakteure erlebt, die als Parteimitglieder auch ohne Anweisung von „oben“ ganz selbstverständlich Parteiinteressen statt Journalismus praktizierten. So berichtete am 25. April 1994 das Magazin „Focus“ über mich:

    „Beim WDR bekam ein mißliebiger Moderator Interviewverbot – auf Druck einer SPD-Politikerin

    Am Abend des 7. April bekam Hans Werner Conen, seit 25 Jahren einer der Moderatoren des „Morgenmagazins“ im 2. Radioprogramm des Westdeutschen Rundfunks, seltsame Order von oben. Nach der üblichen Redaktionsbesprechung stellte Klaus Tucholski, Chef vom Dienst des Programmbereichs Politik, den freien Mitarbeiter Conen vor die Wahl: Er solle versprechen, bei einem für den nächsten Morgen vorgesehenen Telefon-interview den Mund zu halten und die Fragen seiner Kollegin Cornelia Wumkes zu überlassen. Falls nicht, werde er von der Dienstliste gestrichen.

    Conen weigerte sich – am nächsten Morgen moderierte ein anderer.“

    Auf einer anschließenden Redakteurs-Versammlung drohte mir der damalige Hörfunkchef Pleitgen massiv – ein Jahr später war er Intendant. Es lohnt sich also.

    Als „Hier und Heute“-Moderator (ist etwas her) erhielt ich nach einer Sendung handgeschriebene Post vom damaligen SPD-Ministerpräsidenten Johannes Rau. Er schrieb höflich, aber klar: Wer nicht auf Linie sei, sei fehl am Platze im WDR. So kam es.

    Es mag sein, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk nach Goebbels‘ Großdeutschem Rundfunk und gegen die Agitprop-Medien der „DDR“ gut gemeint war. Er ist aber nie gewesen, was er sein sollte, und heute ein ärgerliches, teures Fossil, dass sogenannte „Volks“-Parteien als ihre ausgelagerten Propaganda-Abteilungen künstlich mit aller Macht am Leben halten und wo willige Vollstrecker mit Parteibuch „Nanny-Journalismus“ machen.

    Es schmerzt mich, aber es muss sein: Weg damit, so schnell wie möglich. Ich ertrage die Verlogenheit nicht mehr.

    1. Danke Herr Conen für die offenen Worte.Das Kartenhaus der Lügen vom WDR bricht so langsam in sich zusammen.
      WEG mit den Zwangsgebühren.Danach können diese Fernsehanstalten machen,was diese wollen,aber der Zwang muss weg,dass wir dafür bezahlen müssen und gerade auch die auch Menschen,die kein Fernsehen besitzen.
      Dann sagt man,Sie haben ja einen Internetanschluss.Aber dafür bezahlt man ja schon und kaum einer verschwendet seine Zeit damit,im PC die ÖR anzuschauen-.
      Ist das gleiche,als wenn ich Kindergeld beantrage,obwohl ich keine Kinder habe mit dem Argument..Aber das Gerät zum Kinderkriegen ist vorhanden!

  8. Boah, geht’s noch? Mich empört vor allem extrem, dass Marvin Oppong INTERNE Diskussionen nach außen trägt. Das ist ungeheuerlich. Nie hätte ich gedacht, dass ein Journalist dermaßen unkollegial handelt und Interna einer geschlossenen Mailingliste nutzt, um sich mit einem Artikel zu profilieren. Profiliert hat er sich allerdings höchstens als jemand, dem man auf keinen Fall vertrauen darf, dem man bloß keine Informationen anvertrauen sollte. Pfui Deibel – wirklich!

    1. Frau Diebels ich verstehe sie nicht.

      Erst heißt es hier (von mehreren) man solle doch dann Beispiele für Einflussnahme und Zensur bringen und macht das dann jemand (wie hier, Herr Conen) – mit vollem Namen und steht also dazu – dann kommen solche Beschimpfungen wie von Ihnen.

      Im Übrigens sind beiden Beispiele ca. 20 bis 25 Jahre alt, von 1990 und 1994, also bitte, mit Interna ist da – nach einem Vierteljahrhundert – wohl kaum noch wirklich was gebacken.

