Optimistischer Start ins Jahr 2016: das neue Selbstbewusstsein der Brigitte

Brigitte-Chefredakteurin Brigitte Huber und Verlagsgeschäftsführer Frank Stahmer freuen sich auf neue Produkte im Jahr 2016
Brigitte-Chefredakteurin Brigitte Huber und Verlagsgeschäftsführer Frank Stahmer freuen sich auf neue Produkte im Jahr 2016

Beim Jahresgespräch in Hamburg warf das Brigitte-Team einen Blick zurück auf das Jahr 2015 – und zeigte sich mit den Entwicklungen sowohl des Hauptmagazins, der Spezialhefte als auch der neuen Produkte, wie beispielsweise Brigitte Wir, überaus zufrieden. Auch 2016 sind wieder Neuerscheinung geplant, genau wie ein großer Digital-Relaunch.

Verlagsgeschäftsführer Frank Stahmer, Chefredakteurin Brigitte Huber, Publisher Iliane Weiß und Digital Business Director Thomas Wittlinger starten voller Optimismus in das neue Jahr. Zwar sei der Umsatz der Brigitte rückläufig, erklärt Verlagsgeschäftsführer Frank Stahmer am heutigen Dienstag in Hamburg, doch das habe man durch die neuen Produkte auf dem Markt ausgleichen können. „Alle unsere Titel verdienen Geld und schreiben schwarze Zahlen“, so Stahmer. Weitere Entlassungen sollen vermieden werden; aktuell hat die Brigitte 70 Print- und 20 Online-Redakteure.

Eines der neuen Produkte 2015 war Brigitte Wir, das Magazin für Frauen „in der dritten Lebenshälfte“. 2.600 Abos konnten bislang verkauft werden, Tendenz steigend. Aufgrund des guten Starts soll Brigitte Wir im Jahr 2016 sechsmal erscheinen. Ebenfalls neu unter der Dachmarke Brigitte erscheint seit 2015 das Magazin Brigitte Biografie (zuvor P.M. Biografie), das dieses Jahr mit insgesamt vier Heften am Kiosk liegen soll.

Darüber hinaus sollen im Spätsommer 2016 abermals komplett neue Hefte erscheinen, verkündete Brigitte Huber. Konkreter wollte sie diesbezüglich jedoch nicht werden. Insgesamt wird es 2016 68 EVTs geben; 2015 waren es noch 54. Generell bekannte sich das Brigitte-Team deutlich zum gedruckten Journalismus: „Print bleibt weiter wichtig“, betonte Frank Stahmer.

Dennoch soll es auch digital einige Neuerungen in 2016 geben: Für die zweite Hälfte des Jahres ist ein großer optischer und technischer Relaunch geplant – sowohl für Brigitte.de als auch für die App. Wie die neue Webseite genau aussehen wird, konnte Digital Business Director Thomas Wittlinger allerdings noch nicht sagen. Die digitale Rundumerneuerung passt zu der Web-Offensive, die Brigitte.de vor rund zwei Jahren gestartet hat – und die mittlerweile Früchte trägt: Im Reichweiten-Ranking der AGOF führt Brigitte.de schon länger mit 6,27 Millionen Unique Usern vor den beiden großen Rivalen Wunderweib (Bauer) mit 3,13 Millionen Unique Usern und GoFeminin (Springer) mit 5,05 Millionen Unique Usern. Diese Reihenfolge sah bei den Visit-Charts der IVW lange anders aus. Doch auch hier gelang es den Brigitte-Leuten vor vier Wochen die Pole-Position zu erobern. Brigitte.de kommt im Oktober auf 19,84 Millionen Visits, Wunderweib auf 18,67 Visits und Go Feminin auf 14,75 Millionen Visits.

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Alle Kommentare

  1. Ich finde es toll, wenn sich Magazine entwickelt und auch die Zielgruppen erreichen, aber die Zahlen sind meines Erachtens aber nicht ganz realistisch.
    [… Im Reichweiten-Ranking der AGOF führt Brigitte.de schon länger mit 6,27 Millionen Unique Usern vor den beiden großen Rivalen …]
    Wenn das die Zahlen wie weiter unten wiederspiegelt und z.B. dem Oktober entsprechen – also einen Monat, bedeutet dies, dass die G+J Vermarktungseinheit mit allen anderen Titeln insgesamt etwa 15 Mio. u.U. hat, also auch einschließlich Chefkoch, Eltern usw. Schon allein das scheint absurd. Die Zahlen sollten einmal geprüft werden…

  2. Auf diese Meldung hin habe ich mir brigitte.de angeschaut. Ich find, dass der Themenmix eher Wochenmagazinen wie „Laura“ oder dem „Goldenen Blatt“ gerecht werden, dazu gibt’s eine Prise Sex und rührselige Welpen-Filme. Ich bin erschüttert. Die Brigitte war doch mal ein journalistisches Magazin!

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