Nach Gewalt-Exzessen bei Krawallen: Wie funktioniert Demokratie in Leipzig?

Ausschreitung Autonomer in Leipzig, Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Offener Straßenterror“
Ausschreitung Autonomer in Leipzig, Oberbürgermeister Burkhard Jung: "Offener Straßenterror"

Wieder hat Leipzig – die Stadt der friedlichen Demonstrationen von 1989 – von sich Reden gemacht: als Stadt der rechten, aber vor allem der linksautonomen Gewalt. Von Krawall ist die Rede. Indessen beschreibt die Vokabel nicht, was sich am Samstag vor dem dritten Adventssonntag ereignet hat. Der Begriff Krawall verniedlicht das Geschehen. Es war, wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung danach feststellte: „blanker Straßenterror“.

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Von Ulrich Schulze

Die Stunden von Mittag bis etwa gegen 22 Uhr am vergangenen Samstag gehören zu den dunkelsten Kapiteln der Stadt – und sie gehören zugleich zu einem gespenstisch dunklen Kapitel politisch motivierter Beschwichtigung und Bemäntelung eines straff organisierten Gewaltexzesses, den man hatte kommen sehen und gegen den man (politisch) nichts unternommen hat.

Die Explosion des schieren Straßenterrors schwarz vermummter Gestalten (nicht nur der Linken, auch der rechten Szene) richtete sich nicht gegen die Rechten, die an diesem Tag drei Demonstrationen in Leipzigs linkem Szeneviertel Connewitz angemeldet hatten – was natürlich eine Provokation darstellte. Das Motiv des schwarzen Mobs war nicht der politische Diskurs. Er wollte nur dies: blanke Gewalt. Genährt von einem blindwütigen Hass. Bei den autonomen Linken hatte sie zudem nur ein Ziel: die „verhassten Bullen“; damit richtete sich der Terror gegen den demokratischen Rechtsstaat.

Nun lecken sie alle die Wunden. Alle? Nehmen wir nur zwei Äußerungen aus dem Live-Ticker der Leipziger Volkszeitung (LVZ) und deren Berichte:

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Diese Gewalt von Anarchisten und sogenannten Autonomen ist schockierend. Hier waren Kriminelle am Werk, die vor nichts zurückschrecken. Das ist offener Straßenterror. Massive Verletzungen von Polizisten werden nicht nur in Kauf genommen, sondern offenbar angestrebt. Hier haben sich extreme Gewalttäter das Deckmäntelchen des Antifaschismus übergeworfen, um den Staat anzugreifen. Diese Kriminellen diskreditieren, unterlaufen und verhindern letztlich den so wichtigen, friedlichen Protest gegen Neonazis. Mein Dank gilt den (zu wenigen) Polizistinnen und Polizisten, die wieder einmal den Kopf hinhalten mussten. Mit allen friedlichen Demonstranten erwarte ich eine Stärkung der Polizeikräfte und unnachgiebige Verfolgung der Straftäter.

Ist Jungs Entrüstung echt? Gewiss: er stellte sich wiederholt gegen die Rechten und deren unsäglichen Legida-Aufzüge in der Stadt. Er wendet sich gegen die Rechtsaußen. Die Quittung waren öffentliche, auf Container gesprühte und im Internet verbreitete böse Verunglimpfungen, kaum verhüllte Drohungen gegen ihn. Er stand unter Polizeischutz.

Aber: Jung kennt die linksalternative Südvorstadt, das autonome Connewitz. Konnte er überrascht sein vom Ausbruch dieser exzessiven Gewalt? Jedes Jahr liefern sich dort an Silvester Polizei und Linksautonome Straßenschlachten, wie einst in Berlin-Kreuzberg oder an der Roten Flora in Hamburg. Aber den Connewitzer Platzhirschen geht es nicht um demokratische Stadtentwicklung. Ihnen geht es nur um eines; um ihre subtile diktatorische Einstellung: Wir sagen, wo es lang geht.

       Gibt es dazu eine Äußerung von Jung? Nein. Der OB lässt dies treiben. Daran sollten sich vielleicht jene erinnern, die in Diskussionen das autonome Szeneviertel Connewitz immer noch als kleines linkes Schmuckstück der Stadt verteidigen. Alternativ, attraktiv, autonom – eine linke Szene eben.

