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Starkes Interesse an den „TV total-Highlights“, „Supertalent“ schwächelt zum Halbfinale

Kehrt Kult-Entertainer Stefan Raab (Foto) ins Fernsehen zurück?
Kehrt Kult-Entertainer Stefan Raab (Foto) ins Fernsehen zurück? Stefan Raab in "TV total"

Bohlens "Supertalent"-Suche auf einem ungewöhnlichen Sendeplatz und Raabs "TV total" in Überlänge: Vor Weihnachten testen die Privatsender nochmal die Flexibilität ihrer Zuschauer. Obwohl RTL in Führung liegt, gelang das ProSieben etwas besser. Insgesamt siegte die ARD über die erfolgsverwöhnten ZDF-Krimis.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. „Supertalent“ siegt mit deutlich weniger Zuschauern als samstags über Raabs „TV total-Highlights“

Drei Ausgaben „TV total“ stehen noch auf dem Plan, dann ist endgültig Schluss: So langsam rückt der angekündigte Fernsehabschied von Stefan Raab näher. Die „TV total-Highlights des Jahres“ liefen deshalb etwas früher im Dezember als gewohnt, nämlich an diesem Freitagabend – und zwar durchaus mit achtbarem Erfolg. 1,37 Mio. Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sahen den Auftakt zur Raab’schen Abschiedswoche, die in sieben Tagen mit dem letzten „Schlag den Raab“ endet. Genau dem wollte RTL mit seinem „Supertalent“ aus dem Weg gehen, deshalb wich die Castingshow mit dem zweiten Halbfinale auf den Freitag aus, um heute schon das Finale zeigen zu können. Als meistgesehene Sendung im jungen Publikum lag die Talentsuche damit auch vor Raab, aber mit deutlich weniger Zuschauern als sie samstags gewöhnt ist. 1,66 Mio. reichten für den Sieg, aber nur für 16,9% Marktanteil. Dank der längeren Laufzeit spielten die „TV total-Highlights“ fast in derselben Liga (15,7%).

2. ARD-Komödie lässt die erfolgsverwöhnten ZDF-Krimis deutlich hinter sich

Im Gesamtpublikum verwies das Erste überraschend das ZDF in die Schranken, das es sonst gewohnt ist, mit seinen Krimis den Freitagabenderfolg für sich gepachtet zu haben. Diesmal nicht. Stattdessen lag die ARD-Komödie „Mein Schwiefervater, der Stinkstiefel“ mit Michael Gwisdek dank 6,06 Mio. Zuschauern uneinholbar in Führung (19,9% Marktanteil) und erwies sich noch dazu mit 10,0% bei den 14- bis 49-Jährigen als echter Hit (Platz 6 im jungen Publikum!). „Der Kriminalist“ folgt mit deutlichem Abstand (4,8 Mio.) vor „SOKO Leipzig“ (4,44 Mio.). Die Marktanteile lagen bei 15,8% und 14,7%. Das Zweite kann sich darüber hinaus auf seine Vorabendserien verlassen: „SOKO Kitzbühel“ lag dort mit 3,56 Mio. noch vor „Dr. Klein“ mit 3,29 Mio. – und ganz klar vor „Gefragt, gejagt“ im Ersten, das aber immerhin 11,9% und 10,3% schaffte.

3. „heute show“ mit mehr Zuschauern als „Das Supertalent“, „Literarisches Quartett“ fällt danach auf 5%

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Als stärkster Verfolger von ARD und ZDF kam am Abend RTL übrigens mit dem „Supertalent“ auf 3,77 Mio. – und erreichte damit knapp weniger Zuschauer als die „heute show“ im ZDF, die ihr gutes Vorwochenergebnis noch einmal steigerte. 3,78 Mio. hatten insgesamt eingeschaltet – 15,2% und Platz 6 im Gesamtpublikum. Zur bitteren Wahrheit gehört aber auch, dass die Übergabe ans „Literarische Quartett“ so gut wie gar nicht funktioniert: Von fast 4 Mio. blieben direkt im Anschluss nur 0,98 Mio. übrig (5,2%): sendeplatztechnisch eher suboptimal.

4. „Got to Dance Kids“ wird für Sat.1 wohl nicht mehr zum Erfolg und macht auch „Jetzt wird’s schräg“ zum Flop

Schlecht gestartet und in Woche 2 bereits auf dem Weg zum Totalausfall: In etwa so sieht die Bilanz der neuen Sat.1-Show „Got to Dance Kids“ aus, die innerhalb einer Woche von 800.000 14- bis 49-jährigen Zuschauern auf 580.000 rutschte (6,0%). Das noch viel größere Problem für Sat.1: „Got to Dance Kids“ war zugleich die Sat.1-Sendung mit den meisten jungen Zuschauern an diesem Tag. „Jetzt wird’s schräg“ landete danach ebenfalls bei 6,0% (0,44 Mio.) und hatte keine Chance gegen „Mirja Boes live!“, das bei RTL mit einem etwas früheren Start 13,3% schaffte. Bei kabel eins kam derweil „The Mentalist“ nach einem schwachen Start in den Abend ab 22 Uhr auf deutlich bessere Werte (8,3% und 8,5%). Vox musste sich zur selben Zeit mit 5,4% und 6,9% für „Law & Order: Special Victims Unit“ zufrieden geben. Und RTL II holte 5,0% mit „Skyline“, bevor „Rambo II“ sich auf 6,6% steigerte.

5. Spendengala im BR liegt vor Spendengala im NDR

Und dann waren da noch der NDR und der BR, die dachten, so ein Freitag vor Weihnachten sei doch eine gute Gelegenheit, um zwei regionale Spendengalas gegeneinander laufen zu lassen. Was interessiert Sie mehr? Zuschauerzahlen oder Spendensummen? Egal, beide Male liegt der BR deutlich vorn – aber auch bloß mit 0,83 Mio. Zuschauern für die über dreistündige Gala (und 2,9% Marktanteil). Immerhin kamen auf diese Weise 6,32 Millionen Euro für notleidende Kinder zusammen. Der NDR ermöglicht 1,57 Millionen Euro für Flüchtlinge – und sendete „Hand in Hand für Norddeutschland“ fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit: 270.000 Zuschauer schalteten ein, 0,9% Marktanteil im Gesamtpublikum. Vielleicht spenden die Leute lieber, wenn sie sich dafür keine Gala antun müssen.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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