„Wurden unserem Auftrag gerecht“: ARD-aktuell weist Vorwurf der „Arbeitsverweigerung“ zurück

In einem offenen Brief antwortet ARD-aktuell-Vize Christian Nitsche auf die MEEDIA-Gastkolumne von Hasso Mansfeld
In einem offenen Brief antwortet ARD-aktuell-Vize Christian Nitsche auf die MEEDIA-Gastkolumne von Hasso Mansfeld

Die Mediendebatte Kölner Gewaltszenen in der Silvesternacht dauert an. Nachdem der Kommunikationsexperte Hasso Mansfeld der ARD in einem Gastbeitrag für MEEDIA im Zusammenhang mit der Berichterstattung "Arbeitsverweigerung" attestierte, hat nun Christian Nitsche, Vize-Chefredakteur von ARD-aktuell in einem offenen Brief Stellung genommen und Mansfeld "vollkommen überzogene Wertungen" vorgeworfen.

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Hier das Schreiben des Vize-Chefredakteur von ARD-aktuell im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Mansfeld,

mit Interesse und Verwunderung haben wir Ihren Kommentar in meedia.de gelesen. Wir möchten zu einzelnen Punkten Stellung beziehen und bitten um redaktionelle Berücksichtigung:

Im Einzelnen:

Sie schreiben mit Bezug auf die Tagesschau: „Was haben die Vielen aber dann nach den Ereignissen in Köln getan?“

ARD-aktuell hat auf Basis der jeweils verfügbaren Erkenntnisse umfangreich berichtet. Am Tag, als die Dimension der Ereignisse in der Silvesternacht klar wurde (4.1.), hatte die Tagesschau in ihrer Hauptausgabe um 20 Uhr einen Beitrag, ebenso berichteten die Tagesthemen. ARD-aktuell gehört damit zu den Medien, die früh und prominent über das erschreckende Ausmaß der Straftaten berichtet haben.

Dass viele Medien erst umfangreicher an diesem Tag berichtet haben, erklärt sich vor allem durch die unzureichende Informationspolitik und im Kern falsche Bewertung der Polizei.

Am Neujahrstag hatte die Kölner Polizei zunächst von einer „friedlichen“ Silvesternacht gesprochen.

Die erste Meldung über Vorfälle in der Silvesternacht gab es erst am frühen Abend des 2. Januar 2016. Die Kölner Polizei berichtete in einer Pressemitteilung über unterschiedliche Vorfälle, „bei denen Frauen Opfer von Übergriffen geworden sind.“ 30 Betroffene hätten zu dem Zeitpunkt bereits Anzeige erstattet. Die Polizei habe deshalb eine Ermittlungsgruppe eingerichtet:

Anhand der Pressemitteilung war nicht war ersichtlich, dass es sich um ein Thema mit überregionaler Bedeutung handeln würde. Am 3. Januar und vor allem am 4. Januar (Pressekonferenz der Polizei) wurden weitere Details bekannt, und die Dimension wurde deutlich. Der Tagesschau-Bericht kann online hier angesehen werden.

Eine ausführliche und umfassende Berichterstattung gab es zudem hier und hier bei den Kollegen des WDR. Auf die Berichterstattung des WDR wurde auch bei tagesschau.de hingewiesen.

Schließlich berichteten auch die NDR-Kollegen von ähnlichen Übergriffen in Hamburg, in Köln kam es zu einem Krisentreffen von Polizei und Stadt. Weitere Anzeigen in anderen Städten und andere Aspekte wurden berichtet. Fazit: ARD-aktuell hat insgesamt sehr ausführlich parallel zur jeweiligen Meldungslage über die Silvester-Übergriffe berichtet.