      Holger,
      kein Journalist, kein Freier und auch kein sonstwas Böser, sondern nur ein (eher zufälliger) Leser.

      1. Hallo Holger,

        mein Kommentar bezieht sich nicht auf Herrn Conen, sondern auf den von Herrn Marvin Oppong hier geschriebenen Ausgangsartikel. Er hat seine Informationen aus einer internen, geschlossenen Mailingliste von WDR-Freien. Ich wiederhole: Intern. Geschlossen. Er war selber Mitglied dieser Liste, hat offensichtlich mitgelesen, jedoch nicht mitdiskutiert.

        Nun veröffentlicht er in diesem Artikel Inhalte, die diese freien WDR-Mitarbeiter in den letzten Tagen diskutiert haben. Diese jedoch nahmen an, sie befänden sich in einem GESCHÜTZTEN Raum. Auch wenn Herr Oppong keine Namen genannt hat, so hätte er vor Veröffentlichung dieser Inhalte die Diskutanten fragen und um ihre Erlaubnis bitten müssen.

        Ich weiß nicht, ob Sie in geschlossenen Foren diskutieren, aber ich nehme schon an, dass Sie nachvollziehen können, wie man sich fühlt, wenn solche Diskussionen ungefragt benutzt und nach außen getragen werden. Das ist ein Vertrauensbruch und es ist unkollegial. Ich finde das lässt sich durchaus mit dem Briefgeheimnis vergleichen. Sie würden doch sicherlich auch nicht private oder berufliche Emails im Internet veröffentlicht wiederfinden wollen – oder?

    2. Aber, aber – Frau Diebels!

      „Profiliert“ hat sich nicht Matin Oppong, profiliert haben sich jene versteckten Medien-Kollegen, die eine sauwichtige Diskussion über die eigene Zwiespältigkeit heimlich im digitalen Hinterzimmer verstecken wollen. Selbst der resiliente H.W.Conen erträgt so viel Opportunismus und Feigheit nicht mehr.

      Ausgerechnet jene Berufsgruppe, deren Berufung investigative Transparenz ist, und die alle soo gern interne „Geheimnisse aufdecken – die versteckt sich hinter der digitalen Nuckeldecke.

      Auf diese Diskussion hat Eure Konsumenten-Öffentlichkeit ein Recht! Ist Martin Oppong der letzte „Enthüller“? Geht’s noch?

    3. Ja Dagmar D., unter der Decke gefällt es Euch natürlich viel besser-
      da haltet Ihr dann alles drunter. so ein Ärger, wenn da einer petzt.
      und siehe da- Vorurteile werden wahr !

      Da reicht „Pfui Deibel“ nicht mehr als Kommentar … Und noch was zum „boah“ : Fehlt hier nicht noch ein „ey“ – zum hochkarätigen Journalismus ?

    4. geschützter Raum??Wer schützt uns denn vor den Lügen der Staatssender,die in geschützten Räumen die Lügen vorbereiten,die wir dann ertragen sollen?
      Wenn ich nicht dafür zahlen müsste,wäre es mir egal,aber diese Lügen und dieser Zwang widern nur noch an.
      Und dann scheißt man auch noch Leute an,die es wagen ,Eure Machenschaften den Zwangszahlern zugänglich zu machen.
      Herrn Oppong sollte man dafür auszeichnen!!

  9. Die fleischgewordene Mediennutte hat einen Namen: Marvin Oppong.
    Er war selbst in der INTERNEN Mailingliste und zitiert jetzt fleißig daraus.
    Schäm dich!

    1. Wer sich „Die Bestraferin“ nennt, hat entweder einen göttlichen Schatten – oder er ist ein Troll, der die Fraktion der Empörten diskreditieren will. Der gekeifte Text spricht für Ersteres.

