„Mehr als andere überregionale Zeitungen Abonnenten haben“: BildPlus meldet 300.000 zahlende Online-Kunden

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Bild-Geschäftsführerin Donata Hopfen (hier bei einer Veranstaltung / Foto © Peter Müller BILD)

Digital Economy Für Springer sind diese Zahlen eine Bestätigung der eigenen Bezahl-Strategie: Am Dienstag veröffentlichte die IVW ihre neueste Paid-Content-Analyse. Erstmals springt die Bild dabei über die Marke von 300.000 zahlenden Abonnenten. Ganz genau kam das Boulevard-Angebot im November auf 300.551. Vor einem Jahr strich die Springer-Buchhaltung noch die Beitragszahlungen von 250.132 Lesern ein.

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Für die Bild-Geschäftsführerin Donata Hopfen sind die neuen Zahlen „ein großartiger Etappenerfolg zum Jahresende“. Nicht ohne einen gewissen Stolz sagt sie gegenüber MEEDIA: „Wir haben mehr BILDplus-Abonnenten als der FC Bayern Fanclub Mitglieder hat, mehr digitale Leser als andere überregionale Zeitungen Abonnenten haben“.

Den Bild-Machern gehe es allerdings weniger um die eigentliche Zahl, sondern mehr um die strategische Weichenstellung: „Wir haben bei Bild ein Bezahlmodell für digitalen Journalismus eingeführt, das bisher wirklich gut funktioniert. Ich finde, das ist bei allen Unkenrufen um die Zukunft des Journalismus eine sehr gute Nachricht, die uns motiviert, den Weg weiter zu gehen.“

Wie hoch die mit den Abonnenten erzielten Einnahmen sind, verrät Hopfen allerdings nicht. So gibt es immer wieder günstige Angebote für 99 Cent pro Monat. Das Premiumpaket mit Bundesliga und E-Paper kostet regulär 9,99 Euro. Die absoluten Minimal-Einnahmen würden demnach also bei rund 300.000 Euro pro Monat liegen, was bereits einen Jahresumsatz von 3,6 Millionen Euro entspricht.

Tatsächlich kommt die IVW-Meldung zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt. Gerade erst mussten die Berliner die wichtige Spitzenposition in den AGOF-Reichweite an den Rivalen Focus Online abgeben.

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Alle Kommentare

  1. Das ist aber sicher nur bei BILDplus oder ähnlichen Angeboten gewinnbringend durchführbar.

    Ohne jetzt hier lang und breit den Ruf der gedruckten Zeitung als „Zentralorgan der Doofen“ überstrapazieren zu wollen, gehe ich davon aus, dass Nicht-BILD-Leser ganz sicher in der Lage sind, sich nahezu alle bei BILDplus erhältlichen Informationen auch schnell und kostenlos von anderen Wissensquellen online abrufen zu können.

    Aber es ist schon in Ordnung. Die Säulen eines jeden freien Marktes bestehen schließlich aus Angebot und Nachfrage. Und nicht zuletzt als dritte tragende Säule aus Dummheit.

  2. Wieviele von den 300 000 sind da geschönt hochgerechnet worden 🙂 ? Bild u.s.w. ist ja bekannt dafür.

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