Nehmen wir eine zweite vorliegende Äußerung zum Geschehen, die der Linken-Politikerin Juliane Nagel (Stadträtin und Landtagsabgeordnete): „Gerade in der Nähe einer Unterkunft für Asylsuchende sind solche Eskalationen mehr als deplatziert. Hier haben einige scheinbar eine Art Ersatz-Beschäftigung für den verhinderten Protest gegen den Naziaufmarsch gesucht“, sagte sie am Samstagabend. Zugleich nannte Nagel aber auch den Polizeieinsatz an vielen Stellen unverhältnismäßig: „Mit Tränengasgeschossen und körperlicher Gewalt gegen Demonstrierende wurden an vielen Stellen Grenzen überschritten. Zum Ende hin wurden Straßen mit Wasserwerfern freigeräumt und willkürlich Menschen eingekesselt.“

Lesen wir dies genau, erkennen wir: Der erste Teil ist die übliche, die politisch notwendige Empörung gegen die Gewalt. Im zweiten Abschnitt wird klar, um was es Juliane Nagel geht: Sie verniedlicht die Gewalt in Connewitz, sie behütet sie fast. Ihre Kritik richtet sich stets und hauptsächlich gegen die Polizei.

Als im Januar 2014 im Stadtteil Connewitz eine Polizeistation eingerichtet wurde, befand Frau Nagel, dies sei eine Provokation (siehe Bild 2014, Welt 2015). Kein Wort des Protestes von ihr gab es, als einen Monat darauf in der Szene ein Transparent gezeigt wurde mit dem Text: Ganz Connewitz hasst die Polizei. In diesem Januar griffen etwa 50 schwarz vermummte Autonome die Polizeistation Connewitz an, fackelten ein Polizeifahrzeug ab, warfen Steine und Flaschen und danach Krähenfüße, die Beamten befanden sich in Lebensgefahr“, verlautete danach von der Polizei. In einem auf dem (linken) Internetportal „Indymedia“ veröffentlichten Bekennerschreiben, das die Polizei als authentisch einstufte, hieß es hernach: „Bulle dein Duldungsstatus ist aufgehoben und deine Aufenthaltserlaubnis erloschen wie das Feuer in dem Streifenwagen hinter der Wache und so wirst du von uns mit genau solcher Respektlosigkeit und Gewalt behandelt, wie du Flüchtlinge behandelst“.

Das ist die Sprache, das ist der Wortduktus des RAF-Terrors in den späten Siebzigern. Leipzigs politisch Verantwortliche können nicht sagen, sie kennten dies nicht, die Gewalt vom Wochenende sei urplötzlich entstanden. Nein: sie kündigt sich seit Monaten ungeniert an. Jeder konnte wissen, was passiert, wenn Rechte im linken Szeneviertel demonstrieren.

Die Bilanz vom dritten Advent in Leipzig liest sich so (laut Spiegel online):

  • 69 Beamte wurden demnach verletzt.
  • 50 Dienstfahrzeuge wurden beschädigt.
  • 23 Personen nahm die Polizei in Gewahrsam.
  • Etwa 50 Gesetzesverstöße registrierten die Beamten, darunter Verstöße gegen das Sprengstoff- und gegen das Versammlungsgesetz.
  • Zur Zahl der verletzten Demonstranten sagte die Polizei allerdings nichts. Sie sprach in ihrer Pressemitteilung nur von „mehreren verletzten Protestteilnehmern“.

Tags zuvor waren Interneteinträge aufgetaucht, in denen unter dem Wappen der Stadt und einem fingierten Amt für Ordnung für Samstag eine Sonder-Sperrmüll-Sammlung angekündigt wurde. Holz, alte Möbel, Matratzen, aber keine Kanister oder ölige Materialien sollten herausgestellt werden; und wurden, samt Dutzenden alten Autoreifen.

Für Nicht-Leipziger: In Connewitz gilt längst nicht mehr das Gesetz der Stadt, das des Rechts. Es gilt dort das Gesetz der Antifa. Es ist das Gesetz der ungenierten, provozierenden, egoistischen linken Gewalt. Mit Demokratie hat das nichts zu tun.

In der Nacht vor der Demo brannten in mehreren Stadtteilen Leipzigs Autoreifen, Absperrungen und Müllcontainer. Vor dem Soziokulturzentrum Conne Island soll ein Berg mit hunderten Reifen in Flammen aufgegangen sein, so die Polizei. Leipzig war also gewarnt.