    2. Sehr geehrte „“Bestraferin,““

      sind nicht die wahren Nutten jene Maulhuren,die Parteien und gewissen Funktionären in den A….kriechen und dann behaupten:Wir berichten doch immer unabhängig.
      Was anderes würde der WDR auch nie zulassen,wie Sie und andere behaupten!!
      Sie prangern nun Herrn Oppong an,der wahrscheinlich Eure Lügen und Scheinheiligkeit nicht mehr ertragen konnte.
      Dann nennen Sie sich noch die Bestraferin,weil Sie selbst zu feige sind,ihren Klarnamen zu benennen.
      So Leute wie Sie hätten auch beim „Schwarzen Kanal“ Karriere gemacht.
      Als Kunde ,der Euren Mist mitbezahlen muss sage ich nur:Schämen Sie sich!

  10. Was für ein Vokabular. Verstehe ich auch gar nicht – ich dachte immer, die Kollegen vom WDR sind in tiefer Verehrung für whistle blowers und unbedingte Befürworter von Transparenz. Insofern hat der Kollege Oppong doch völlig richtig gehandelt. Und jetzt ist es wieder falsch. Tja, eben alles eine Frage des Standpunktes. Und die Blowerei ist natürlich nur gut, wenn es gegen die Anderen geht.

    Ansonsten – bin ich eigentlich der Einzige, dem das alles wie ein Stück aus dem Tollhaus vorkommt – und als ein Jahrmarkt der journalistischen Eitelkeit? Wenn die hier gezeigte Diskussion die versammelte Kompetenz des öffentlich-rechtliche Journalismus repräsentiert, dann wahrlich gute Nacht, Marie. Insofern wundert es nicht, dass WDR, NDR et all. in ihrem öffentlichen Tun eigentlich nur noch zwischen Fehlentscheidungen und den Entschuldigungen zu Fehlentscheidungen oszillieren. Und sowas bezahlen wir mit unserem Geld.

  11. 2/3 linksgrün nachgewiesenes 68er „Journalisten“klientel und der Rest Arschkriecher. Nichts anders ist das. Einfacher Verarschungsmüll, diesen Schwachsinn kann man sich ersparen. Dazu kommt, alles von CDU ist jetzt sogar linker als die SPD. Mahlzeit. Bei 2/3 spielts auch keine Rolle, wen man wo als Zeitung allgemein der Lügenpresse bezeichnet. es trifft IMMER zu.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s-p-o-n-der-schwarze-kanal-warum-sind-so-viele-journalisten-links-a-895095.html

    Das ich mal Speichel auswähle – sagenhaft schon alleine………………….

  12. @“Bestraferin“:

    Wenn das alles wirklich genau so ist, wie Herr Herr Conen es um 18.52 Uhr gepostet hat, dann bleibt – jedenfalls in bezug auf die ÖR – in letzter Konsequenz eigentlich nur noch eine Frage:

    Ist das noch freier und unabhängiger Journalismus, was uns da aufgetischt wird oder kann das weg?

    Holger.

    1. Holger..was Herr Cohnen gesagt hat,ist wahr.Darüber hatte der Focus 1994 berichtet mit der Schlagzeile:
      Wie bewährte SPD-Parteigänger beim größten Sender der ARD die Fänden ziehen.
      Ich stelle unten den Link rein,möchte aber erwähnen:
      Wenn jetzt jemand kommt,dass alles schon 20 Jahre her ist,muss man klar sagen,dass es heutzutage ja noch viel schlimmer geworden ist.
      Im Jahre 1994 gab es schon diesen Filz,der aber heutzutage noch viel,viel schlimmer ist.
      In dem Focus-Artikel wird auch beschrieben,wie Politiker und Funktionäre des WDR seinerzeit mit dem Querdenker „Conen“ umgegangen ist.
      siehe Link zum nachlesen:

      focus.de/kultur/medien/westdeutscher-rundfunk-wir-dackeln-fuer-rau_aid_147314.html