Von einer „Arbeitsverweigerung“ kann vor diesem Hintergrund überhaupt nicht die Rede sein. Auch weisen wir scharf zurück, es sei aus Gründen der Opportunität bewusst nicht berichtet worden. Auftrag der Nachrichtensendungen ist es, die Realität so gut es geht abzubilden. Diesen Auftrag nimmt ARD-aktuell sehr ernst und wurde ihm auch in der vergangenen Woche gerecht. Es ist sehr bedauerlich, dass im Zusammenhang mit der Berichterstattung vieler Medien von „Bankrotterklärung“ die Rede ist. Solche extremen Wertungen schaffen ein Klima, das das Vertrauen in die Qualitätsmedien und ihre Kontrollfunktion insgesamt schwächt. Begründete Kritik hat immer ihre Berechtigung. Vollkommen überzogene, maßlose und pauschal diffamierende Wertungen tragen insgesamt zu einer Entfremdung von Instanzen bei, die für das Funktionieren einer Demokratie wichtig sind. Weder die Medien, noch die Politik, die Verwaltung oder die Polizei lassen sich pauschal kritisieren. Man muss schon differenzieren, um einen weiterführenden Beitrag im demokratischen Diskurs zu leisten.

Konkreter Kritik stellen wir uns, Qualitätskontrolle ist wichtig. So sind wir auch dankbar über den Hinweis auf den genannten Kommentar: Bei der Zahl der Dunkelziffer in Höhe von 200 nicht angezeigten Sexualdelikten jährlich auf dem Oktoberfest hat sich die Kommentatorin auf einen Artikel der taz bezogen. Wie die Polizei gegenüber dem Münchner Merkur erklärte, ist diese Zahl nicht korrekt. Die Autorin hat ihren Kommentar deshalb angepasst.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Nitsche
Zweiter Chefredakteur ARD-aktuell“

 

Update, 12.01.: Auf den offenen Brief von Christian Nitsche hat Hasso Mansfeld mit einem offenen Brief geantwortet. MEEDIA dokumentiert seine Stellungnahme zu der Antwort des zweiten ARD-aktuell-Chefredakteurs auf seinen MEEDIA-Gastbeitrag:

„Sehr geehrter Herr Nitsche,

erlauben Sie mir Ihnen auf diesem Wege zu antworten.

Dass die Vorfälle in Köln von nationaler Bedeutung sind, war meines Erachtens durch die Berichterstattung der Kölner Lokalmedien, spätestens am Abend des 2. Januars ersichtlich. Allerspätestens aber durch die Berichterstattung der Sonntagsausgabe des Express.
Der Kernpunkt meiner Kritik ist deshalb, dass Ihre Redaktion also mindestens einen, eher zwei Tage verstreichen ließ, um über die Vorfälle in Köln zu berichten.

Zudem hätte man nicht nur an der zwischenzeitlichen Berichterstattung Dritter bemerken können, dass es etwas überregional Berichtenswertes gibt. Sondern auch beim Lesen der beiden Pressemitteilungen der Kölner Polizei vom 2.bzw. 3. Januar stutzen können: Wenn die Behörden darin doch schon selber zugeben, dass etwas schief gelaufen sei, ist es meines Erachtens die journalistische Pflicht, nachzuhaken.

Laut Auskunft der Kölner Lokalmedien ist man übrigens vor allem durch Anrufe von Opfern in den Redaktionen auf die Dimensionen der Übergriffe aufmerksam geworden. Solche Anrufe hat es – dessen bin ich mir sicher – bestimmt auch bei Ihren Kollegen vom WDR in Köln gegeben.

Meine Kritik bezieht sich also ganz konkret auf die meiner Meinung nach in diesem Fall mangelnde Ausübung der Kontrollfunktion unserer Behörden durch Ihr Haus. Ich halte meine Kritik deshalb auch nicht für allgemein, entsprechend auch nicht für übertrieben oder maßlos. Sie untergräbt deshalb auch nicht das Vertrauen in Institutionen.

Vielmehr geht Vertrauen in Institution doch verloren, wenn folgender Eindruck entsteht: Den Verlautbarungen von Behörden wird erst einmal ungeprüft Glauben geschenkt. Selbst dann, wenn es deutliche Hinweise auf gravierende Ereignisse gibt, die diesen Verlautbarungen entgegenstehen.