In derselben Nacht hatten Unbekannte das Büro des Landtagsabgeordneten Marco Böhme (Die Linke) mit Pflastersteinen angegriffen. Die Frontscheiben wurden zerstört, verletzt wurde niemand. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. „Ich lasse mich nicht von den Faschos einschüchtern“, schrieb Böhme anschließend auf Twitter. Gewalt gegen Politikerinnen und Politiker, Gewalt gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsheime sind keine Einzelfälle mehr – weiß Gott nicht: 789 Anschläge seit Januar liefert die Bilanz des Innenministeriums. Sachsen ist ein   Tümpel des rechten Terrors. Pegida in Dresden und Legida in Leipzig haben nicht zufällig eine enorme Sogwirkung, einen Resonanzboden, der nazistische Züge offen artikuliert. Die AfD käme im Osten angeblich auf bis zu 16 Prozent. Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke, äußert ungeniert (und unbehindert) rassistische und neonazistische Parolen.

Der rechte Sumpf wird zum Nährboden der linken Gegenoffensive, aber auch des extrem linken Terrors. Der politisch redlich gemeinte Begriff Antifa wird von linken Autonomen als Vorwand für ihre Gewalt benutzt. Diese wendet sich nicht nur gegen den Staat und die Demokratie. Sie verachtet dabei auch die demokratische Linke, die sich in Leipzig vehement gegen die rechte Unterwanderung wendet.

Kommen wir zu der Ausgangslage vom Samstag zurück. Angekündigt waren Kundgebungen der rechten Szene: der fremdenfeindlichen „Offensive für Deutschland“, der Neonazi-Partei „Die Rechte“ und des Pegida-Ablegers Thügida – etwa 600 Personen wollten durch die Leipziger Südvorstadt marschieren. Die zuletzt genehmigte Strecke war nur 550 Meter lang, der Aufmarsch dauert nur eineinhalb Stunden. Und erschienen waren nur etwa 150 bis 200 Personen.

Gegendemonstrationen hatten acht Gruppierungen angemeldet; es ist von etwa 2.500 Personen die Rede; die überwiegende Zahl verhielt sich friedlich. Aber: Das gewaltbereite Spektrum in Leipzig beziffert die Polizei auf etwa eintausend Personen. Von jenen ging der Krawall, ging die hemmungslose Gewalt aus. Der Exzess der Rechten war ein äußerlicher Anlass, die friedlichen, rpt: friedlichen linken Gegendemos waren sozusagen ihr Schutzschild. Es kam, wie es kommen musste, die Eskalation der Gewalt brach sich Bahn.

Hier sei eine These gewagt:

Nehmen wir einmal an, die aufrechte linke Szene Leipzigs hätte gar nichts gemacht, keine Gegendemos angemeldet. Nehmen wir ferner an, die Läden in Connewitz und der Südvorstadt hätten ihre die Türen verrammelt, die Fenster geschlossen, alle Privathaushalte hätten dies auch so gemacht, die Lichter gelöscht. Und nehmen wir ferner an, die Stadt hätte die Beleuchtung ausgeknipst. Was wäre geschehen? Der rechte Mob wäre durch eine „tote“ Stadt marschiert, hätte seine Parolen in ein Nichts skandiert und – wäre, wie das in anderen Städten schon so gehandhabt wurde – einfach wieder abgezogen.

So hätte es laufen können. Hätte.

 

Über den Autor: Ulrich Werner Schulze, freier Journalist, in früheren Jahren langjähriger Chef vom Dienst überregionaler Zeitungen. Badener des Jahrgangs 1949; lebt in Leipzig und zeitweise in Ostafrika.

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Alle Kommentare

  1. Wer ist Ulrich Schulze? Und warum schreibt er auf einem Medien-Portal so einen Beitrag, in dem es überhaupt nicht um Medien geht, sondern um Politik und Krawalle in Leipzig??

    Und zuletzt: Seit wann sind brennende Mülltonnen „Terror“? Wie in Gottes Namen kann man denn in Zeiten von Paris, Syrien, IS usw. solch eine Vokabel nicht nur unbedacht benutzen, sondern deren Benutzung auch noch verteidigen? Wer ist dieser Schulze, und warum schreibt er hier solche unfassbar naiven Artikel?

