Die große IVW-Analyse der Regionalzeitungen: die Auflagen der größten 79 Blätter

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Publishing Die Verkaufszahlen der meisten Regionalzeitungen rauschen weiter nach unten. Insbesondere in den östlichen Bundesländern und Metropolen wie Berlin und Hamburg sieht es dramatisch aus. Gewinner gibt es unter den 70 Top-Titeln abseits von Sondereffekten durch Übernahmen keine. Zufrieden können Zeitungen inzwischen schon sein, wenn sie innerhalb von 12 Monaten weniger als 3% ihrer Käufer verlieren.

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Beginnen wir unsere traditionelle vierteljährliche Reise durch die Verkaufszahlen der deutschen Regionalzeitungen wie immer in Berlin. Dort sehen die Minuszeichen in gewohnter Weise besonders drastisch aus. Mit einem Rückgang von 5,0% darf sich der Berliner Kurier schon glücklich schätzen, für die Berliner Zeitung und die Berliner Morgenpost ging es um jeweils 8% nach unten. Die Nummer 1 heißt inzwischen Tagesspiegel, er führt – inklusive den mitgezählten Potsdamer Neuesten Nachrichten – vor der B.Z. und der Berliner Zeitung.

Auch in den anderen fünf östlichen Bundesländern rauschen die Auflagen nach unten. Besonders getroffen hat es diesmal die Märkische Allgemeine in Brandenburg mit einem Minus von 6,1%, den Nordkurier in Mecklenburg-Vorpommern mit einem von 4,7%, die Zeitungsgruppe Thüringen mit einem von 4,6%, die Leipziger Volkszeitung mit einem von 5,3% und vor allem die Morgenpost für Sachsen, die 8,5% ihrer Vorjahresverkäufe in den beiden wichtigsten Kategorien Abos und Einzelverkauf einbüßte. In unserer Regionalzeitungsanalyse konzentrieren wir uns auf diese beiden IVW-Kategorien, Bordexemplare, sonstige Verkäufe & Co. lassen wir außen vor.

Halbwegs glimpflich davon gekommen sind im Osten die Ostsee-Zeitung mit einem Minus von 3,0% und die Sächsische Zeitung mit einem von 3,2%. In Bremen verlor der Weser-Kurier 4,0%, die Bremerhavener Nordsee-Zeitung schrumpfte um 3,1%. Heftig sieht es wiederum in Hamburg aus: Das Abendblatt büßte 4,5% seiner Verkäufe ein, die Morgenpost schrumpfte mit einem Rückgang von dramatischen 9,2% auf 56.642 Abos und Einzelverkäufe.

IVW 2015/IV: Die größten Regionalzeitungen (Teil 1)
Platz Titel / Belegungseinheit Abos + Einzelverkauf
2015/IV vs. 2014/IV in %
Berlin
1 Der Tagesspiegel* 93.597 -6.409 -6,4
2 B.Z. 92.473 -6.607 -6,7
3 Berliner Zeitung 91.101 -8.012 -8,1
4 Berliner Kurier 70.279 -3.727 -5,0
5 Berliner Morgenpost 65.666 -5.698 -8,0
Brandenburg
1 Märkische Allgemeine Gesamt 112.469 -7.338 -6,1
2 Märkische Oderzeitung Gesamt* 92.490 -4.164 -4,3
3 Lausitzer Rundschau Gesamt 73.946 -3.539 -4,6
Mecklenburg-Vorpommern
1 Ostsee-Zeitung Gesamtausgabe 129.419 -4.047 -3,0
2 Schweriner Volkszeitung Gesamt 75.981 -3.028 -3,8
3 Nordkurier Gesamtausgabe 70.872 -3.485 -4,7
Sachsen-Anhalt
1 Mitteldeutsche Zeitung Gesamt Sachsen-Anhalt Süd MZ-Gesamt + Naumburger Tageblatt 185.579 -7.362 -3,8
2 Volksstimme Gesamt 168.485 -6.700 -3,8
Sachsen
1 Freie Presse Gesamt 235.913 -10.661 -4,3
2 Sächsische Zeitung 010 Gesamt 219.473 -7.166 -3,2
3 Leipziger Volkszeitung Gesamt 172.778 -9.743 -5,3
4 Morgenpost für Sachsen Gesamt 61.753 -5.715 -8,5
Thüringen
1 ZGT Thüringen Gesamtausgabe (TA+TLZ+OTZ) 251.481 -12.102 -4,6
2 Südthüringer Presse Plus Hauptausgabe 65.765 -2.376 -3,5
Bremen
1 Weser-Kurier Gesamtausgabe 136.103 -5.630 -4,0
2 Nordsee-Zeitung Gesamt 50.612 -1.608 -3,1
Hamburg
1 Hamburger Abendblatt/Bergedorfer Zeitung 170.427 -7.945 -4,5
2 Hamburger Morgenpost 56.642 -5.709 -9,2
*: inklusive Potsdamer Neueste Nachrichten
**: plus Oranienburger Generalanzeiger + Ruppiner Anzeiger + Gransee-Zeitung
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

