„Projekt Köln“: Gruner + Jahr startet im Februar wöchentliche Frauenzeitschrift

Chefredakteur Philipp Jessen, Redaktionsleitung Annette Utermark, Art Direktorin Ji-Young Ahn und Chefredakteur Hans-Peter Junker (v.l.n.r.)
Chefredakteur Philipp Jessen, Redaktionsleitung Annette Utermark, Art Direktorin Ji-Young Ahn und Chefredakteur Hans-Peter Junker (v.l.n.r.) ©Frank Waberseck/2VISTA für Gruner + Jahr

Nachdem 2015 bei Gruner + Jahr bereits das Jahr der Print-Neueinführungen (u.a. Barbara) war, geht es am Baumwall im neuen Jahr munter weiter. Bereits im Februar soll unter dem Projektnamen "Köln" ein überaus ambitioniertes Projekt an den Start gehen: G+J launcht ein wöchentliches Frauenmagazin mit einem Konzenpt, das Insider als Mix aus People-, Nachrichten- und Yellow-Elementen beschreiben.

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Der Verlag bestätigte am Montag eine Meldung des Branchendienstes kress.de, der zudem berichtet, dass das neue Magazin in einer Druckauflage von 400.000 Exemplaren erscheinen wird. Seit mehr als zwei Jahrzehnten, als G+J mit der Gala erstmals auf dem deutschen Markt ein Woman’s Weekly in sein Portfolio aufnahm, ist dies der erste wöchentliche Titel der Hamburger im Frauensegment. Für den Starttermin, der nach MEEDIA-Informationen im Februar liegt, gibt es bislang keine offizielle Bestätigung.

Chefredakteure des Newcomers sind stern.de-Macher Philipp Jessen (ehemals Gala und Bravo) sowie Hans-Peter Junker, der den stern-Ableger View verantwortet. Beide sollen den Job zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben erledigen und berichten an Chief Product Officer Stephan Schäfer. Wie zu hören ist, haben sich die Entwicklungschefs mit einem kleinen, aber feinen Team umgeben, dass die neue Zeitschrift in bewährter Gruner + Jahr-Qualität produzieren soll. Auch wenn der Markt, auf den der neue Titel zielt, nicht gerade durchgehend als Premiumbereich gilt, werde es im G+J-Blatt „definitiv keinen Trash“ geben, heißt es aus dem Verlagsumfeld.

Andere Medienhäuser, besonders Bauer, Burda und Funke, werden den Markteintritt genau beobachten. Mit dem Engagement in einem von Vertriebstiteln dominierten Zeitschriftensegment unterstreicht Gruner + Jahr das neu gewonnene Selbstbewusstsein. Seit Sommer vergangenen Jahres dauern die Konzeptarbeiten bereits an; der Projektname „Köln“ hat deshalb selbstverständlich nichts mit den Vorfällen der Silvesternacht zu tun, sondern entspricht der G+J-Tradition, Entwicklungsredaktionen nach Städten zu benennen.

Update, 12.01.: Das neue Weekly wird 1,90 Euro kosten und richtet sich an Frauen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren, die laut Verlag „am aktuellen Zeitgeschehen ebenso interessiert sind wie an unterhaltender Berichterstattung“.Es besteht aus einem Newsteil mit den „bewegendsten Geschichten“ der Woche, einem umfangreichen Serviceteil zu Themen wie Mode, Beauty, Reise, Wohnen, Freizeit, Kochen, Gesundheit und Partnerschaft und einem Unterhaltungsteil mit Tipps und Empfehlungen, Rätseln und Horoskop. Annette Utermark, die vorher Chefreporterin der Gala war, fungiert als Redaktionsleiterin. Art Direktorin wird Ji-Young Ahn, die zuvor in derselben Funktion bei Neon war.

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Alle Kommentare

  1. „Mix aus People-, Nachrichten- und Yellow-Elementen“
    Nein, wie kreativ. Und auch noch zwei Herren an der Spitze die den Frauen mal erklären was sie interessiert.

  2. Warum schreibt Ihr eigentlich nicht, dass Annette Utermark, die vorher Chefreporterin der GALA war, Redaktionsleiterin ist. Art Direktorin wird Ji-Young Ahn, die zuvor in derselben Funktion bei NEON war.

    Besten Gruß
    Beate Wedekind

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