    1. Christian: Wer Ulrich Schulze ist, wird im Abspann erläutert. Die Vokabel Straßenterror kommt von Leipzigs OB Jung. Sie bezeichnet, wie dargestellt, den Vorgang. Mein Beitrag deswegen naiv? Lesen Sie ihre Zeilen – sie sind es, und: sie gehören zu den Beschwichtigern der Exzesse.
      Wehret den Anfängen.

      1. Christian: Bitte öffnen Sie Ihr Visier. Sich anonym zu verstecken ist undemokratisch.

  2. Die Gewalt ging AUSSCHLIESSLICH von sogenannten LINKEN aus, welches ihr(?) eigenes Stadtviertel zerstören. Die Saat welche die BRD selbst säät ,geht auf!

  3. Dunkelstes Kapitel der Stadt? Ich meine, wir hatten in Leipzig die Völkerschlacht, die Genickschussanlagen der Stasi und den Teufel in Auerbachs Keller. Und die werden jetzt von brennenden Mülltonnen in den Schatten gestellt? Na hoffentlich landet so viel Pathos nicht noch in den Geschichtsbüchern.

    1. Urs Bender: stimmt alles. Wwir reden hierr von der Demokratie nach der Wende. Das ist der Ausgangspunkt., Und der ist schlimm genug für Leipzig. Der von Ihnen als Pathos abgemilderte Zustand gehört übrigens in die Geschichtsbücher.

      1. Entschuldigen sie Herr Schulze, aber selbst da ist die Situation am Samstag nicht annähernd mit den Jahren nach der Wende zu vergleichen. Google-Tipp: Mike Polley

  4. Das ist der einseitigste Artikel zum Thema, den ich bislang gelesen habe. Überall sonst wird zumindest erwähnt, dass auch die Polizei übertriebene Gewalt verübt hat und das teilweise ohne jeglichen Grund. Die Schlägengegen den Jugendpfarrer seien hier als erstes erwähnt. In ihrem einseitigen Artikel steht da nichts dazu. Tägliche Brandanschläge gegen Flüchtlingsheime, die immer wieder durch Rechtslastigkeit auffallende Leipziger Polizei etc. Bleiben ebenso unberücksichtigt.
    Das soll keine Rechtfertigung von Gewalt sein, ganz im Gegenteil. Aber nun zu schreiben, dass alle Gewalt von Linken ausgeht, ist eine schlichte Falscheinschätzung.

    Und warum ein solcher rechtslastiger Artikel hier zu finden ist, ist mir absolut unklar. Wenn ich politische Kommentare (als Nachrichten kann man das hier ja nicht bezeichnen) lesen will, Geheimhaltung bestimmt nicht hier hin.

    1. Fred: Halt mal die Luft an. Der Text ist nicht rechtslastig, er ist konkret. Er basiert auf aktuellen und monatelangen Recherchen. Aber die Ewiggsterigen von rechts – und nun die neuen Ewiggsterigen von links kann man, wie man sieht, damit nicht erreichen. Sie wollen nicht lesen, sie sind gefangen und damit undemokratisch in ihrem eingefahrenen Vorurteil. Das, und vor allem dies macht Angst.

      1. Dass ihr Artikel fehlerhaft ist, zeigt sich schon darin, dass sie alle Gegendemonstrationen als vermeintlich Links bezeichnen. In Leipzig gibt es nun aber einmal auch einen breiten Protest gegen Neonazis aus der bürgerlichen Mitte. Bei monatelanger Recherche sollte man das entweder wissen und man diskreditiert mit Absicht.
        Ihrem angeblich um Objektivität bemühten Artikel fehlen weiterhin Informationen zu den rechten Demonstrationsteilnehmern und die im Vorfeld geäußerten Drohungen, ganze Stadtteile in „Schutt und Asche“ legen zu wollen.
        Gerade aus dieser Kenntnis heraus, sollte sich der Oberbürgermeister von Leipzig die Frage erlauben lassen, weshalb er nicht entsprechend präventiv vorgegangen ist? Um diese Informationen zu erhalten hätte es nicht einmal den VS gebraucht, ein schlichter Blick in FB und Twitter hätte gereicht.
        Die Frage ist also, wieso konnte ein Demonstration von Rechten überhaupt stattfinden, wenn Gewaltaten bereits angekündigt werden? Durch das Demonstartionsrecht kann dies nicht gedeckt sein!
        Stellen sie sich vor, Muslime würden eine Demo anmelden und gleichzeitig über soziale Netzwerke zur Gewalt aufrufen. Diese Demonstration wäre doch mit Sicherheit verboten und die Besitzer der Twitteraccounts verhaften wurden?
        Man muss sich als Journalist also schon fragen, warum dies in Sachsen möglich ist und von der Polizei im Großaufgebot durchgesetzt wird.