In Niedersachsen gibt es mit der Neuen Osnabrücker Zeitung und der Landeszeitung für die Lüneburger Heide immerhin zwei Titel, deren Minus weniger als 2% beträgt, in Schleswig-Holstein ging es für die sh:z ebenfalls nur um 2,3% nach unten. Zahlen, die im Gesamtmarkt schon beinahe für Freude sorgen. Zur Erinnerung: Vor zwei, drei Jahren gab es noch diverse Titel, die weniger als 1% einbüßten. Deutlich verloren haben hingegen HAZ/NP mit 4,0% und die Kieler Nachrichten mit 4,8%.

In Nordrhein-Westfalen heißt einer der großen Verlierer mrw Mediaregion Ruhrgebiet/Westfalen – dazu zählen vor allem die Ruhr Nachrichten. Um 10,4% ging es nach unten. Die Zeitungsgruppe Münsterland verlor hingegen nur 0,5%. Das dicke Minus von Lensing Wolff (Ruhr Nachrichten) und das nur kleine der Zeitungsgruppe Münsterland hat mit einem kleinen Blatt aus Emsdetten zu tun. Die Emsdettener Volkszeitung wurde Ende 2014 von Lensing Wolff an den Verlag Altmeppen (Münsterländische Volkszeitung) verkauft – und der zählt mit zur Zeitungsgruppe Münsterland. Ohne die nun hinzu gezählten rund 6.600 Abos und Einzelverkäufe der Emsdettener Volkszeitung wäre das Minus der Zeitungsgruppe Münsterland größer, das der mrw Mediaregion Ruhrgebiet/Westfalen kleiner.

Ohne Sondereffekte deutlich nach unten ging es für den Express und die Westdeutsche Zeitung – mit Rückgängen von 10,1% und 8,5%. Marktführer Funke verlor mit WAZ & Co. 5,8%. Die Blätter in Hessen büßten unterdessen zwischen 3,4% (Rhein-Main-Presse Hessen) und 5,3% (HNA) ein.

