Anzeige

„Tatort“-Rückblick 2015: 111 Leichen und 8 tötende Kommissare

Diese „Tatort“-Kommissare töteten im Dienst
Diese "Tatort"-Kommissare töteten im Dienst

Leichenschwund: Obwohl es vier Krimis mehr als im vergangenen Jahr gab, ist bei der Krimireihe "Tatort" die Zahl der Toten im Jahr 2015 niedriger, zählt die Expertenwebseite Tatort-Fundus. Auch zogen in diesem Jahr wieder einige Kommissare ihre Dienstwaffe – mit tötlichen Folgen.

Anzeige
Anzeige

Beim „Tatort“ sind dieses Jahr 111 Leichen gezählt worden – ein Minus im Vergleich zum Vorjahr, als es mit 150 Krimi-Toten eine Rekordzahl gab. Die Zählung kommt von der Fan-Seite Tatort-Fundus. 2015 gab es 40 neue Filme, 2014 waren es 36 gewesen. Damals ließ der shakespeareartige Western-Krimi „Im Schmerz geboren“ mit Ulrich Tukur als leichenreichster „Tatort“ der Geschichte mit allein mehr als 50 Toten die Zahl extrem nach oben schnellen.

Im 2013 waren 73 Tote in 36 Filmen gezählt worden, 2012 waren es 88 Tote in 35 Filmen. Von den 111 Toten 2015 waren 84 männlich (75 Prozent) und 27 weiblich (25 Prozent). Bei den Tätern war das Verhältnis fast genauso (77 Prozent männlich, 23 Prozent weiblich). Bis Silvester stehen von den 40 „Tatort“-Fällen noch zwei aus, und zwar ein Kölner am zweiten Weihnachtsfeiertag und ein hessischer mit Ulrich Tukur einen Tag später.

52 Opfer wurden erschossen, elf stürzten tödlich

Mit 9 Leichen war der Krimi „Frohe Ostern, Falke“ mit Wotan Wilke Möhring vom 6. April der leichenreichste „Tatort“ des Jahres. Auf Platz zwei kam mit 7 Leichen der Schweizer Fall «“hr werdet gerichtet“ vom 6. September, in dem die von Schauspieler Antoine Monot Jr. gespielte Figur sechs Menschen und sich selbst tötete. Mit je 6 Leichen teilen sich der Frankfurter Fall „Kälter als der Tod“ vom 17. Mai und der Berliner Krimi „Das Muli“ vom 22. März den dritten Platz in der Leichenstatistik.

Auch die Todesarten wurden wieder analysiert: erneut wurden die meisten Opfer erschossen – und zwar 52. Erschlagen wurden elf, ebenso viele stürzten tödlich. Seltenere Todesarten waren zum Beispiel Erwürgen, Ersticken, Verbluten, Ertrinken, Verätzung, Strangulation, Milzriss oder Embolie. Je zweimal als Leiche endeten in wichtigen Episodenrollen übrigens die Schauspieler Armin Rohde (der beide Male von „Tatort“-Ermittlern getötet wurde) sowie Emily Cox und Julius Feldmeier. Feldmeier starb sogar in zwei aufeinanderfolgenden „Tatorten“ („Die letzte Wiesn“ und „Verbrannt“ am 20. September und 11. Oktober).

Die „früheste Leiche“ in den eineinhalbstündigen Krimis registrierte das Team von Tatort-Fundus.de nach 59 Sekunden in der Wiener Folge „Deckname Kidon“ sowie in der Luzerner Folge „Ihr werdet gerichtet“). Die „späteste Leiche“ habe es nach 66 Minuten im letzten Leipzig-„Tatort“ mit dem Titel „Niedere Instinkte“ gegeben.

Anzeige

Acht Figuren in 40 Fällen töteten im Polizeidienst

In diesem Jahr töteten laut der Zählung auch wieder einige „Tatort“-Kommissare im Dienst. Mit acht Figuren in den 40 Fällen waren es sogar auffällig viele. Zweimal passierte das in Frankfurt sowie einmal in Wien, Köln, Dortmund, Norddeutschland, Berlin und Ludwigshafen.

Es waren die Ermittlerfiguren Frank Steier (gespielt von Joachim Król in seinem letzten Fall am 22. Februar), Paul Brix (Wolfram Koch), Moritz Eisner (Harald Krassnitzer), Max Ballauf (Klaus J. Behrendt), Nora Dalay (Aylin Tezel), Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring), Robert Karow (Mark Waschke) und Mario Kopper (Andreas Hoppe).

Im Jahr 2014 hatten laut Tatort-Fundus mindestens vier Ermittler getötet – die Figuren von Richy Müller, Wotan Wilke Möhring, Fahri Yardim und Til Schweiger. Schweigers Nick Tschiller tötete sogar dreimal. Wie oft Ulrich Tukurs Figur Felix Murot im Leichenrekord-Krimi «Im Schmerz geboren» tötete, blieb unklar, weil er einmal unzählbar und westernmäßig in eine Menge ballerte.

2013 hatten zwei „Tatort“-Kommissare zur Waffe gegriffen: der Hamburger Tschiller (Til Schweiger) und der Frankfurter Steier (Joachim Król).

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Es ist leider armselig, zu sehen, wie wenig den Drehbuchschreiber einfällt, wenn man alte Polizeiruf 110 Serien als Vorlage hat. Immer nur Morde und immer nur Leichen, dazu “ tötende“ Kommissare, denen wehrlos machende Schüsse scheinbar gar nicht in den Sinn kommen. Das dies gerade in unserem Land, welches Polizeibeamten beim Schusswaffen Gebrauch sehr genau auf die Finger schaut und man zuerst einmal massiven Prüfungshandlungen stand halten muss, da man getötet hat, ist scheinbar ohne Belange. Ein Tatort in dem es um Ländergrenzen geht, die Ermittlungen behindern, Betrug, Steuerhinterziehung im grossen Stil und/ oder Heiratsschwindelei, bei dem auch mal ein “ Böser“ entkommt, zum nachvollziehbaren Leidwesen der Ermittler, würde mehr Glaubwürdigkeit und demnach auch mehr Interesse am Tatort-Gucken generieren.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*