„Schlag den Raab“ verabschiedet sich mit den besten Quoten seit 2010, nur „Der Medicus“ war stärker

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Stefan Raab (2.v.l.) in der letzten Ausgabe von "Schlag den Raab"

Grandiose Quoten zum Abschied: Trotz des langweiligeren Konzeptes in der letzten Ausgabe von "Schlag den Raab" wollten 3,89 Mio. sehen, wie sich Stefan Raab in seine TV-Frührente verabschiedet. Nur 2010 gab es zweimal noch mehr Zuschauer - jeweils 4,00 Mio. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren 2,54 Mio. dabei - ebenfalls Bestwert seit 2010. Insgesamt schlug in der Prime Time nur "Der Medicus" Raab.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. „Schlag den Raab“ endet mit Fast-Rekord

3,89 Mio. sahen also im Durchschnitt die netto 4:38 Stunden lange Abschluss-Folge von „Schlag den Raab“. Der Marktanteil lag bei tollen 17,4%, in der Prime Time des Gesamtpublikums war am Samstag nur „Der Medicus“ des Ersten stärker. ZDF und RTL besiegte Raab hingegen auch insgesamt. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 2,54 Mio. Sehern und 29,8% natürlich den Tagessieg. Der besten „Schlag den Raab“-Abschieds-Marktanteil wurde bei den 20- bis 29-Jährigen erreicht: 44,7%. Bei den 14- bis 19-Jährigen erreichte Raab ähnliche 44,1%. Mehr als 3,89 Mio. Seher kamen für „Schlag den Raab“ nur 2010 zweimal zusammen: jeweils genau 4,00 Mio. Ein Abschied nach Maß für Stefan Raab, der sich damit in die TV-Frührente verabschiedet hat. Alles Gute von dieser Stelle, Raab wird auch in den Quoten-Analysen der Zukunft schmerzlich fehlen.

2. ARD siegt mit „Tagesschau“, „Sportschau“ und „Medicus“, ZDF punktet mit Biathlon, schwächelt aber mit „Das Spiel beginnt“

Insgesamt setzte sich in der Prime Time also „Der Medicus“ im Ersten durch. 4,27 Mio. sahen ab 20.15 Uhr zu – gute 14,4%. Den Tagessieg fuhr die ARD aber schon vorher ein, denn die 20-Uhr-„Tagesschau“ (6,41 Mio. / 23,2%) und die Bundesliga-„Sportschau“ (5,68 Mio. / 24,4%) waren noch erfolgreicher als der Prime-Time-Film. Die Johannes-B-Kerner-Show „Das Spiel beginnt“ lief im ZDF unterdessen deutlich schwächer als bei der Premiere im März. 3,38 Mio. sahen zu – blasse 11,4%. Im März sorgten 4,62 Mio. noch für starke 16,0%. Dafür gab es für das ZDF tagsüber Top-Quoten mit Wintersport. Vor allem die beiden Biathlon-Weltcups waren extrem stark: 3,00 Mio. (32,9%) sahen ab 11.15 Uhr die Verfolgung der Herren, 3,93 Mio. (33,2%) ab 13.30 Uhr die der Damen.

3. RTL & Co. erreichen in der jungen Zielgruppe maximal die Hälfte des Raab-Publikums

2,54 Mio. 14- bis 49-Jährige und 29,8% – klar, dass kein anderer Sender im jungen Publikum an diese „Schlag den Raab“-Traumquoten heran kam. Am ehesten gelang das noch RTL, doch „Die Schlümpfe 2“ erreichten trotz Free-TV-Premiere nur 1,23 Mio. 14- bis 49-Jährige und blasse 11,9%, also nur etwa die Hälfte des Raab-Publikums. Direkt dahinter folgt „Der Medicus“ des Ersten mit 1,12 Mio. und 10,8%, „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ erzielte solide Werte von 950.000 14- bis 49-Jährigen und 9,7%.

4. Super RTL besiegt Vox, RTL II und kabel eins

Abseits der großen fünf Sender gab es eine positive Überraschung für Super RTL: 460.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich um 20.15 Uhr für „Die Weihnachtsgeschichte“, einen 18 Jahre alten Zeichentrickfilm. Der Marktanteil lag bei grandiosen 4,6%. Zahlen, die ausreichen, um die in der Prime Time schwächelnden drei Sender der zweiten Privat-TV-Liga zu besiegen. So lockte Vox mit „Ein perfekte Weihnachten“ nur 450.000 14- bis 49-Jährige (4,4%), RTL II mit „Eisbeben – Alarm in der Arktis“ 310.000 und 3,0% und kabel eins mit zweimal „Navy CIS“ 320.000 und 370.000, sowie 3,3% und 3,5%.

5. NDR punktet mit Weihnachts-Komödien, der mdr mit Schlagern, Sky mit Bundesliga

Insgesamt lief es um 20.15 Uhr auch für einige kleinere Sender hervorragend. So entschieden sich 1,60 Mio. Leute für die Komödie „Weihnachten… ohne mich, mein Schatz!“ im NDR Fernsehen – ein grandioser Marktanteil von 5,2% und Platz 30 in den Tages-Charts. Nur Das Erste, ProSieben, das ZDF und RTL waren um 20.15 Uhr erfolgreicher. Eine weitere Komödie, „Hilfe, die Familie kommt!“ erreichte im Anschluss beim NDR noch 1,21 Mio. Leute und 4,2%. Stark war auch das mdr Fernsehen – mit der Musiksendung „Weihnachten bei uns“. 1,43 Mio. (4,7%) sahen zu. Die Nummer 1 im Pay-TV war natürlich die Bundesliga bei Sky: 1,47 Mio. Fans sahen den letzten Spieltag des Jahres ab 15.30 Uhr – 9,6%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Ich fand es zwar auch schöner wenn ein Kandidat über mehrere Spiele hinweg gegen Raab antritt, aber dennoch war es gestern sehr erfrischend.

    Mich nervte schon immer dass die Zuschauer über die Auswahl der Kandidaten abstimmten, wodurch immer sehr ähnliche „Typen“ von Mensch zum Zuge kamen. Mir wäre es lieber gewesen wenn die stets in einem ersten Spiel gegeneinander hätten antreten müssen um gegen Raab spielen zu dürfen.

    Raab wird im, eh schon mageren deutschen TV Programm, eine große Lücke hinterlassen

  2. Langweiligeres Konzept bei Stefan Raab?

    Ok, ein, zwei Kandidaten waren nach 5 Minuten wieder weg weil schlecht (oder aufgeregt?), aber insgesamt fand ich es besser als sonst das er gegen 15 unterschiedliche Kandidaten antreten mußte,
    auch wenn ich 100.000 EUR pro Kandidaten überzogen fand.

    Insgesamt gesehen wird Raab der TV-Landschaft fehlen,
    andererseits auch kein Wunder wenn der Mehrheit lieber ist irgendwelchen unbekannten Promis dabei zuzusehen wie sie Maden im Dschungel verspeisen.

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