IVW 2015/IV: Die größten Regionalzeitungen (Teil 2)
Platz Titel / Belegungseinheit Abos + Einzelverkauf
2015/IV vs. 2014/IV in %
Niedersachsen
1 HAZ/NP Hannover* 394.264 -16.569 -4,0
2 Nordwest-Zeitung** 198.422 -5.126 -2,5
3 Neue Osnabrücker Zeitung [A-C]*** 196.997 -3.836 -1,9
4 Braunschweiger Zeitung Gesamtausgabe + Harz-Kurier Gesamtausgabe 143.601 -4.944 -3,3
5 Landeszeitung für die Lüneburger Heide 79.752 -1.362 -1,7
6 Kreiszeitung Gesamt + Leine-Deister-Zeitung 73.369 -2.629 -3,5
Schleswig-Holstein
1 sh:z Gesamtausgabe 176.672 -4.125 -2,3
2 Kieler Nachrichten GAK Gesamt 85.392 -4.283 -4,8
3 Lübecker Nachrichten Gesamt 83.980 -2.273 -2,6
Nordrhein-Westfalen
1 Funke-Mediengruppe Funke-Medien-G (WAZ+NRZ+WP+WR)+IKZ 567.476 -35.049 -5,8
2 Rheinische Post Gesamt 288.397 -14.647 -4,8
3 Zeitungsgruppe Köln Abozeitungen Gesamt (Kölner Stadtanzeiger/Kölnische Rundschau) 256.000 -7.762 -2,9
4 ZGM Ztg-Gr Münsterland 223.619 -1.096 -0,5
5 Zeitungsgruppe Neue Westfälische ohne Mindener Tageblatt 176.464 -6.650 -3,6
6 WA-Westfälischer Anzeiger Gesamtausgabe**** 154.514 -4.824 -3,0
7 mrw Mediaregion Ruhrgebiet/Westfalen Gesamtausgabe 1000***** 129.059 -14.943 -10,4
8 Zeitungsgruppe Köln Express Gesamt 116.868 -13.073 -10,1
9 Westdeutsche Zeitung plus Gesamt 110.495 -10.328 -8,5
10 Westfalen-Blatt Gesamtauflage 107.358 -2.393 -2,2
11 Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten Gesamt 104.648 -4.246 -3,9
12 General-Anzeiger Bonn 66.980 -2.461 -3,5
13 Recklinghäuser Zeitung 52.356 -1.916 -3,5
Hessen
1 RheinMainMedia Gesamt 180.086 -8.577 -4,5
2 HNA Regional Hessen+WLZ 163.578 -9.191 -5,3
3 Darmstädter Echo Gesamt 71.015 -2.977 -4,0
4 Rhein-Main-Presse Hessen 041 65.204 -2.308 -3,4
5 Zeitungsgruppe Lahn-Dill 57.731 -2.169 -3,6
6 Zeitungsgruppe Zentral-Hessen 50.955 -2.039 -3,8
*: plus Schaumburger Nachrichten, Göttinger Tageblatt, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Aller-Zeitung-Wolfsburger Allgemeine, DEWEZET, Peiner Allgemeine Zeitung, Die Harke, Walsroder Zeitung, Täglicher Anzeiger, Einbecker Morgenpost, Alfelder Zeitung, Schaumburger Zeitung, Neue Deister-Zeitung, Seesener Beobachter, Gandersheimer Kreisblatt, Schaumburg-Lippische Landeszeitung
**: plus Ostfriesen-Zeitung, Wilhelmshavener Zeitung, Jeversches Wochenblatt, Anzeiger für Harlingerland, General-Anzeiger, Ostfriesischer Kurier, Norderneyer Badezeitung
***: plus Ostfriesische Nachrichten und Delmenhorster Kreisblatt
****: plus Hellweger Anzeiger Gesamtausgabe + Westfälische Rundschau (Unna / Kamen)
*****: ohne Recklinghäuser Zeitung und Hellweger Anzeiger Gesamtausgabe + Westfälische Rundschau (Unna / Kamen)
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Etwas weniger schlecht als im Norden läuft es weiterhin für die Blätter aus dem Süden. So büßten die meisten Tageszeitungen hier nicht mehr als 3% ein. Die Rheinpfalz und die Saarbrücker Zeitung verloren z.B. jeweils 2,4%, die Rhein-Zeitung 3,0%. In Baden-Württemberg lief es für die beiden Großen – Stuttgarter Zeitung/Nachrichten und Südwest Presse etwas schlechter. Das Minus der Südwest Presse hat auch hier mit einer Übernahme zu tun: Die Mediengruppe Dr. Haas (Mannheimer Morgen, Fränkische Nachrichten) hat die kleine Tauber-Zeitung aus Bad Mergentheim übernommen, die rund 5.000 Abonnenten und Einzelverkäufe heben den Mannheimer Morgen inklusive der Fränkischen Nachrichten dadurch ins Plus, das Minus der Südwest-Presse, zu der die Tauber-Zeitung vorher gehörte, fällt dementsprechend größer aus.

In Bayern findet sich die Zeitung aus unserer Liste, die ohne Sondereffekte die wenigsten Käufer verlor: der Donaukurier mit einem Minus von 0,8%. Die Top 6 aus Bayern verlor jeweils zwischen 2,1% und 2,8%, liegt damit also ebenfalls unter dem Bundes-Durchschnitt. Deutlich nach unten ging es für die tz aus München mit einem Rückgang von 6,1%. Mit 106.864 Abos und Einzelverkäufen ist das Blatt dennoch die klare Nummer 1 der Münchner Regionalzeitungen. Die Abendzeitung, die in unserer Übersicht aller Blätter mit mindestens 50.000 Abos und Einzelverkäufen nicht mehr auftaucht, kommt in den beiden wichtigen IVW-Kategorien gerade noch auf eine Auflage von 30.379 – ein weiteres Minus von 11,2%. Laut Abendzeitung verkauft man außerdem 14.000 Exemplare über so genannte „stumme Verkäufer“. Diese würden als sonstige Verkäufe und nicht als Einzelverkäufe gewertet.

