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Für drei Jahre und vier Monate: Kinox.to-Chef muss ins Gefängnis

Der Kinox-to-Chef wurde zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt
Der Kinox-to-Chef wurde zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt

Seite Anfang November lief in Leipzig der Prozess gegen einen Mitbetreiber des illegalen Streaming-Portals Kinox.to. Der Angeklagte stand wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung vor dem Landgericht. Am vergangenen Montag wurde das Urteil gesprochen: Der 29-jährige Arvit O. muss für 3 Jahre und 4 Monate ins Gefängnis.

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Durch seine Dienste bei der 2011 geschlossenen Plattform kino.to des zu mehreren Jahren Haft verurteilten Dirk B. und dem anschließenden Betreiben des mithilfe einer entwendeten kino.to-Datenbankkopie von ihm selbst aufgesetzten Klons kinox.to habe sich Arvit O. der gewerblichen, unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke in 2.889 Fällen schuldig gemacht, so das Gericht.

Darüber hinaus wurde der 29-Jährige wegen Computersabotage in zwei Fällen verurteilt: Arvit O. hatte die illegalen Streaming-Webseites zweier Konkurrenten für die Nutzer unerreichbar gemacht. Des weiteren war O. in seiner kino.to-Zeit daran beteiligt, ein Ehepaar im Auftrag von kino.to-Chef Dirk B. zur Herausgabe ihrer Laptops zu nötigen. Das Ehepaar war zuvor als sogenannte „Freischalter“ im Kino.to-Team tätig gewesen und wurde von Dirk B. verdächtigt, Daten gestohlen zu haben.

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Kinox.to läuft derweil weiter. Als aktuelle Betreiber der Seite gelten die beiden Brüder Kreshnik und Kastriot Selimi, die zurzeit mit Haftbefehl gesucht werden. Zu ihnen wollte sich Arvit O. im Prozess nicht äußern.

O. verließ den Gerichtssaal am Montag Nachmittag bis zum Antritt seiner Strafhaft als vorläufig freier Mann: Der gegen ihn bestehende Haftbefehl, auf dessen Grundlage er jetzt 14 Monate lang in Untersuchungshaft saß, wurde unter strengen Meldeauflagen außer Kraft gesetzt.

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