#HbfKoeln: DJV verurteilt Bevormundung der Presse durch Innenminister de Maizière

Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei einer Pressekonferenz am 07. Januar 2016
Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei einer Pressekonferenz am 07. Januar 2016 Foto: dpa

Publishing Der Deutsche Journalistenverband hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière sowie die Polizei zu den Silvester-Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof kritisiert. "Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht auf umfassende Information", so DJV-Chef Frank Überall. Das Verhalten des Polizeipräsidenten Wolfgang Albers, der keine Journalistenfragen mehr zu den Vorgängen in Köln seit Silvester beantworten will, sei skandalös.

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Überall, selbst Kölner, warf Albers vor, den Journalisten bisher falsche oder unvollständige Informationen geliefert zu haben. „Das ist nicht hinnehmbar.“ Die Kölner Polizei hatte ihre Informationspolitik damit begründet, dass man zunächst dem Innenministerium in Nordrhein-Westfalen ausführlich Bericht erstatten müsse.

DJV-Chef Überall bemängelte zudem, auch Bundesinnenminister de Maizière (CDU) gebe Journalisten zu wenig Informationen. Sollte sich herausstellen, dass die mutmaßlichen Gewalttäter von Köln überwiegend in Deutschland lebende Ausländer waren, hätten Polizeibehörden nicht das Recht, diese Information für sich zu behalten, sagte Überall. „Es wäre dann die Aufgabe der Journalisten, damit verantwortlich umzugehen.“

(dpa/ms)

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Alle Kommentare

  1. Leider haben wir in Deutschland wieder den Zustand von politischer Manipulation der regierenden Personen (Angela Merkel) durch Presse und Medien erreicht. Jeder der seine Meinung sagt und dies nicht in das politische Weltbild der regierenden Parteien passt ist sofort ein Neonazist. Aus Geschichtsbuechern erinnere ich mich, dass auch im vorigen Jahrhundert eine politische Propagandmaschine in Deutschland Andersdenkende ebenfals sofort als unliebsame Buerger und Stoerenfriede abgestempelt hat. Vielleicht sollten heutige, deutsche Politiker mal hier eine Parallele ziehen und sich selbst damit vergleichen.
    Meine deutsche Heimat, in der ich als Person mit Migrationshintergrund aufgewachsen bin tut mir sehr leid. Ich bin froh, dass ich ins Ausland ausgewandert bin wo noch normale Verhaeltnise herrschen.

  2. Da verhalten sich die Politiker endlich mal im Sinne des Mainstream-Journalismus und halten die volle Wahrheit zurück, schon werden sie wieder kritisiert. Die verantwortlichen Beamten haben nämlich (ganz im Sinne des verordneten gutmenschlichen Journalismus) verheimlichen wollen, dass die Täter überwiegend aus Asylantenheimen stammen (Stand jetzt, 23.00 Uhr), dann ist es den Journalisten auch wieder nicht recht. Die wollen schließlich selbst entscheiden, welche verzerrte Wahrheit sie der Öffentlichkeit präsentieren. Leute, was denn jetzt?
    Stellt Euch doch mal die einfache Frage: Wäre ein solches Ereignis wie in Köln schon vor einem Jahr denkbar gewesen? Nicht? Ach.

  3. Ett iss wie ett iss: Die CDU hält ihre 39% und diese hat sich inzwischen zu einer hochrelevanten Interessengruppe für ClanDestine gemausert. Das Kürzel CDU dieser Partei muß deshalb nicht geändert werden: CDU = ClanDestine Union. Im Spanischen und Portugiesischen werden illegale Grenzgänger als „CLANDESTINOS“ bezeichnet.

    Diese CDU verfügt über mächtige Führungspersonen. Allen voran: Merkel, Schäuble und Innenminister DE MAIZIERE. Dieser Name wird französisch ausgesprochen. Aber das Internet-Wörterbuch LEO weist nichts aus zu dem Namen Maizière. Dafür gibt es im Französischen das Verb „macérer“ mit der deutschen Entsprechung „mazerieren“. Wenn man Lebensmittel wässert oder einweicht, dann hat man etwas mazeriert.

    Nun ist spätestens seit Silvester in Köln für manche deutsche Zeitgenossen die AfD zum Lebensmittel, wenn nicht sogar zum Überlebensmittel geworden. Aber genau diesen Deutschen will der Innenminister einen Strich durch die Rechnung machen. Er will die AfD einweichen, indem er sie von unserem Verfassungsschutz beobachten lassen will. Er will sie solchermaßen naßmachen, bis sie Schimmel ansetzen werden.