Die Korrektur des Kommentars Ihrer Social-Media-Redakteurin Anna-Mareike Krause ist aller Ehren wert. Indes hat mich ihr Versuch die Kölner Vorfälle allgemein in das Phänomen Sexismus in der Gesellschaft einzuordnen, in meiner Vermutung bestärkt, dass es zumindest Widerstände in ihrer Redaktion gibt, vermeintlich unangenehme Themen anzupacken.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Hasso Mansfeld“

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Alle Kommentare

  1. Arbeitsverweigerung? Nein, das ist es nicht, das ist nur Kuschen vor der großen Mama.
    Darf nicht sein, was nicht sein darf. Nur vergessen diese „Qualitätsmedien“ immer mehr, dass nicht mal youtube lügen kann und dementsprechend alles ausgewertet wird. Ich frage mich seit langem, wieso man das so konsequent ignoriert und dauerhaft als der Depp da steht. Es ist doch so vieles anders belegbar. Wirklich der „Index“ von Mama oder welchen Nichtinternetler außer Mama gibts noch, der meint “ das wäre neuland usw.“? Aber DDR1 darf sich trösten, die massiven Nachfragen gestern von Plasberg TROTZ dieses üblen Partnerprogramms wie immer – 1 gegen 4 – war doch eher sehenswert. Aber nur wegen Plasberg. Mal nicht Blassberg. Egal was Speichel &Friends meinen. Schlimmste Gestalt wie immer, explodiete Filzmatte Prantl. Aber gut, gegen DDR2 ist das schon mal was………………..

  2. Sehr geehrter Herr Nitsche,
    wollen Sie mir und anderen Lesern hier, die es vielleicht interessieren könnte, an Ihrem ganz persönlichen Beispiel sowie dem Beispiel Ihrer obigen Einlassungen den Unterschied zwischen 1)Journalist, 2)Karrierist und 3)GEZ-Raff-Lobbyist einmal erläutern und mir mitteilen, welcher Kategorie Sie sich selbst bei objektiver Betrachtung zurechen. Und bitte, denken Sie bei der Beantwortung genau nach, nur einmal, eventuell genau so lange wie über den Casus 1/1/16 ( 4 [in Worten vier] volle Tage), und wählen Sie nicht spontan die Option 1), auch wenn es in den Fingern juckt.
    Zweiter Chefredakteur ist nur ein Dienstgrad – wenn auch sicher fürstlich ÖR-besoldet und ÖR-verpensioniert, voraussichtlich aber ein erdienerter oder erdinierter Lohnsprecherstatus, allenfalls dem Parteibuchproporz geschuldeter – all das, ja, aber keine Charaktereigenschaft, und sofern Sie es dennoch dafür halten, keine gute.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rudolf B.

    PS Gott schütze uns vor Eis und Schnee, vor ZDF und ARDee

  3. Mein Gott: Was bietet dieser „Branchendienst“ für ein Niveau und welche absurde Plattform für Kommentare. Dieser gesamte Beitrag ist dafür ein erschreckender Höhepunkt. Und weil hier offenkundig jeder ätzt und unterstellt: Dieser „Mediendienst“ diskreditiert andere Kollegen mit dem Ziel, eigene Klickzahlen durch Krawall und bisweilen absurden Unterstellungen zu steigern.

    Und was für andere Medien gilt, gilt auch für diese Seite: Sie tragen mit dieser branchenbezogenen Seite Verantwortung für genau die Branchen, die Sie betrachten. Nehmen Sie dieses Mindestmaß an Verantwortung bisweilen auch mal wahr.

    1. @ Kommentator HC
      ..“weil hier offenkundig jeder ätzt und unterstellt“..
      Wenn Sie dieser Auffassung sind, dann lesen Sie mal die bestechend treffende Analyse von Bettina Röhl bei Roland Tichy unter dieser URL:

      http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/aber-nazi-anja-reschke/

