Akuter Flopverdacht: Apples iPad Pro in China noch keine 50.000 Mal aktiviert

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Digital Economy Nächste Hiobsbotschaft für Apple: Nach den immer größeren Absatzsorgen um das iPhone bleibt offenbar auch das iPad Pro unter den Verkaufserwartungen. Tatsächlich scheint das gerade mit viel Medienbuhei gestartete Apple-Tablet offenbar bei Verbrauchern auf dem zweitwichtigsten Absatzmarkt durchzufallen. Gerade 49.000 Aktivierungen wurden vom 13-Zöller im ersten Monat in China verzeichnet.

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Das berichtete jetzt das chinesische Research-Unternehmen Talking Data. Sticht der potenzielle Milliarden-Joker doch nicht? Als Apples mit Spannung erwartetes neues Maxi-Tablet im November in die Regale der Apple Stores kam, überboten sich die Analysten mit Prognosen, welchen Einfluss das iPad Pro in Apples Bilanz haben könnte.

Zumindest für eine Unterstützung von einer Million Einheiten pro Monat könnte das iPad Pro sorgen, glaubte die Investmentbank RBC Capital Markets. In einer Studie rechnete Analyst Amit Daryanani vor, dass Apple in den ersten drei Monaten der Markteinführung drei Millionen Geräte verkaufen wird.

TalkingData: Nur 49.300 iPad Pro-Aktivierungen in vier Wochen in China

Bei einem von Daryanani angenommenen Durchschnittsverkaufspreis von 800 Dollar würde das immerhin Umsätzen von 2,4 Milliarden Dollar entsprechen, von denen nach dem Verkaufsstart Mitte November rund 1,2 Milliarden Dollar in die Weihnachtsbilanz mit einfließen könnten.

Doch daraus scheint nun nichts zu werden, wenn man den ersten Erhebungen auf Apples zweitgrößtem Absatzmarkt trauen darf. Wie das Pekinger  Researchunternehmen TalkingData feststellte und gegenüber dem Techblog Mashable bestätigte, wurden in den ersten vier Wochen seit dem Verkaufsstart ganze 49.300 Aktivierungen des iPad Pro verzeichnet.

Selbst wenn man unterstellt, dass nicht alle gekauften iPads auch schon aktiviert wurden, erscheint die Erhebung als große Enttäuschung, zumal Apple in China nach den USA am meisten absetzt.

iPad Air 2 verkaufte sich vor einem Jahr in China zum Start 11 Mal besser

Vor allem der 4-Wochen-Vergleich zum iPad Air 2, das im vergangenen Jahr gelauncht wurde, stimmt extrem bedenklich: Vom runderneuerten 10-Zöller wurden im Reich der Mitte im ersten Monat 557.000 Einheiten aktiviert – mehr als die elffache Menge also. Selbst das kaum verbesserte iPad mini 4 verzeichnete vor einem Jahr mit 92.000 Aktivierungen fast ein doppelt so hohes Käuferinteresse wie das iPad Pro.

Auch wenn man den erheblichen Startpreis von mindestens 899 Euro als Verkaufsbremse berücksichtigt (in der 128 GB-LTE-Version kostet das iPad Pro 1229 Euro), bleibt der mit viel Selbstvertrauen neu gelaunchte Hoffnungsträger offenbar nach jeder Lesart selbst hinter den Minimalerwartungen zurück.

Die hochpreisigen Accessoires zum iPad Pro, der digitale Stift Pencil (109 Euro) und die Klapptastatur Smart Keyboard (169 Euro), dürften zudem keine zusätzlichen Anreize setzen –  sie werden weiterhin mit erheblichen Verzögerungen ausgeliefert.

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Alle Kommentare

  1. Na ja, selbst iPad Fans in meinem Umfeld fragen sich, was sie mit diesem großen Ding anfangen sollten.
    Letztlich laufen darauf keine amtlichen Programme wie Final Cut Pro, Logic, usw., für die das Teil sinnvoll wäre, sondern halt nur die üblichen Spass Apps, die am besten auf einem iPad mini oder iPhone für unterwegs, aufgehoben sind.

    Absatzsorgen um das iPhone kann ich zwar nicht wirklich sehen, aber vielleicht fällt ja der Apple Sekte doch langsam auf, dass, neben allen amtlichen Herstellern (Samsung, Sony, etc.) selbst Huawei, Motorola und Microsoft inzwischen bessere Geräte auf dem Markt haben – in der Chip Bestenliste liegt das iPhone 6S mit sogar 128GB gerade mal auf Platz 33 – noch hinter einigen Geräten der schon vergangenen Generation. Und, Chip ist ins Sachen Tests von Smartphones und Co eigentlich amtlich.
    Richtig lustig finde ich allerdings, dass Apple folgende Aktion fährt:
    „Gib dein altes Handy für dein neues iPhone in Zahlung.
    Tausche dein aktuelles Smartphone …“
    Also, in meinem Umfeld fanden Wechsel tatsächlich ausschließlich in die andere Richtung statt (wenn auch selten, denn die meisten bleiben beim gewohnten, unabhängig vom Hersteller) …
    Ist ja auch klar, dass man eher ungern das doppelte ausgibt um zu einem definitiv schlechteren Gerät zu wechseln.

  2. Also ich würde das Ipad Pro sofort nehmen, der Preis ist halt einfach zu hoch – für 400 Euro nehme ich das Ding sofort und würde es einem Ipad Air 2 vorziehen

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