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Spiegel und stern punkten am Kiosk mit Paris-Terror-Berichten, Focus überhaupt nicht

Die Ausgaben 48/2015 von Spiegel, stern und Focus.
Die Ausgaben 48/2015 von Spiegel, stern und Focus.

Das große Interesse der Deutschen an Berichten zu den Terror-Anschlägern von Paris kam auch bei den Magazinen Spiegel und stern an. Beide liegen mit ihren Ausgaben 48 über den Durchschnittszahlen der jüngeren Vergangenheit, wie die nun veröffentlichten IVW-Auflagen zeigen. Überhaupt nicht gelungen ist das dem Focus und seiner "Debatte über Islam, Krieg und Flüchtlinge".

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238.411 mal wechselte Der Spiegel 48/2015 im Einzelverkauf, also in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. den Besitzer. Das sind immerhin rund 3.300 mehr als im 3-Monats-Durchschnitt des Magazins, aber etwa 2.600 weniger als im 12-Monats-Durchschnitt. Die Zahl der Vorwoche – 244.739 Einzelverkäufe mit dem Nachruf auf Helmut Schmidt – wurde zudem verfehlt. Dennoch: die 238.411 sind einer der besseren Einzelverkaufswerte der vergangenen Wochen. Auf dem Titel stand dabei ein Zitat eines Mannes, dessen Frau im Pariser Club Bataclan ermordet wurde: „Ihr wollt, dass ich Angst habe. Vergesst es!“. Der Gesamtverkauf der Ausgabe, inklusive Abos, Bordexemplaren, Lesezirkeln, etc. lag bei 814.257, darunter 53.377 ePaper.

Für den stern lief es in der aktuellen Cover-Check-Woche sehr ähnlich wie für den Spiegel. Auch er lag unter der Vorwoche und dem 12-Monats-Durchschnitt, aber recht klar über dem 3-Monats-Durchschnitt. 207.031 griffen im Einzelhandel zum Heft 48/2015 mit der Zeile „Angriff auf Europa. Paris, Freitag, 13.11.2015“ und dem düsteren Eiffelturm auf dem Titel. Eine Woche vorher waren es mit Helmut Schmidt 209.356, der 12-Monats-Durchschnitt liegt bei 209.100. Der 3-Monats-Durchschnitt von rund 200.000 Einzelverkäufen wurde aber klar übertroffen. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Er lag bei 740.046 Exemplaren, 15.496 als ePaper.

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Der Focus versuchte auf seinem Titel die Terror-Anschläge in eine „neue Debatte über Islam, Krieg und Flüchtlinge“ zu führen. „Wie schützen wir unsere Freiheit?“ war die Zeile. Interessiert hat die Diskussion allerdings nur wenige, der Einzelverkauf lag bei schwachen 57.338 Exemplaren und damit weit unter dem Normalniveau der jüngsten 12 Monate (79.600) und der jüngsten drei Monate (74.600). Insgesamt fand das Heft 506.073 Abnehmer, davon 22.446 mal als ePaper.

Kennen Sie unser Cover-Check-Tool? Damit können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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