      Sie nimmt sich pars pro toto für das ÖR-Propagandasystem einmal die Tagesschauder-Frontfrau (und ich meine diesen Begriff wörtlich i.S. einer Kriegsberichterstatterin vom ehemaligen OKW) Anja Reschke vor und analysiert deren krude, tiefrotsozialistische Dialektik zum besseren Verständnis der Geschehnisse von 1/1/16 – in Analogie zu 9/11 – und zwar für Dummies und das Pack. Aus dieser treffenden Analyse können Sie beispielhaft einmal herauslesen, von welcher Seite und mit welchen Intentionen und Mitteln der Meinungsdiktatur hier gegen die Gedanken von Nicht-Mainstream-Mehr-Ertragen-Könnenden vorgegangen wird. Frau Röhl bezeichnet das, was Frau Reschke in de Tagesschau absondern darf, sehr zutreffend als „Propaganda-Kommentar“. Ich setze hinzu: einer von tausenden mittlerweile.
      Wenn Sie also der Auffassung sind, sich hier über die Absurdität der Kommentare ereifern zu müssen, sollten Sie zunächst Ursachenforschung betreiben und vorab sich einmal die mittlerweile grenzenlos Absurdität der ÖR-Beiträge und Einlassungen zu Gemüte führen, die Auslöser der von Ihnen beklagten Absurdität sind. Absurditäten und vorsätzliche Verfälschungen der Wirklichkeit durch die ÖR-Propaganda führt doch erst im Resultat zu den Kommentaren, welche Sie als absurd brandmarken wollen.
      Da Sie aber wohl zur Zunft gehören, ist es verständlich, wenn sie als ‚getroffener Hund‘ eben auch um sich beißen. Zum Trost: Sie befinden sich mit diversen anderen weinerlichen und ebenso getroffenen wie uneinsichtigen Kommentatoren in denkbar schlechtester Gesellschaft.

    2. @HC–
      der Mediendienst diskreditiert eigene Kollegen??
      Ist es nicht die Lückenpresse selbst,die eigene Kollegen diskreditiert und diese Kollegen,die es noch wagen,unabhängig zu berichten,bzw. eine eigene Meinung zu vertreten,öffentlich abschlachten.
      Jüngstes Beispiel war doch Matthias Matussek,der seinen Job verlor,obwohl er wahrhaftiges von sich gegeben hatte.
      Wer gegen den Strom schwimmt,wird aussortiert–So läuft es bei der Lückenpresse und den ÖR.
      Meedia behauptet ja nichts–Daher sind es keinerlei Unterstellungen,wenn man wahrhaftig informiert,bzw. lässt wie es gewesen ist und nicht,wie es gewesen sein soll.
      Die Kritik an den ÖR,auch hier in den Kommentaren ist mehr als angebracht.
      Es sind Kunden des ÖR,die den ÖR durch ihre Zwangsgebühren am Leben halten und daher auch berechtigt sind,ihre Sichtweise zu schildern.Dies sieht die überwiegende Mehrheit der Zwangskunden auch so.
      In der freien Wirtschaft kritisiert man als Kunde ja auch die Unternehmen,wenn die Leistung nicht stimmt.
      Dort hat man aber den Vorteil,dass man diese Unternehmen mit den schlechten Leistungen meiden kann.
      Dies ist bei den ÖR als Kunde nicht möglich.
      Und wenn Sie,Herr HC andere Meinungen verteufeln und nur ihr eigenes Weltbild gelten lassen,ist die Meinungsfreiheit bei Ihnen auch nicht sonderlich ausgeprägt.
      Trotz allem noch einen schönen Tag–Und träumen Sie weiter!

      1. „Und wenn Sie,Herr HC andere Meinungen verteufeln und nur ihr eigenes Weltbild gelten lassen,ist die Meinungsfreiheit bei Ihnen auch nicht sonderlich ausgeprägt.“

        Der war gut. Das trifft doch wohl vor allem die Mehrheit der hier anwesenden „Systemkritiker“ die auf jeden einprügeln der hier differenziert Stellung zu den ÖR Medien nimmt, s. Jakob Jakobson. Aber wenn es ins eigene Weltbild passt dann sind Berichte von RT, Express, Matussek etc. doch wieder glaubhafte Beiträge von Qualitätsmedien.