  13. Ist wahrscheinlich nicht „die feine englische Art“ und ganz sicher nicht die sender-gewünschte – und sicherlich räume auch ich ein, dass Dinge, die in einem geschlossenen Forum diskutiert werden, im Normalfall auch intern bleiben sollten. Aber bitteschön: Dass es so einen Versuch von gewissen freien Mitarbeitern gegeben hat, diesen Persilschein-Brief für den Sender zu schreiben, das gehört an die Öffentlichkeit. Und wie hätte das geschehen sollen, wenn es nicht einer aus der Mailing-Liste getan hätte? Ich will Marvin Oppong jetzt nicht zum großen Whistleblower erheben – zumal seine Motivation, dies zu tun, im Hintergrund bleibt (Da gibt es ja mindestens zwei Möglichkeiten.) . Aber ich halte es für vollkommen ok, ja sogar notwendig, dass so eine Sache öffentlich gemacht wird. Und wenn ich den Beitrag oben richtig gelesen habe, dann nennt der Autor ja auch keine Namen. Also Ball flach halten Ulli Schauen, Dagmar Diebels und andere. Geht im Übrigen mal davon aus, dass irgendwer von den Verantwortlichen im Sender längst Zugang zur Mailings-Liste hat und mitliest.

  14. Ich kenne Herrn Oppong nur dem Namen nach, neige aber der kühnen Annahme zu, dass er Journalist sein könnte – seine Kritiker eher nicht. Wahrscheinlich folgt er sogar der in der Sowjet-Republik Nordrhein-Westfalen („Rostgürtel NRW“) vermutlich als Hochverrat strafbaren Idee, Journalisten seien – nur! – der Wahrheit verpflichtet und nicht dem Interesse von Kungel-Runden mit Parteibuch, die sich als Journalisten ausgeben und richtig böse werden, wenn ein Whistleblower ihre Intrigen ausplaudert.

    Niemand wirft Herrn Oppong die Unwahrheit vor; also ist offenbar die Wahrheit das Problem. Was man hier von Herrn Schauen (Verdi-Agitator) und Frau Diebels (Selbstbeschreibung: „Ich merke sofort, wenn es nicht stimmt.“) geboten bekommt, ist schonungslose Selbstentlarvung. Ich habe noch Zeiten erlebt, da war „links“ und „intelligent“ kein Widerspruch …

  15. Ich war mehr als dreieinhalb Jahrzehnte WDR-Redakteur, viele Jahre davon in der Funktion eines politischen Korrespondenten. Ich habe nicht ein einziges Mal erlebt, dass mir irgendjemand vorschreiben wollte, für oder gegen eine politische Partei oder Richtung zu berichten. Weder beim WDR noch bei einem der Sender, für die ich zuvor gearbeitet habe (BR und der damalige SDR, der inzwischen im SWR aufgegangen ist), bin ich jemals nach einer eventuellen Parteizugehörigkeit gefragt worden. Auch habe ich als langjähriger Moderator des WDR 2-Morgenmagazins jemals so etwas erlebt, wie es der Kollege Conen hier behauptet – diese Vorgänge müssen sich in den 70-er oder 80-er Jahren abgespielt haben, die meisten der Beteiligten sind seit vielen Jahren tot. Der genannte Chef vom Dienst, Klaus Tucholski, hatte mit dem Alltagsgeschäft der WDR 2-Magazine nichts zu tun und dort, soweit ich weiß, auch keinerlei Weisungsbefugnis. Dass es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder mal Einzelpersonen gegeben haben könnte, die sich in irgendeiner Weise opportunistisch verhalten haben, mag ich nicht ausschließen. Solche Leute gibt es überall. Aber gerade im WDR habe ich es immer wieder erlebt, dass sich Kolleginnen und Kollegen gegen jeden Versuch der Einflussnahme von außen massiv zur Wehr gesetzt haben. Ich kenne auch keinen Intendanten oder Programmdirektor, der sich von Politikern unter Druck hat setzen lassen.
    Was Frau Zimmermann zu ihrem merkwürdigen Geschwätz über irgendwelche Kommissionen veranlasst hat, kann wohl niemand in ihrem Umfeld verstehen. Dass sich eine erfahrene Reporterin einem angeblichen Druck in einer Livesituation nicht gewachsen sah, finde ich zumindest sehr verwunderlich. Vielleicht sollte sie mal über einen beruflichen Wechsel nachdenken, denn Livesituationen wird sie sonst immer wieder ausgesetzt sein.

