Ad-Blocker-Abwehr: RTL schrumpft für Werbemuffel Dschungelvideos auf Briefmarkengröße

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Digital Economy RTL testet die nächste Waffe im Kampf gegen Ad-Blocker: Statt die Werbe-Muffel einfach auszusperren, wie es die Bild macht, verknappen die Kölner den Zuschauern jetzt den Bild-Ausschnitt. So laufen die Dschungelcamp-Clips bei Ad-Blocker-Nutzern nur noch auf Briefmarkengröße. Motto der Aktion: "Appell statt Sperre".

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Die Kölner selbst sprechen von einer Aufklärungs-Kampagne, deren Ziel es sei, „Nutzer für das Thema zu sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es nur dank Werbung eine so große Qualität und Vielfalt im Netz gibt“.

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Sobald ein Nutzer mit aktiviertem Werbe-Blocker ein Dschungel-Video ansehen will, kommt ein sogenanntes „Content Downscaling“ zum Einsatz. Heißt: Die Werbe-Muffel bekommen eine Infotafel angezeigt, die erklärt, warum sie das eigentliche Video nur so klein sehen. Ein Klick auf den Hinweis führt den User dann auf eine Unterseite, die weitere Erläuterungen darüber enthält, warum die Mediengruppe RTL so vorgeht und wie der Adblocker deaktiviert werden kann.

„Wir wollen Adblock-Nutzer nicht ausschließen, sondern sensibilisieren. Dafür ist unserer Meinung nach der Weg des Content Downscaling genau der richtige“, erklärt Paul Mudter, Geschäftsleiter Operations bei IP Deutschland.

Neben der Sensibilisierungs-Kampagne kämpft das Medienunternehmen allerdings auch juristisch gegen die Blocker-Tools. Bislang konnten die Kölner jedoch kaum vor Gericht punkten.

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Alle Kommentare

  1. Demnächst dann auch bei RTL: http://www.networkworld.com/article/3021113/security/forbes-malware-ad-blocker-advertisements.html

    Wie Forbes unbeabsichtigt den Schutz vor Malware durch Werbeblocker nachwies. Dort bekamen Kunden, die auf Geheiß den Werbeblocker abschalteten via Werbenetzwerk pop-under-malware serviert.

    So lange die unselige Praxis anhält Werbung über undurchsichtige und unkontrollierte Werbenetzwerke zu laden kann ich aus Sicherheitsgründen nur raten einen Werbeblocker oder Ghostery zu benutzen und im Zweifelsfall andere Seiten aufzusuchen. Für die Seitenbetreiber (auch hier) sehe ich nur einen Weg: Die Sache komplett in die eigene Hand nehmen, Werbung selbst ausliefern und die Geschäftspartner sorgfältiger auswählen!

  2. Benutze keinen Adblocker, habe ich auch nie, bekomme aber trotzdem nur die Briefmarke. Anscheinend wurden Kollateralopfer in Kauf genommen

    1. Der Adblocker-Blocker spricht auch an wenn die Verbindung zum externen Adserver aus irgend einem Grund (Eintrag in Hosts-Datei, Sperrliste im Router, Firewall, Skript wird nicht ausgeführt,…) fehl schlägt.

      Es wird nur geprüft ob ein Element geladen wurde. Ob es auch angezeigt wird steht auf einem anderen Blatt.

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