        Hier nehme ich vor allem Behauptungen ohne Quellennachweis, Pauschalierung und Verunglimpfung war. Und dann immer in Anspruch nehmen für die Mehrheit zu sprechen, wie „das sieht die überwiegende Mehrheit der Zwangskunden auch so“. Haben Sie das repräsentativ nachgefragt? Also für mich sprechen Sie schonmal nicht…..

      2. Wer sich als „Brachendienst“ mit der Brachen beschäftigt, sollte erkennen, dass es journalistische Grundfertigkeiten gibt. Diese Maßstäbe und das Rüstzeug wird durch verschiedene Einflüsse immer weiter verwässert. Dieser Branachendienst ist dabei weniger Wächter, als vielmehr der populistisch angehauchte Versuch, auf der Kritikerwelle zu schwimmen.

        Kritik und Selbstreflektion ist notwendig und zwingend geboten. Es gibt viele Punkte auf sachliche Ebene zu kritisieren. Aber: Bei den Kommentaren hier ist schon die Wahl der Sprache und Darstellung („Lückenpresse“, „ÖR-Propagandasystem“, „Meinungsdiktatur“) bezeichnend. Mit dieser Wortwahl sind wir dann tatsächlich beim Thema Propaganda – und da darf ich freundlich auf die gelenkten Medien mit der selektiven Darstellung von Sachzusammenhängen von z. B. RT verweisen. Dieser Hort der journalistischen Grundsätze scheint ja für zahlreiche Schreiber hier die ausschließliche Grundlage ihres Meinungsspektrums zu sein. Und hier schließt sich der Kreis: Wie glaubwürdig ist ein „Branchendienst“, wenn er auf diesem Niveau agiert?

        P.S.: Nein, ich bin nicht im „Propagandasystem“ der ÖR, der vermalledeiten Großverlagskonzernen, der boulevardesken Anzeigenblätter oder gar im demokratischen Manipulationsparteinsystem unterwegs. Aber wenn es Ihnen hilft, dann biete ich Ihnen gerne diese Projektionsfläche …

      3. @Michael

        ich wurde auch noch nie bei einer Umfrage befragt und trotzdem behauptete man stets von Seiten der staatlich gelenkten Hellseher,dass die Mehrzahl der Deutschen mit Merkels Politik zufrieden sind.
        Wenn ich in meinem Umfeld,was diese von den ÖR halten,ist dessen Meinung deckungsgleich.
        Auch gibt es Foren im Internet,wo sich immer mehr Menschen gegen diese Zwangsgebühren aussprechen.
        Dies sind wesentlich mehr Bürger,als die Hundertschaften,die man befragt um uns dann öffentlich eine Pro-Merkel-Zustimmung zu suggerieren.
        Wenn Ihr Umfeld mit den ÖR zufrieden ist,mag es vielleicht stimmen.
        Ich kenne da aber niemanden,der glücklich darüber ist,für diesen staatlich gelenkten Rotfunk,wie es viele so treffend ausdrücken,noch durch Zwang bezahlen muss.
        Und ich behaupte nochmals,dass die Mehrheit diesen teilweise getürkten Berichterstattungen der ÖR und den Leitmedien keinen Glauben schenken.
        Ich habe aber kein Problem damit,ihre Meinung zur Kenntnis zu nehmen.
        Die ÖR überwachen ja schon Medien und prangern Unternehmen öffentlich an,die bei unabhängigen privatwirtschaftlichen Medien,die nicht ins Weltbild dieser linken Ideologen passen,Werbungen schalten!
        Dieses Vorgehen erinnert mich an sehr dunkle Zeiten,wo man aufrief,bei einer gewissen Bevölkerungsgruppe nichts mehr zu kaufen.
        Also..googeln Sie mal im Internet..da gibt es sehr viele Quellennachweise!!

      4. und nochmals zu @ HC

        Lieber HC,

        klar kann man über gewisse Ausdrücke streiten..Nicht nur bei mir und anderen Kommentatoren,sondern auch bei vielen aus den Altparteien.