    Unser Verfassungsschutz hat sich zwar in der jüngeren Vergangenheit unendlich blamiert, aber zu „Horch-Und-Guck“ kann man ihn vielleicht noch verwenden. Der Innenminister scheint sich dessen so ziemlich sicher zu sein. Wobei das Beobachten etwas einfacher geartet sein soll als das „H-U-G“-Verfahren. Da kommt man angeblich ohne Fernrohr klar.

    Also dieser Innenminister, dessen mittelalterliche Vorfahren vielleicht auf einer feuchten Wiese (macière oder maizière?) in Frankreich heimisch gewesen sein könnten, der könnte vielleicht auch schon mal von dem französischen Imperativ „Corrigez la fortune“ gehört haben. Denn so wie rechts von der CSU nichts sein darf, so darf rechts von Merkels CDU nur die CSU sein.

    Nun könnte der Innenminister mit seiner Polizei auf die AfD losgehen, indem er Wasserwerfer auffahren läßt. Aber nein Thomas de M. hält bei der Wässerung seiner Gegner auf seinen Verfassungsschutz. Der hat es beim Beobachten wesentlich einfacher. Er begibt sich ins Internet und wartet auf dem FB-Account der AfD den nächsten „Shitstorm“ ab. Wenn dort „à la bonne heure“ die Fans so richtig ausrasten, wird sich schon irgendetwas rassistisch Verwertbares ergeben. Auf den Demos mitzumarschieren ist für die Verfassungsschützer eine nette Abwechslung vom tristen Alltag. Ach das Leben kann zwischendurch so herrlich sein.

    Für Merkel und ihren „Einweicher“ wird der Stress hingegen immer größer. Beide hätten schon längst zurücktreten müssen. Aber nein, jetzt greift man zum letzten Strohhalm und versucht sich auf „mazerieren“. Im Spanischen heißt das „macerar“. Dort hat das eine vielfältigere Bedeutung: Weichklopfen, kasteien, quälen. Genau das hat Thomas de M. mit der AfD, mit ihren Sympathisanten und noch unentschiedenen Wählern vor. Bis zur Bundestagswahl 2017 hat er dazu noch sehr viel Zeit und Fernsehauftritte. Bis zu den Landtagswahlen im März 2016 könnte es da schon enger werden.

    WÄRTHER Herr Innenminister „VON DER FEUCHTEN WIESE“
    und der „ClanDestinen Union“:

    Hier noch ein besonderer Vorschlag zur Behandlung von AfD-Protagonisten, die sich wegen der Silvester-Vorkommnisse in Köln demnächst noch stärker produzieren könnten. Wie wäre es mit „WATERBOARDING“? Nur mal so ein kleiner Tip!

    Mit feuchten Grüßen
    CQ (DD)

    Was man auch noch zu Thomas de Maizière wissen sollte:

    1. Seinen überaus frühen CDU-Beitritt:

    De Maizière wurde 1971 als Schüler Mitglied der CDU.
    (laut Wikipedia)

    2. Was Merkel ihm verdankt, nämlich ihren Karrierebeginn:

    1990 empfahl De Maizière seinem Cousin Lothar de Maizière, dem ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der DDR, nach der Volkskammerwahl Angela Merkel als Pressemitarbeiterin in sein Team aufzunehmen, in das er dann ebenfalls als Berater aufgenommen wurde.
    (laut Wikipedia)

    3. Seine skandalhafte Unaufrichtigkeit:

    Thomas de Maizière war von 2005 bis 2009 für die Geheimdienstaufsicht zuständig und soll nach Medienberichten seit 2008 von der Spionage gewusst haben. In mehreren Antworten auf parlamentarische Anfragen hatte die Bundesregierung erklärt, es gebe „keine Erkenntnisse zu angeblicher Wirtschaftsspionage durch die NSA“. Gegen de Maizière wurde der Vorwurf erhoben, bewusst den Deutschen Bundestag belogen zu haben. In diesem Zusammenhang forderten verschiedene Medien und Politiker seinen Rücktritt vom Amt des Bundesinnenministers.
    (laut Wikipedia)

    1. Ein ziemliche Blamage für MEEDIA erscheint mir das Schließen der Kommentarfunktion zu dem interessanten Artikel von Hasso Mansfeld ca 1 1/2 Stunden nach Veröffentlichung. Das wäre nicht nötig, wenn man die Kommentare hier sieht.

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