    1. Mir kommen vor Rührung die Tränen. Da war der liebe Rüdiger Becker offenbar immer auf Linie, so dass es bei ihm nicht nötig war „einzugreifen“. Ich empfehle einen Blick auf den Eintrag von „Robert“ hier eins tiefer.

      1. EINZELFÄLLE soll es ja geben.
        Wenn man googelt,findet man Focus-Berichte aus den 90er Jahren,die diesen Filz und politische Einflussnahme beim WDR mehr als deutlich beschreiben und auch über den Fall „Cohnen“
        Herr Rüdiger Filz scheint einer der gelenkten Journalisten,oder ehemaligen Journalisten zu sein ,die heutzutage vor lauten Linientreue wohl an Alzheimer erkrankt sind!!
        Gute Besserung!

      2. Wer mich kennt, wird wahrscheinlich lauthals lachen über die Einschätzung, ich sei immer „auf Linie“ gewesen. Aber die Methode, andere zu diffamieren, wenn man selbst keine Argumente hat, ist ja nichts Neues.

    2. Es kommt halt IMMER auf die politische Einstellung an. Auch bei einer Reschke-TV weiß man, was die Einstellung ist. Dementsprechend glaube ich Ihnen sogar, dass einiges nicht bewusst passiert, sondern schlicht darauf basiert.
      Siehe 2/3 rotgrüne Journalistenmeute der Alt68 Lehrer………………Genau DAS kommt dabei rum. Da muß man nicht mal im Vorfeld nachdrücklich nachhelfen.

    3. zu Frau Zimmermann…Frau Zimmermann sah sich dem Druck des WDR nicht mehr gewachsen und erzählte dann,Sie hätte Unsinn verzapft.
      In den Niederlanden hat Frau Zimmermann wohl die Wahrheit gesagt und wurde vom WDR unter Druck gesetzt,dass sich diese gute Frau dazu bewogen fühlte,das zu erzählen,was man vor ihr verlangte.
      Viele Menschen hätte auch so reagiert,wenn der Verlust der Existenz droht!
      Frau Zimmermann,die in den Niederlanden die Wahrheit sagte,hatte wohl nicht damit gerechnet,dass man davon auch in Deutschland erfährt,wo offene Worte nicht gerne gehört werden und man mit Konsequenzen rechnen muss.Dies ist ja in unserem Nachbarland nicht der Fall und war es auch noch nie.
      In Deutschland scheint sich das Unterdrücken von Meinungen,Wahrheiten,ect, immer zu wiederholen.Man denke an die 30er/40er Jahre und die Zeit in der DDR.
      Ich hoffe nur für Frau Zimmermann,dass man diese Frau nicht total fertig macht!

    4. Ergänzung: Klaus Tucholski war jemand, der seine Finger überall drin hatte. Da war es nicht wichtig, ob er mit dem „Alltagsgeschäft der WDR 2-Magazine“ etwas zu tun oder „Weisungsbefugnis“ hatte. Er hatte direkten Zugang und brauchte nur zu den entsprechenden Leuten zu gehen (auf allen Ebenen inklusive Intendant), die auf ihn gehört und dann auf dessen Informationen hin, ihre „Weisungsbefugnis“ „ausgeübt“ haben.

      1. Man kann ja vieles behaupten, wenn man sich feige hinter einem Pseudonym versteckt…

  16. Es gibt freie Mitarbeiter, deren Berichte werden in den Öffentlich-Rechtlichen nicht mehr genommen, weil sie nicht in die gewünschte Linie der Redaktion passen. Diese Autoren haben sich entschieden, bevor sie ihre Berichte anpassen, lieber ein Buch darüber zu schreiben. Diese Bücher sind viel interessanter als der Einheitsbrei der ganzen Nachrichten. Ich wünsche diesen Leuten, dass sie viele ihrer Bücher verkaufen.

    1. Kann den ersten Satz von Robert nur bestätigen. Gibt aber auch welche, die haben sich angepasst und dann gibt es solche, oft nicht einmal Journalisten sondern mit Parteibuch irgendwie zum Sender gekommen, die brauchen sich nicht anzupassen. Die sind eh schon auf Linie und für die ist es das Selbstverständlichste, dass die Beiträge auf „Parteilinie“ sind.