  5. Der Leipziger OB Jung ist genauso scheinheilig, wie sein Vorgänger. Jahrelang wurde das linke Biotop der verspäteten (S)Antifa gepöpelt und beschützt und nun tut man ganz verwundert.
    Aufsehen hatten bereits die schwere Randale der linksextremen Szene Anfang des Jahres erregt. Mehr als 600 zum Teil Vermummte waren am 15. Januar durch Leipzig gezogen, hatten Polizisten angegriffen, Journalisten geschlagen und zahlreiche Geschäfte angegriffen. Erst nachdem die Leipziger Polizei Unterstützung aus anderen Städten sowie vom SEK bekam, konnten die linken Randalierer gestoppt werden. Obwohl die Stadt damals eine harte Reaktion ankündigte, wurde nun bekannt, daß trotz 198 Ermittlungsverfahren in keinem Fall eine Anklage erhoben wurde.
    Mal sehen, was diesmal passiert.

  6. Wie gut die Fenster-zu-Türen-zu-machen-lassen-Taktik funktioniert, ist seit einem Jahr in Dresden zu beobachten. Ziehen Sie doch dahin, Herr Schulze. Gut, hin und wieder brennts da auch. Aber als weißer deutscher Mann müssen Sie sich keine Sorgen machen.

  7. Der letzte Absatz ist der größte scheiss. Wirklich, hat ja in Dresden geklappt das ignorieren wa, ich nenne es stille Zustimmung wie es die nazis sich dann einreden und damit bestärkt fühlen.Und sie übernehmen doch das Vokabular des OB Jung… echt, in Paris werden Menschen abgeschlachtet und in Syrien und Irak Sterben tausende unter is Terror aber auch bomben der USA, Frankreich, Deutschland, Russland usw. . Abgesehen mal davon ich war bei den Ausschreitungen dabei und wer wie die sächsische Polizei im.letzten Jahr so konsequent gegen Antifaschisten vorgeht aber selbst Kontakte zu nazis wie kurth hat und jeden Protest gegen Legida und pegida abwürgt aber gleichzeitig nazis in heidenau gewähren lässt und sich Polizei Obermeister hinstellen und willkommensfeste fur refugees für gewaltausbrüche von besorgten Bürgern anlasstet der muss sich nicht wundern das es einem bis zur rantkannte steht. Und wer Gegenprotest so weit abschirmt muss sich nicht über nebenkriegsschauplätze wundern. Schön inszeniert Polizei Sachsen. Nicht mal 24h später brannten wieder 2 Flüchtlingsheime (1 davon bewohnt) … wenn Flüchtlingsheime brennen oder Menschen im.Meer ertrinken schweigt ihr, wenn scheiben klirren schreit ihr!!!! Wiederliches Verständnis

    1. Die Kommentare sprechen alle für sich. Die meisten „Kommentaroren“ haben meinen Text selektiv gelesen – und sich herausgepickt, was ihnen nicht gefiel. Bitte sehr. Ich kann nichts dafür, wenn ein klarer Text nicht verstanden wird.
      Und Ihr Vokabular, Fabian, zeigt, wess‘ Geistes Kind sie sind. (nebenbei: widerlich schreibt man ohne e)

      1. Herr Schulze, das wird wohl auch daran liegen, das der Artikel selbst selektivem Charakters ist. Wenn die Basis nicht breit genug ist, lässt sich darauf auch nichts Umfassendes aufbauen.

        Klar wird einem nur Eines daraus: ihre Haltung zum Geschehen. Der leider ein ojektiver Umgang mit Kritik fehlt. Schade…

  8. Wenn ich schon lese „für Nicht-Leipziger“! Ein Neu-Leipziger, zugezogen aus der Provinz, fällt ein Pauschalurteil über ganz Connewitz. Schon mal in den Nebenstraßen der Karli gewesen? Dort wohnen einkommensstarke VOLVO-Wohlfühl-Familien und Tatort-Gucker neben Hipstern!
    Und was hat der hessische Beamte Höcke mit unserer „South Side“ zu tun? Und zum Thema „Demokratie nach der Wende“: Die alte Rathaus-Besatzung hat mit den Wirtschaftsflüchtlingen aus den verbrauchten Ländern damals schnell gemeinsam paktiert.