IVW 2015/IV: Die größten Regionalzeitungen (Teil 3)
Platz Titel / Belegungseinheit Abos + Einzelverkauf
2015/IV vs. 2014/IV in %
Rheinland-Pfalz
1 Die Rheinpfalz Gesamt inkl. Pirmasenser Zeitung 219.600 -5.453 -2,4
2 Rhein-Zeitung Gesamt 173.730 -5.362 -3,0
3 Rhein-Main-Presse Rheinland-Pfalz-Kombi 31 94.236 -2.765 -2,9
4 Trierischer Volksfreund Gesamtausgabe 80.419 -1.923 -2,3
Saarland
1 Saarbrücker Zeitung ohne Pfälzischer Merkur 120.125 -3.015 -2,4
Baden-Württemberg
1 Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten Gesamt* 302.881 -10.578 -3,4
2 Südwest Presse Gesamt** 292.980 -12.994 -4,2
3 Schwäbische Zeitung Gesamt 158.172 -2.185 -1,4
4 Badische Zeitung 104 Gesamtausgabe 127.489 -2.721 -2,1
5 Badische Neueste Nachrichten Gesamt 220 118.007 -2.599 -2,2
6 Mannheimer Morgen Ausgabe B*** 116.860 1.049 0,9
7 Südkurier Gesamt 001 111.263 -3.029 -2,7
8 Schwarzwälder Bote Gesamt 107.937 -2.905 -2,6
9 Rhein-Neckar-Zeitung Gesamt 79.590 -2.738 -3,3
10 Heilbronner Stimme Gesamt 78.928 -2.233 -2,8
Bayern
1 Augsburger Allgemeine mit Allgäuer Zeitung Gesamt 293.277 -6.355 -2,1
2 Nürnberger Nachrichten Gesamt 249.594 -6.792 -2,6
3 Münchner Merkur Gesamtausgabe 235.831 -5.371 -2,2
4 Passauer Neue Presse Gesamt 136.668 -3.262 -2,3
5 Main-Post 5 T Total 136.011 -3.981 -2,8
6 Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung 117.117 -2.351 -2,0
7 tz-München 106.864 -6.986 -6,1
8 Mittelbayerische Zeitung Gesamt 101.359 -2.273 -2,2
9 Fränkischer Tag Gesamt/ZRO Zeitungsring Oberfranken + Saale Zeitung 97.198 -3.106 -3,1
10 Donaukurier Gesamt 81.859 -663 -0,8
11 Der neue Tag Gesamt 08 70.661 -1.697 -2,3
12 Main-Echo Gesamt 69.280 -1.839 -2,6
13 Frankenpost Gesamt + Neue Presse Gesamtausgabe Coburg 68.976 -4.322 -5,9
*: plus Waiblinger Kreiszeitung, Nürtinger Zeitung/Wendlinger Zeitung, Kreiszeitung Böblinger Bote, Backnanger Kreiszeitung, Rems-Zeitung, Gäubote, Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung, Mühlacker Tagblatt, Vaihinger Kreiszeitung, Heidenheimer Neue Presse, Murrhardter Zeitung
**: plus Der Teckbote, Bietigheimer Zeitung, Eberbacher Zeitung
***: plus Fränkische Nachrichten, abzüglich Bergsträßer Anzeiger (Hessen)
****: abzüglich Trostberger Tagblatt und Südostbayerische Rundschau
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Die Zahlen der überregionalen Tages-, Sonntags- und Wochenzeitungen finden Sie in einer gesonderten Analyse an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Wie kann es sein, dass eine sogenannte Fachredaktion die Ausweisung der Auflage des Tagespiegel mit der PNN unkommentiert lässt. Wenn Sie von Berlin sprechen, ist mir nicht klar wieso man die PNN dazu rechnet. Potsdam hat mit Berlin nicht wirklich was zu tun. Das ist ein kosmetischer Trick, um eine angebliche Nr. 1 zu simulieren.