        Da denke ich an das Pack von dem Sigmar Gabriel,der alle damit meinte,die diese unkontrollierte Flüchtlingspolitik kritisierten.
        Nach den Vorfällen von Köln sprach er einige Forderungen aus,die er vor Wochen noch als rechts verteufelte,wenn es andere forderten.
        Oder Arschloch..welches der Generalsekretär von der CDU Tauber von sich gab,gegenüber einen User auf seiner FB-Seite,der die jetzige Merkelpolitik verteufelte.
        Oder Aussagen von den Grünen,dass ja alle Männer Vergewaltiger wären,nach den furchtbaren Geschehnissen in Köln und anderen deutschen Städten.
        Man kann noch sehr viele Beispiele aufzählen ,siehe BILD und ihre Storys,Menschen mit anderer Meinung öffentlich an den Pranger zu stellen.
        Dagegen wirken ja meine Aussagen doch schon diplomatisch ,oder?
        Daher verstehe ich ihre etwas weinerliche Kritik.Aber mehr als zur Kenntnis kann ich diese nicht nehmen!

      5. @rolf berger: „Ich wurde auch noch nie bei einer Umfrage befragt und trotzdem behauptete man stets von Seiten der staatlich gelenkten Hellseher,dass die Mehrzahl der Deutschen mit Merkels Politik zufrieden sind. (…) Auch gibt es Foren im Internet (…) Dies sind wesentlich mehr Bürger,als die Hundertschaften,die man befragt um uns dann öffentlich eine Pro-Merkel-Zustimmung zu suggerieren.“

        Über die Pro-Merkel-Stimmung wundere ich mich auch. Und ich wurde auch noch nie in einer solchen Umfrage befragt. Klarer Fall: Dann muss die Umfrage natürlich gefälscht sein. Bei solchen Befragungen werden schätzungsweise einige Tausend, vielleicht auch zehntausend Menschen befragt. Bei einer Grundgesamtheit von ca. 60 Mio. ist da die Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden, immer noch relativ klein. Die Ergebnisse sind dennoch aussagekräftig, wenn es sich um eine echte Zufallsstichprobe handelt. Das sieht man ja auch an den Wahlergebnissen, die dann meist nicht so viel anders sind als in den Umfragen zuvor. Ach, ich vergaß: Die sind ja wahrscheinlich auch manipuliert.

        Es gibt wissenschaftliche Fakultäten, die sich seit Jahrzehnten mit nichts anderem beschäftigen als mit der Frage, wie man mit Stichproben, Aussage über eine deutlich größere Grundgesamtheit treffen kann. Aber Leute wie Sie, müssen es ja besser wissen, setzen lieber auf höchst selektive Erfahrungen aus Bekanntenkreis und dubiosen Internetquellen als auf wissenschaftlich fundierte systematische Erhebungen. Wie viele Menschen kennen Sie denn? Mit wie vielen sprechen Sie? Hunderttausend? Eine Millionen? Dann würden Sie vielleicht über ein einigermaßen objektives Bild verfügen.

        Wenn man sich nur in den richtigen Foren aufhält, wird man noch für die krudesten Ansichten genügend Fürsprecher finden, um die eigene Weltanschauung am Ende als Mehrheitsmeinung wahrzunehmen. Ein paar Hundert Leute reichen vollkommen dafür.

        Im Anschluss wird dann jeder, der was dagegen sagt, als Lügner und/oder Troll diffamiert. Alles, was nicht ins Weltbild passt, ist dann natürlich von „oben“ manipuliert. Eine solches Weltbild ist praktischerweise gegen Kritik und Fakten immun.

        Die große Mehrheit der Journalisten versucht tagtäglich nicht anderes, als die Realität so gut es geht wiederzugeben, riskiert mitunter in Kriegs- und Krisengebieten ihr Leben, nicht zuletzt in Syrien. Natürlich alles gefälscht. Das glauben Sie doch bitte nicht wirklich, oder?!

        Es gibt sicher viel zu kritisieren an den Medien; der Einfluss von Partikularinteressen aus Wirtschaft und Politik ist ständig gegeben. Mitunter versagt der Journalismus. Aber: Wir haben keine Zensurbehörde. Jeder, der mal eine Redaktion von innen gesehen hat, weiß, dass es keine Weisungen „von oben“ gibt. Selbst Chefredakteure, greifen oft gar nicht ins laufende Programm ein, geschweige denn der Intendant. Wie soll das auch gehen?

