„Das war fahrlässig moderiert“: Claus Kleber distanziert sich von Flüchtlingsmoderation

Mann der harten Fragen: ZDF-Anchor Claus Kleber
Mann der harten Fragen: ZDF-Anchor Claus Kleber

Fernsehen ZDF-Anchor Claus Kleber hat in der gestrigen "hart aber fair"-Sendung eingestanden, bei einer Moderation am Ende des Jahres einen "Fehler" gemacht zu haben. In einem Schreiben an die Sendungsmacher entschuldigte er sich, im "heute journal" "Zweifler" in die Nähe von "Nationalisten und Fremdenfeinden" gerückt zu haben. Zuvor wurde die Moderation von Spiegel-Online-Korrespondent Jan Fleischhauer kritisiert.

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In der Moderation vom 30. Dezember fasste Kleber die Stimmung zum Jahreswechsel zusammen und erklärte:

Europa ist zusammen geblieben, die deutsche Wirtschaft brummt, in der Flüchtlingskrise merkt Deutschland verblüfft, wozu es fähig ist. Hilfsbereitschaft, Empathie, Willkommen stellen in den Schatten, was Fremdenfeinde, Nationalisten und Zweifler auf die Straße bringt.

 

In seiner Kolumne „Der schwarze Kanal“ kritisierte Fleischhauer bereits am 5. Januar:

Wer außerhalb der ZDF-Nachrichtenredaktion hätte gedacht, dass „Zweifler“ die Steigerungsform von „Nationalist“ und „Fremdenfeind“ sein könnte? Wenn ich zu „Fremdenfeind“ einen Superlativ wählen müsste, würde mir „Nazi“ einfallen oder, meinetwegen, „rechte Dumpfbacke“. Ich hielt „Zweifler“ bislang für eine neutrale Bezeichnung, die einen als Journalisten eher schmückt.

Dass die Moderation Klebers in dieser Woche wieder zum Thema geworden ist, liegt an der gestrigen Sendung von „hart aber fair“, in der Fleischhauer zitiert wurde. Die Redaktion hatte Kleber mit seiner Aussage konfrontiert. In einem Schreiben, das in der Sendung verlesen wurde, stellte Kleber fest: „Jan Fleischhauer hat recht. Das war fahrlässig moderiert.“ Weiter erklärte er: „Ich wollte diejenigen, die einfach anpacken, herausheben gegenüber denen, die nichts zur Lösung beitragen – aus welchen Gründen auch immer. (…) Ein Fehler und ein Eigentor. Zweifler bin ich selbst. Schon beruflich.“

 

 

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Alle Kommentare

    1. unvergessen seine versteinerte Miene zur Halbzeit gegen Brasilien, da hat er sein wahres Gesicht gezeigt !

      Sein Flennen mögen manche als Empathie sehen, sein jetziges rückrudern nur das Absichern seiner GEZ Tantiemen.

  1. Es ist unerheblich, ob Klaus (Selbstbezeichnung Claus) Kleber Fehler macht oder was er überhaupt so „verzapft“ (Neudeutsch für Journalismus, siehe Claudia Zimmermann WDR). Denn: ZDF hat ein vergreisendes Publikum, die Zuseher sterben weg. Immer weniger ZDF-Zuseher sind überhaupt noch in der Lage, sich mit dem Rollator in ein Wahllokal zu begeben ! Immer mehr ZDF-Zuseher hingegen sind schwerhörig. Und Klaus-eine-Träne-geht-auf-Reisen-Kleber schauen sich die alten Damen doch ohnehin nur an, um sich vorzustellen, dass das nette Männlein ihr Schwiegersohn hätte sein mögen.

