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Die zickige Reaktion von Spiegel Online auf Jan Böhmermanns Kritik am No-Name-Nazi

Weiß Jan Böhmermann innerhalb von zehn Sekunden den Namen seines Kreistagsabgeordneten?
Weiß Jan Böhmermann innerhalb von zehn Sekunden den Namen seines Kreistagsabgeordneten?

Die zickige Antwort von Spiegel Online auf eine Frage von Jan Böhmermann wird bei Facebook heiß diskutiert. Es geht darum, ob man den Namen des Brandenburger Kreistagsabgeordneten der NPD, Marcel Zech, in der Berichterstattung über ein Gerichtsurteil nennen darf oder soll. Spiegel Online meint mal wieder: nein.

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Zech hat sich auf seinen Rücken die Silhouette eines Konzentrationslagers sowie den Spruch „Jedem das Seine“ tätowieren lassen. Der Spruch stand über dem Eingangstor des KZs Buchenwald. Das Amtsgericht Oranienburg verurteilte Zech darum wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung. In der Berichterstattung zu dem Urteil bei Spiegel Online und Zeit Online wurde der Name Marcel Zech weggelassen. Auf Twitter und Facebook fragte Jan Böhmermann, warum:

Während sich Zeit Online aus der Debatte raushielt, antwortete Spiegel Online sowohl bei Twitter und auf Facebook. Bei Twitter verwies SpOn auf die Persönlichkeitsrechte des Neonazis:

Bei Facebook gab derjenige, der die Social Media Accounts von Spiegel Online betreute, eine zickige Antwort in Richtung Böhmermann:

Auch der Social-Media-Chef von Spiegel Online, Torsten Beeck, beteiligte sich an der Debatte:

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Bildschirmfoto 2015-12-23 um 09.51.19

Bildschirmfoto 2015-12-23 um 09.34.45

Bildschirmfoto 2015-12-23 um 09.34.01

Bildschirmfoto 2015-12-23 um 09.36.03

Sehr viele andere Medien, darunter FAZ, Tagesspiegel, Potsdamer Neueste Nachrichten, RBB, BCC, nannten den Namen Marcel Zech. Die Episode ist auch darum bemerkenswert, weil gerade Spiegel Online in der Vergangenheit des öfteren durch das Weglassen von relevanten Informationen aufgefallen war. So nannte die SpOn-Redaktion anfangs den Namen des Co-Piloten, der die Germanwings-Maschine zum Absturz brachte, Andreas Lubitz, nicht. Erst als der gedruckte Spiegel den Namen nannte, schwenkte die Online-Redaktion auf diesen Kurs ein.

Auch das Foto des toten Flüchtlingskindes am Strand, das weltweit zum erschütternden Symbol der Flüchtlingskrise wurde, zeigte Spiegel Online seinen Lesern lieber nicht.

Torsten Beeck, der Social-Media-Mann von Spiegel-Online schreibt zum Weglassen des Namens Marcel Zech nun:

Bildschirmfoto 2015-12-23 um 09.34.22

Genau das ist vielleicht das Problem: dass die Redaktion von Spiegel Online sich mal wieder für die Nicht-Information des Lesers entschieden hat ….

(swi)

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Alle Kommentare

  1. Der zickige Kommentar wurde mittlerweile entfernt. Was stand da?

  2. Es hat jeder sein Land / Terretorium zugeteilt bekommen.
    Wenn diese es nicht verwalten konnten kann man Deutschland nicht zumuten diese dummheit zu Unterstützen.
    In Deutschland geht durch unseren Sozialstaat und nicht durch die Demokratie noch sehr viel was in anderen „Demokratischen“ länderein/Terretorien nicht mehr geht.
    Deutschland den Deutschen weil wir dieses Land Verwalten und Wirtschaften können unabhängig von dem Demokratisierenden Bundeskanzler Merkel läuft hier schon unter der Politik alles als Sozialstaat durch.
    Merkel mit ihrer Europäisierung und Demokratisierung ist der Untergang für Deutschland/Germany.
    Ich mich auch nicht unbedingt als Deutscher sondern eher als Germane mit Vergangenheit sehe.
    die Deutsche Vergangenheit reicht gerade mal ins 18.Jahundert.
    gruss Eurofrank.

    1. Wer hat Dich eigentlich diesem Territorium zugeteilt? Ein Germane, der nicht mal Germanisch kann? Aber im Verwalten bist Du sicher supi.

      Nur bitteschön kein „Wir“: Mit Stammelgermanistikern wie Dir möchte niemand in der ersten Person Plural stehen.

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