        Politiker haben es immer mal wieder versucht Einfluss zu nehmen, ja. Es waren aber meist die Medien selbst, die das dann öffentlich gemacht und kritisiert haben. Diese undifferenzierte Pauschalverleumdung der Medien ist nicht nur ein Schlag ins Gesichter aller, die dort täglich eine gute Arbeit machen, sondern noch viel mehr jener, die wirklich in totalitären Systemen im Gefängnis sitzen, weil sie die Regierung kritisiert haben. Bei uns kann hingegen selbst der größte Unfug bequem vom gut beheizten Wohnzimmer in aller Öffentlichkeit abgesondert werden. Und das ist richtig so, wenn auch wie hier in dieser wahrscheinlich sinnlosen Diskussion schwer zu ertragen.

        Was ist denn eigentlich die Alternative?
        Die Öffentlich-Rechtlichen abschaffen? Dann wird alles gut? Nur noch Unterhaltung und Schmalspurinformation, die für möglichst wenig Geld möglichst viel Quote bringt? Ein paar Zeitungen in den Händen von wenigen Verlagen, die noch übrig bleiben, weil die anderen an Auflage verlieren und im Netz kein Geld verdienen können. Sicher, es gibt unabhängige Internetportale und Blogs. Doch werden die so ausgestattet sein, das Sie sich aufwendige Recherchen leisten können. Werden die auch kritisch gegenüber mächtigen Konzernen berichten können, wenn sie gleichzeitig womöglich auf deren Anzeigen angewiesen sind. Ich fürchte, nein.

        Mag sein, dass die ÖR reformiert werden müssen, etwa bei der Besetzung der Rundfunkräte. Grundsätzlich gibt es aber kein Mediensystem, dass mehr Professionalität, Unabhängigkeit von Wirtschaft und Politik gewährleistet. Wer die investigativen Formate und Politmagazine im ö.-r. Rundfunk kennen würde (die leider oft viel zu spät gesendet werden), könnte niemals behaupten, dass der Staat und die Politik das alles kontrollieren würden. Nirgendwo sonst gibt es mehr (fundierte) Kritik an der Politik als dort und – ich meine – auch jenseits einfacher Links-rechts-Schemeta.

        Und zuletzt noch mal zur Flüchtlingspolitik, die der ganzen Diskussion hier ja implizit zugrunde liegt: Wer meint, die Medien bereiten den Boden für die offizielle Flüchtlingspolitik der Regierung, der soll doch bitte auch mal klar sagen, was er stattdessen möchte. Die Menschen in ihrer Heimat oder auf der Flucht krepieren lassen? Wieder Zäune mit Schießbefehl errichten? Das wollen wohl die wenigsten abseits des ganz rechten Randes so deutlich sagen. Womöglich deswegen werden krude Theorien darüber entworfen, dass die Medien „lügen“.
        Warum sollten sie das eigentlich tun? Und wenn hinter allem die Regierung und die „größte Koalition aller Zeiten“ steckt, warum sollte sie das tun? Erst groß angelegt in allen Medien Berichte über Flüchtlinge fälschen, diese dann massenhaft ins Land holen, um so den politischen Gegner a la AfD/Pegida zu stärken und bei der nächsten Wahl Stimmen zu verlieren?! Aber wahrscheinlich stecken auch hinter der Regierung obskure ausländische Mächte, die mit welchen Druckmitteln auch immer Angela Merkel die Politik diktieren. Die Argumentation hatten wir historisch dann wirklich schon mal.