  17. Hallo Frau Diebels,

    vielen Dank für ihre Antwort und sorry, das ich dachte, ihr Beitrag bezog sich auf das Posting von Herrn Conen.

    Grundsätzlich haben sie recht, mit dem was sie schreiben: Ein internes Forum ist nunmal nicht dafür da, Postings von dort an die Öffentlichkeit zu bringen.

    Allerdings:

    Die CIA argumentiert im Prinzip genauso, nämlich in bezug auf Edwards Snowden. 🙂

    Meine Meinung dazu: Keine Regel ohne Ausnahme.

    Wenn der langfristige Nutzen den Schaden überwiegt, dann sollte man nach seiner Überzeugung handeln.

    Alle Veränderungen, alle wirklich grundlegenden jedenfalls, erfolgten doch fast immer nur unter dem Druck der Öffentlichkeit.

    Wie soll die hergestellt werden, wenn alle Beweise Interna und damit für die Veröffentlichung verboten sind?

    Wie soll sich jemals etwas ändern, wenn nicht auf Druck von außen?

    Was wüßten wir heute über Köln, wenn allen Polizisten geschwiegen hätten! – Herr Albers wäre immer noch im Amt und könnte schon mal seine nächste Pressemitteilung für den Karneval vorbereiten.

    Wie gesagt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Gruß, Holger.

  18. Es ist schon pervers, wenn das Mitglied einer internen Gemeinschaft von WDR-JournalistInnen Infos aus dieser internen Diskussion veröffentlicht. Herr Oppong, der sich als Skandaljournalist sieht, hat selbst einen Skandal verursacht. Auf Kosten seiner Kollegen. Hätte er doch sein Jurastudium abgeschlossen, dann hätte er jetzt eine Alternative. Als Journalist wird ihn keiner mehr akzeptieren.

    1. Da hat aber jemand was persönlich gegen den Autor … Solche Emotionen sollte man bei diesen Diskussionen immer zurückhalten. Ich bleibe dabei: Es war gut und notwendig, dass die Sache mit dem brief öffentlich gemacht wurde. Näheres siehe mein kommentar von gestern 20.44 Uhr.

      1. Persönlich? Gegen einen Autoren, den ich persönlich nicht kenne? Nein. Ich mag nur dieses miese Verhalten nicht. Sich auf Kosten der KollegInnen aus vertraulichen Gesprächen eine goldene Nase zu verdienen. Nicht mehr, aber auch erst recht nicht weniger.

  19. Es bedarf in vielen Fällen gar keiner Zensur bei den ÖR, weil „die richtige“ Meinung schon viele Mitarbeiter verinnertlich haben. Die Schere sitzt in den Köpfen. Wer nicht ins Bild passt bekommt keine Aufträge. Eva Herrmann war das beste Beispiel.

  20. Es ist definitiv so! Einige der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten funktionieren wie `ne Sekte und nicht wenige in den Führungsetagen haben ein Parteibuch. Wir sehen alle immer oft das große Ganze, aber es ist grundsätzlich subtiler.

    Meist sind es die wenigen Einzelnen an der Spitze, die die Richtung vorgeben. Und die sind meist so „mächtig“, dass sich von den normalen Mitarbeitern kaum einer mit ihnen anlegen will. Aber jenen geht es selten um Politik oder ein tolles, kritisch- journalistisches Gesamtbild sondern ausschließlich nur um sie selbst und ihren eigenen Vorteil. Ich vermute mal, dass es neben Politik, Kultur und einigen hohen Wirtschafts-/Finanzfunktionen kaum eine Branche geben dürfte, in der die Anzahl von intelligenten, aber meist völlig empathielos-egoistischen Narzissten in Führungspositionen so überrepräsentiert ist. Falls der „normale“ Medienbetrieb durch diese Leute tatsächlich mal profitieren sollte, hat er allenfalls Glück gehabt.

