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Tarifverhandlungen 2016: BDZV sieht „keinen Spielraum für Gehaltserhöhungen“

BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf
BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf

2016 kommen Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter zusammen, um einen neuen Gehaltstarif zu verhandeln. Wie immer beginnen die Verhandlungen mit offenen Forderungen im Vorfeld des ersten Aufeinandertreffens. Der Deutsche Journalistenverband will eine Lohnerhöhung um 4,5 Prozent. Der Bundesverband Deutscher Zeitschriftenverleger (BDZV) sagt: "Für Gehaltserhöhungen gibt es keinen Spielraum".

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Die Branche befinde sich nach wie vor in einem „tiefgreifenden Strukturwandel“, erklärt der BDZV im Vorfeld der Tarifverhandlungen, die im Januar starten sollen. Es sei Aufgabe von Tarifverträgen, „Mindestarbeitsbedingungen zu schaffen“. Ein neuer Gehaltstarifvertrag müsse den „schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Zeitungsunternehmen ebenso Rechnung tragen wie den regional sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen in Deutschland“.

Für BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf bedeutet das: „Für Gehaltserhöhungen gibt es deshalb keinen Spielraum.“ Die Arbeitswirklichkeit in den Redaktionen habe sich in den zurückliegenden Jahren rasant verändert und verändere sich weiter.

Verleger und Gewerkschaften hätten bei den zurückliegenden Tarifverhandlungen begonnen, das tarifliche Regelwerk in gemeinsamer Verantwortung an die neuen Verhältnisse anzupassen. „Diesen Weg müssen wir fortsetzen“, so Wallraf weiter. Die zwischenzeitlich geführten Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag über das Redaktionsvolontariat an Tageszeitungen bestätigten ihn in der Überzeugung, dass es unbesehen der tariflichen Auseinandersetzungen das gemeinsame Ziel gebe, die Zeitungsbranche zukunftsfest zu machen und den Journalistenberuf hoch attraktiv zu halten.

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Der DJV fordert in den Verhandlungen 4,5 Prozent mehr Gehalt für Zeitungsredakteure, zudem soll an Volo-Beauftragte ein „tarifliches Signal“ gesendet werden.

Die jüngsten Tarifverhandlungen liegen etwa 1,5 Jahre zurück. Damals verhandelten die Parteien über ein Jahr lang in elf Runden über einen Manteltarifvertrag. Die Verhandlungen erwiesen sich in der Vergangenheit als besonders kompliziert. Die Verleger wollten sich damals vom Manteltarifmodell verabschieden und unterschiedliche Gehälter – je nach Wirtschaftskraft einzelner Regionen – einführen.

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