        Vielleicht ist aber auch alles so, wie es hier in diesem Beitrag schonungslos offengelegt wird:
        https://www.youtube.com/watch?v=BPPdlWNHhG4&feature=share

  4. Wie man es auch wendet, Fakt ist, dass das System „Merkelscher Prägung“ moralisch und rechtlich am Ende ist. Die Parteien haben sich zu der „Größten Koalition aller Zeiten“ zusammengschlossen und auch die Medien haben sich – bis auf weniger Ausnahmen – zu Lautsprechern dieser Einheitsfraktion gemacht. Innenministerdarsteller Maas versucht jetzt noch das Internet unter Kontrolle zu bekommen und abweichende Meinungen strafrechtlich verfolgen zu lassen. Man kann nur hoffen, dass dieser Wahnsinn – wie in der DDR und den Staaten des ehemaligen Ostblocks – ohne Blutvergießen ein Ende findet. Wichtig ist, dass historisch und auch aus psychologischer Perspektive aufgearbeitet wird, wie es langsam und unbemerkt zu dieser Gleichschaltung kommen wurde. Und: die Hauptverantwortlichen des Merkels-System müssen nach dem Zusammenbruch vor Gericht belangt und abgeurteilt werden. Dazu gehören auch Chefredakteure, die für die Lügen, Hetze und Vertuschungen maßgeblich verantwortlich sind.

    1. Es ist doch eigenartig, wie man selbst als Bürger diesem Konglomerat zugeschaut hat. Man hatte seine Zeitung, man hatte seinen Sender, man hatte von mir aus seine Partei. Alles eine Brühe. Man ist sprichwörtlich eingeschlummert ob der dollen Nachrichten.

      Aber ich denke, das ist vorbei. Auch eine maaslose Bereicherung auf dem Posten des Justizminiwitzes kann das nicht regeln, trotz ständigen Brille putzens, um wichtig zu wirken. Ist er nicht.

      Leider (für die Qualitätspresse) weichen immer mehr auf alternative Berichterstattung aus. Natürlich muß man auch da aufpassen, was gesagt wird, das ist klar. Aber es gibt mitlerweile genug Vergleichsmedien. Letzlich sagte wer, ob man denn youtube mehr glauben würde, als „richtiger Presse“. ich sage definitiv ja, denn die lügen nicht, was Live-Videos angeht. DAS ist das leben, nicht das, was geschrieben steht. Wie sagte Merkel mal, Zitat: Und dann sagt die Kanzlerin bei eben jener Pressekonferenz diesen Satz: „Das Internet ist für uns alle Neuland“ (2013!). Kein Wunder, wenn solche Leute ein Land lenken, was dann übrig bleibt. Nämlich bald nichts mehr, wenns so weiter geht.

      Man kann nur HOFFEN, dass die „Qualitätspresse“ endlich umschlägt und die Wahrheit präsentiert, was ja ebenso Umfrageinstitute betrifft. Das ist doch verheerend, was die Leute sagen WÜRDEN, wenn sie nichtdr ohende Maas&Friends gern verfolgen würden. Es sind doch 90% gegen diesen Selbstmord (10% kranke Grüne gibts immer, das kann man nicht verhindern). DAS ist die Wahrheit, nicht das, was Frau „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ denkt und tut mit ihren 5 Gesellen, die sie noch hat. Ich glaube ja, sie ist krank. Sorry. Wenn ich ihr Gestammel und Aussehen sehe, könnte man zu den Schluß kommen.

      Wann ist UN-Wahl – werden wir dann mit dem Friedensnobelpreis bestraft und erlöst mit Abgang der Mrs.Untergang? Hoffentlich!

  5. Dieser Herr Nitsche (Nomen est Omen)denn DER Nitsche war =Philosoph, Dichter und Frauen Hasser, hat wohl seinen Geist in das viel zu kleingeratene Hirn (mit Verlaub) des Herrn Christian Nitsche hineingepupst.
    So ein Vizechefredakteur bekommt mit Sicherheit auch ein recht ordentliches Salär für seine geistigen „Ergüsse“ von meinen Zwangsgebühren auf sein Konto? Es ist eine Unverschämtheit solch einen „offenen Brief“ zu schreiben!
    Warum sind diese Typen nicht in der Lage, einfach mal ihre „Fehler“ zuzugeben?
    Dem, was „Schrottpresse“ sagt, schließe ich mit zu 100% an.

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