  2. Herr Kleber ist zur Neutralität verpflichtet. Ich bezahle einen Rundfunkbeitrag, damit ich aktuell und sachlich unterrichtet werde. Die persönlichen Gefühle von Frau Jeschke, Frau Hayali, Herrn Kleber und Co. Interessieren mich nicht. Es ist über ein Jahr lang nur einseitig positiv über die Flüchtlinge berichtet worden Kritiker wie Rainer Wendt, Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, sowie Sabatina James wurden gar nicht eingeladen. Herr Wendt musste in N24 sprechen, danach verschwand das Video aus der Mediathek. Man kann die Videos jetzt wieder in youtube sehen, anscheinend haben Polizisten diese wieder eingestellt Z.b. das Video 80 % weiss die deutsche Bevölkerung nicht
    oder 10 % werden straffällig. Wie wollt ihr denn da noch Vertrauen herstellen, wenn ich Vorfälle vom 31.12. erst am 4.1. abends zu sehen bekomme. Bekomme ich da ein halbes Jahr Gebühren erstattet, wegen Nichtinformation, weil es die falschen Täter waren? Meinen Lastschriftauftrag für die GEZ habe ich aufgrund dessen widerrufen.

    1. Wenn Sie Neutralität fordern ist Sabatina James sicher kein gutes Beispiel. Bei allen diskussionswürdigen Fakten und Thesen die sie vorbringt, wird sie in ihrer Darstellung sicherlich über ihre persönlichen Gefühle beeinflusst. Bei der Vita auch völlig normal.

      Mit dem GEZ Beitrag „erkaufen“ Sie sich (zum Glück) keine Moderationsroboter, und selbst aus Ihrer Sicht aktuelle und sachliche Berichterstattung ersetzt das Denken nicht. Zweifelhaft auch, ob Sie diese Form der Berichterstattung immer bei den privaten Sendern finden.

      Übrigens, die Kündigung Ihrer Einzugsermächtigung ist nur dann konsequent, wenn Sie die Zahlung nun ganz verweigern. Sonst ist es nur unbequem….. 😉

  3. Der Vogel übt schon mal für sein Amt in der Politik, wenn er für den seriösen Rundfunk untragbar geworden ist.
    Was ein Populist!

  4. Herr Kleber kassiert für die Moderation jährlich ca. 600.000 Euro (Wikipedia). Ich gehe davon aus, dass er seine „Kommentare“ nicht innerhalb von zwei Minuten irgendwie zusammenkritzelt (sonst hielte ich sein Honorar für nicht unverhältnismäßiger), so dass kaum von einem Flüchtigkeitsfehler auszugehen ist (zumal das ja in den Gesamtkontext seiner „Nachrichten“ passt). Das ist in Bezug auf uns Zwangsfinanzierer mehr als nur eine Zumutung. Wäre er nur halb so „anständig“ (um auf das Wort gut zu „verzichten“), wie er sich gibt (wenn man sich den Tenor der durch ihn verbreiteten „Nachrichten“ ansieht ), hätte er längst einen Teil (sagen wir mal 100.000 EURO) für die Pflege der Willkommenskultur gespendet. Aber reden ist ja so einfach

    1. „Aber reden ist ja so einfach….“
      Nun ja, meckern auch. Für die Honorare von Claus Kleber haben Sie ja eine sichere Quelle. Woher kennen Sie denn nun das persönliche soziale (auch finanzielle) Engagement von Herrn Cleber?
      Und btw, Sie sind sicher so „anständig“ und spenden ebenfalls 1/6 Ihrer Einkünfte für Ihnen wichtige Projekte!?

      Hohe Entlohnung schützt nicht davor Fehler zu machen. Fehler einzugestehen, und noch derart öffentlich, verdient aber zumindest (auch Ihren) Respekt.

  5. Das erinnert an Horst Teltschiks Bemerkung über Demonstranten bei der Sicherheitskonferenz. Es sei die Tragik der Demokratie, dass jeder seine Meinung sagen dürfe, meinte er damals.

    Claus Kleber ist übrigens auch Katholik, wie Horst Teltschik.

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