    Und natürlich gibt es sehr kurze Wege zwischen dieser Personengruppe und der Politik. Oft sind das langjährige Bedarfsfreundschaften, die beiden Seiten maximal nutzen. Ich war lange genug dabei! Klar, dass Frau Zimmermann jetzt unter mega Druck steht!

  21. Anzumerken ist noch, dass die SPD direkt an zahlreichen Zeitungsverlagen beteiligt ist. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Die Parteien halten dieses Land in ihren Klauen und sind peinlich darauf bedacht, dass ihnen keine Konkurrenz erwächst. Um dieses zu verhindern wird mit den ihnen untersteheden Medien ein mediales Dauerfeuer gegen jene entfacht, die sich erlaube Kritik zu äußern. Die Medien werden als Pranger benutzt, um Andersdenkende mundtot zu machen. Es wir Zeit, dass die Macht der Politfunktionäre wieder auf ein rechtes Maß gestutzt wird und die Höflinge aus den Sendeanstalten und Redaktionsstuben entfernt werden. Der Mief der Dekadenz und Verlogenheit muss weg, unser Land sehnt sich nach der frischen Luft der Freiheit.

  22. „MEEDIA dokumentiert diese, weil sie das gesamte Bild der medialen Debatte um politische Einflussnahme bei Öffentlich-Rechtlichen nachzeichnet.“
    Dass es eine interne Liste mit hochqualitativen Beiträgen gibt, gibt niemand das Recht, daraus öffentlich Profit zu schlagen.
    Das ist unter jeder Kanone.
    Wie kann ein Journalist so etwas tun?

    1. Es ist sogar seine Pflicht, wenn er seinen Beruf ernst ninmt. Natürlich dann aber anonymisiert.

      1. WDR-Freier

        wie kann ein Journalist so etwas tun?Als Kunde des WDR und der ÖR bin ich jedem Journalisten dankbar,der so mutig ist und uns Kunden auch informiert,ob wir für die Finanzierung der ÖR auch wirklichen unzensierten Journalismus geliefert bekommen.
        Leider ist dies ja nicht der Fall.In der freien Wirtschaft kann man Mangelware reklamieren und den Kaufpreis reduzieren,oder die Ware komplett zurückgeben mit Anspruch auf Rückvergütung.
        Diese Handlungsfreiheit ist uns bei den ÖR nicht gegeben.
        Ein Journalist,der verschweigt,anstatt veröffentlicht ist kein guter Journalist.
        Wie kann ein Journalist so etwas tun,fragen Sie..?
        War die Frage ernst gemeint,oder nur der Hilferuf eines Ertappten?
        Keiner hat bisher Marvin Oppong unterstellt,dass er die Unwahrheit geschrieben hat.
        Ist die Wahrheit für gewisse Journalisten denn wirklich so unerträglich,wenn er diese auch noch veröffentlicht??

  23. Die ÖR sollten nicht privatisiert werden, sondern endlich unter demokratische Kontrolle statt Parteikontrolle gestellt werden. Also von Bürgern gewählte und besetzte Gremien. Was will ich dort mit Kirchen und Gewerkschaften, das sind nur die Anhängsel von CDU und SPD. Mein Milieu vertritt dort niemand. Bei RTL allerdings auch keiner.

    1. für das RTL muss man auch keine Zwangsgebühren zahlen.Die leben halt von den Einschaltquoten und ihrer Werbung.Natürlich stehen diese auch im Wettbewerb,was bei den ÖR nicht der Fall ist.
      Der Vorschlag ist sehr gut,dass Ausschüsse bei den ÖR und der Aufsichtsrat mit Bürgern besetzt werden,die kein Parteibuch besitzen und neutral agieren können.Nur so könnte der Sumpf bei den ÖR trockengelegt werden.Das Volk muss reagieren und Druck ausüben.Nur so sind Veränderung möglich und längst auch überfällig!