    1. Das verstehe ich auch nicht. Die PNN gehören nach Brandenburg eingeordnet, wo sie ja auch erscheinen und ihre Käufer und Abonnenten haben. – Solche (sehr durchsichtigen) Tricksereien entwerten diese ansonsten lebenswerte und gute Übersicht leider.

      Bei richtiger Einordnung der PNN läge der „Tagesspiegel“ in Berlin wahrscheinlich gerade mal auf Platz 4 oder 5, denn unter den ersten drei Plätzen ist es (selbst mit der unrichtigen Einordnung hier) sehr knapp.

    2. Was ich nie verstehen werde: Warum disqualifizieren Sie sich mit einer Bemerkung wie „eine sogenannte Fachredaktion“ direkt im ersten Satz selbst? Wie soll ich Sie da ernst nehmen? Und zu Ihrer Anmerkung: Die Potsdamer Neuesten Nachrichten werden seit dem dritten Quartal 2015 nicht mehr gesondert ausgewiesen, sondern nur noch zusammen mit dem Tagesspiegel. Ja, die Verkäufe des Tagesspiegels sehen damit besser aus als sie sind. Und Nein: Ich kann es nicht ändern. Es gibt massenweise solcher Tricksereien. Ohne die etwa 7.000 Exemplare der Potsdamer Neuesten Nachrichten läge der Tagesspiegel auf Platz 3 der Berliner Tageszeitungen.

  2. Dieser Untergang ist so normal wie das Verschwinden der Kutschen. Schade nur, dass er so langsam abläuft. Von mir aus könnten alle Zeitungen morgen dichtmachen.

  3. Kein Wunder.

    Wir sind hier mitlerweile auch bei einem Preis einer Tageszeitung im Abo jenseits von gut und böse. Erblicken kann man dann täglich Sachen in Massen, die vom großen Lügenmaul dpa stammen. Garniert mit Namen unter Artikeln, die benachbarte Zeitschriften „verbrochen“ haben und übernommen wurden, damits nicht ganz so einfallslos aussieht.

    Hier bei uns wurde aber der Versuch unternommen, regionaler zu werden, kreisübergreifend zu berichten. Das ist eigentlich das, was sich Leser gewünscht haben. Auch ist es in weiten Ansätzen auch gelungen – regional gesehen – der Rest der Zeitung mit dpa bleibt ja………………

    Aber die massivst gestiegenen Preise verhindern sicher das bessere Konzept zu früheren Ausgaben. Ich musste irgendwann auch die Reißleine ziehen, das geht so nicht……..

  4. Wenn ich Rentner wäre – und damit also Zeit hätte – würde ich mir vielleicht auch eine Tageszeitung im Abo zulegen. Da ich das aber nicht bin, wäre es rausgeschmissenes Geld. Und viel Geld noch dazu: 345,- Euro pro Jahr. (Und da wäre schon ein Gratismonat mit drin, regulär ist sie also noch teurer.)

    Ich schaffe es zeitlich einfach nicht jeden Tag eine ganze Zeitung wenigstens halbwegs durchzuackern, das habe ich in einen 14-Tage-Probeabo herausgefunden.

    Bleibt das Internet aber dazu brauche ich auch kein Abo, denn über Google News bekomme ich aus allen großen Zeitungen zu jedem Thema alles.

    Bleibt das Regionale:

    Gibts eigentlich auch im Großen und Ganzen auf der Webseite der Lokalzeitung gratis.

    Wozu dann also bitte ein Abo?

  5. Die News des Kanninchenzüchtervereins oder Sport interessieren mich nicht.

    Deutsche und internationale Nachrichten mit Relevanz gibt es an zig anderen Stellen im Netz. Dafür 35 Euro pro Monat für ein Print-Abo, dessen Umfang werktags so gering ist, dass man nicht einmal die Schuhe damit ausstopfen kann (von den 2 Kilogramm an Werbebeilagen mal abgesehen). Oder unverschämte 19 Euro für ein E-Paper Abo ausgeben? Wie wäre es denn mit 4,99 Euro für das E-Paper?

    Ich komme übrigens aus dem Verlagsgebiet einer bayerischen Zeitung mit den größten Lesereinbußen.

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