    1. für Torsten Fuchs. Erstens: die Provinz ist schon ok, ihr provinzielles Denken dagegen nicht. Nach Leipzig bin ich bewusst gezogen – und die Nebenstraßen, auch die der Karli, kenne ich; würde gerne mal einen Spaziergang mit Ihnen durch die Gegend machen und dabei herausfinden, wer mehr weiss über die Stadt: Sie oder ich. Noch ein Satz: ich habe in 14 verschiedenen Ländern Europas, Asiens und Afrikas gearbeitet. Wer mir selektive Wahrnehmung vorwirft oder eine entsprechende Argumentation, hat meinen Text nicht oder nur bewußt einseitig gelesen. Tolles Publikum – übrigens wäre in Baden, meinem Herkunftsland, soetwas wie in Leipzig, einschließlich der hier ausgegossenen Häme, nicht vorstellbar.

      1. Den Spaziergang machen wir! Bis dahin bitte noch die Rechtschreibung verinnerlichen. „weiss“ und „bewußt“ gehen als Journalist gar nicht.
        14 Länder – Sie sind ja ein richtig kosmopolitischer Kosmopolit – Shanghai, Sudan, Südvorstadt also. Mein Tipp: Üben Sie Zurückhaltung, dann klappt es auch besser mit den Frauen…

  9. Wer auch immer dieser Schulze ist, man kann ihm nur wünschen, dass er niemals Opfer von willkürlicher Polizeigewalt wird, wie einige Kollegen dieses Wochenende wieder in Leipzig.

    1. Hallo Max, wer in manchen Slums arikanischer Staaten gearbeitet hat, wer in schwierigen Gebieten Asiens recherchiert hat, kennt die Gesetze der Autonomie und der Atonomen. Ich habe gelernt vorsichtig zu sein- nach allen Seiten. Aber dennoch: Dank für ihre guten Wünsche.

  10. Für mich ist nicht erst seit diesem Artikel der Name Ulrich Werner Schulze ein Synonym für dreckigste Volksverhetzung und Aufstachelung!

    Wenn sie keine Ahnung haben, dann wechseln Sie gefälligst den Beruf!

    Und lesen Sie gelegentlich mal Artikel 20 Absatz 4 des deutschen Grundgesetzes!

    Die Jungen Leute waren – gemessen an der existenzbedrohlichen Situation, in die Gestalten wie Sie Europa gebracht haben, noch vergleichsweise zurückhaltend!
    Da habe ich in meiner Jugend ganz anderes erlebt!

    Denn anders als durch Randale kann man die Journaillie ja nicht beweegen, mal hinzusehen, was geschieht!

    Es ist Ihr dreimal verfluchter Verlautbarungsjpurnalismus, es ist Ihre Unkultur des gezielten Wegsehens, wenn es um die Belange der Deutschen geht, der solche Aktionen provoziert!

    Und dann haben Sie auch noch die Chuzpe, hier herumzuschwadronieren?!

    Möge Sie dafür die Geschichte mit aller Härte treffen!

    Aber man muß ohnehin kein Prophet sein, um vorauszusehen, daß sich in den nächsten Tagen und Wochen etwas in Europa grundsätzlich ändern wird – EUROPAWEIT und nicht in jene Richtung, in die die übergeschnappten Geld-„Eliten“ geplant haben …

    Hella

    (p.s.: Ich bin mittlerweile 95 Jahre alt – aber für solche Schreiberlinge wie Sie, habe ich NICHT seinerzeit (1944 Norditalien) gegen Mussolini meine Knochen hingehalten! Schämen Sie sich! Die heutigen, vollkommen abgehobenen und karrieregeilen, ja hochverräterischen Politiker haben Europa an den Rand seiner Existenz gebracht und innerhalb nur zweier Legislaturperioden alles zunichte gemacht, was wir nach 1945 mühsam aus Trümmern aufbauten – und dann verunglimpfen Sie noch die aufgebrachten jungen Bürger, denen diese Politiker mutwillig und aus antidemokratischer Arroganz jede Zukunft nachhaltigst zerstört haben, als Mob?! Möge Ihnen diese Dreistigkeit angemessen vergolten werden! Schade, daß ich schon so alt und klapprig bin, sonst würde die Antwort noch etwas anders ausfallen …)

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