  24. Zitat aus Artikel: „Die ARD müsste es nicht mitmachen, aber sie tut es. Sagen wir also: Selbst-Zensur.“ Es gebe keine Zensur, wie in der DDR. In der BRD läuft das anders.“

    Hinweis: In der DDR gab es keine offizielle Zersurbehörde und damit keine Zersur.
    ABER: Es funktionierte wie heute auch durch Anpassung, Karrierebehinderung, leichter Druck, keine Druckpapier, aktive „Lektorentätigkeit“ solange bis im Kopf bei dem meisten Journalisten ein vorauseilender Gehorsam „eingestellt“ war.
    So einfach fuktioniert das auch heute.
    Da brauch man keine „Anweisungen“ zu geben.

  25. Hallo es ist doch wohl mehr als verwunderlich, wenn in westlichen Medien, jeder einzelnes westlich Opfer, von Terroristischen Gruppen, im Westen fast täglich wiederholt werden. Aber im Gegenzug wird über den westlichen Terror im Ausland, wird das im Westen, vom Mainstream so nicht genannt, und wenn dann zynisch als sog. Kollateralschäden bezeichnet? Auch wurde und wird im Westen nicht täglich darüber berichtet, wieviel Zivile Opfer es durch westlichen Bombardierungen und Drohnen Einsätze gegeben hat? Das der Westen mit gerade einmal 10% der Weltbevölkerung den Rest der Welt als seine Kolonien betrachtet und auch so behandelt, sollte täglich im westlichen Mainstream genannt werden. Statt die täglichen Börsenkurse, welche eh nur eine Minderheit von ca. 3% in Deutschland besitzen, sollten auch die wirtschaftlichen Erpressungen des Westens täglich genannt werden. Ein Beispiel mit gravierenden Folgen sind die Agrarsubventionen des Westens

    Die USA und die EU subventionieren ihre Landwirtschaft mit etwa 1 Milliarde Dollar pro Tag. Würden die reichen Länder diese Eingriffe in den „freien Markt“ abbauen, könnten die Entwicklungsländer ihre Agrarexporte um mehr als 20 Prozent und das Einkommen der ländlichen Bevölkerung um etwa 60 Milliarden Dollar pro Jahr erhöhen – ein Betrag, der größer ist als die gesamte Entwicklungshilfe der EU. Hinzu kommen Einfuhrbeschränkungen und andere Hürden, durch die die EU und die USA ihre Märkte gegen Importe aus Entwicklungsländern abschotten. Zugleich wird armen Nationen das Recht genommen, ihre Wirtschaft selbst zu gestalten. Die armen Länder müssen sich der „Marktdisziplin“ unterwerfen und ihre Märkte für transnationale Konzerne öffnen, für die sie dann ein Reservoir billiger Arbeitskräfte und Rohmaterialien werden, die reichen Länder betreiben Protektionismus. So sieht die Realität des „freien Marktes“ aus.

    Das der Neoliberalismus des Westens, mehr Menschen auf der Welt tötet, sollte auch täglich im Westen zum Thema gemacht werden? Dazu schrieb Jean Ziegler: Jean Ziegler, der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, stellt dazu fest: „Der deutsche Faschismus brauchte sechs Kriegsjahre, um 56 Millionen Menschen umzubringen – die neoliberale Wirtschaftsordnung schafft das locker in gut einem Jahr.“

    Das leer fischen der Meere durch westliche Fangflotten, oder das noch immer täglich einhunderttausend Kinder auf der Welt an Hunger und deren Folgen von Hunger sterben? Aber es scheint die westliche tägliche Propagiert immer nur: „Wir wären die Guten“ das genaue Gegenteil ist aber der Fall. Solange der Westen so eine aggressive, imperiale und in teilen koloniale Wirtschaft und Außenpolitik betreibt, braucht sich niemand im Westen über Flüchtlinge und Terroristen beschweren. 60 Millionen Flüchtlinge sind in erster Linie die Ursachen der westlichen Außenpolitik geschuldet. Völkerrechtswidrige Kriege auf Grund von Lügen, die Destabilisierung von Ländern, Waffenexporte an Despoten, Völkerrechtswidrige Drohnen Einsätze, ganz Landstriche ins Chaos stürzen, Landgrapping und vieles mehr wo bleiben hier die sog. westlichen Bürger und protestieren dagegen? Wann hört das endlich auf?

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