Deutscher Fernsehpreis: „Club der roten Bänder“ und „Deutschland 83“ nominiert

Der „Club der roten Bänder“ ist für die „Beste Serie“ beim Deutschen Fernsehpreis nominiert
Der "Club der roten Bänder" ist für die "Beste Serie" beim Deutschen Fernsehpreis nominiert

2015 war das Jahr der großen deutschen Serienexperimente – und das spiegelt sich auch bei den Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis wieder: Sowohl die Vox-Eigenproduktion "Club der roten Bänder" ist nominiert als auch RTLs "Deutschland 85" und "Weinberg" von TNT. Diese drei Produktionen stünden "für die aktuelle Innovation des Genres", so die Jury.

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Am 13. Januar 2016 wird der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deutsche Fernsehpreis verliehen. Anders als in den Vorjahren, wird die Verleihung im Rahmen eines Branchentreffens stattfinden, das nicht, wie noch bis 2014, im Fernsehen übertragen wird. Darauf hatten sich die Stifter Frank Hoffmann (RTL), Tom Buhrow (WDR), Thomas Bellut (ZDF) und Kaspar Pflüger (SAT.1) am Anfang dieses Jahres verständigt. Die Federführung für den neu aufgestellten Fernsehpreis liegt im Jahr 2016 bei RTL.

In den vergangenen Monaten hat eine Jury über 800 Programmvorschläge gesichtet und letztendlich 49 Nominierte in 20 Kategorien festgelegt. Über die Preisträger entscheidet das Gremium wie bisher erst am Tag der Preisverleihung.

Die Nominierungen im Einzelnen:

1. Bester Fernsehfilm

„In einem sehr starken fiktionalen Jahr“ nominiert die Jury fünf Fernsehfilme: Die Allstar-Improvisation „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ (ARD/WDR/NDR/Riva Filmproduktion), das psychologische Kammerspiel „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie), den historischen Glamourkrimi „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television/Wilma-Film), das KZ-Drama „Nackt unter Wölfen“ (ARD/MDR/WDR/SWR/BR/UFA Fiction/MIA Film/Global Screen/Universum Film) und den Cop-Thriller „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie).

2. Beste Serie

Die Jury nominiert drei Serien, die „für die aktuelle Innovation des Genres stehen, und in diesem Jahr an die Stelle der Mehrteiler treten“: „Club der roten Bänder” (VOX/Bantry Bay Productions), eine Krankenhaus-Serie der besonderen Art, „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction), eine deutsch-deutsche Agenten-Serie und schließlich „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay Productions/Twenty Four 9 Films), die erste eigenproduzierte Mystery-Serie von TNT.

3. Beste Schauspielerin

Nominiert sind: Iris Berben für „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE), Henriette Confurius für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television/Beta Film), Maria Simon für „Silvia S. – Blinde Wut“ (ZDF/UFA Fiction), Antje Traue für „Weinberg“ (TNT Serie/Bantry Bay Productions/Twenty Four 9 Films) und „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television/Wilma-Film) sowie Ina Weisse für „Ich will dich“ (ARD/WDR/Arte/Constantin Television) und „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie).

4. Bester Schauspieler

Charly Hübner für „Bornholmer Straße“ (ARD/MDR/ARD Degeto/rbb/UFA Fiction) und „Der verlorene Bruder“ (ARD/WDR/BR/MDR/ARD Degeto/Claussen+Putz), Tobias Moretti für „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ (ARD/BR/ORF/Roxy Film/EPO Film), „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television/Wilma-Film) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE), Friedrich Mücke für „Weinberg“ (TNT Serie/ Bantry Bay Productions GmbH/Twenty Four 9 Films) und „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television/Wilma-Film), Jonas Nay für „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) und „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television/Beta Film) und Florian Stetter für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/MDR/ARD Degeto/WDR/SWR/BR/UFA Fiction/MIA Film/Global Screen/Universum Film).

5. Beste Comedy

In diesem Jahr sind nominiert: „Die Anstalt“ (ZDF/redspider networks), „PussyTerror TV” (WDR/Brainpool TV) und „Schorsch Aigner – der Mann, der Franz Beckenbauer war“ (ARD/WDR/beckground tv).

6. Beste Unterhaltung Primetime

„Joko gegen Klaas – Das Duell um die Welt“ (ProSieben/Florida TV/Endemol Shine Germany), „The Voice of Germany“ (ProSieben/SAT.1/Talpa Germany) und „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX/Talpa Germany/Naidoo Records).

7. Beste Moderation Unterhaltung

Hier hat die Jury „Alleskönner“ gefunden, die wie sie betont „mit mehr als einem Talent ausgestattet, gleichermaßen souverän wie spontan einen ganzen Show-Abend nach Hause bringen können“: Steven Gätjen für die Moderation von „Schlag den Raab“ (ProSieben/Brainpool TV/Raab TV), Barbara Schöneberger für die Moderation von „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen ALLE“ (RTL/i&u) und Florian Silbereisen für die Moderation von „Die Besten im Sommer“ sowie „Das Adventsfest der 100.000 Lichter“ (ARD/MDR/ORF/Jürgens TV).

8. Beste Unterhaltung Late Night

In der Late Night hat die Jury kleinere Formate nominiert, die „vor allem das junge Publikum begeistern und auf dem besten Weg sind, den großen die Show zu stehlen“: „Circus HalliGalli” (ProSieben/Florida TV/Endemol Shine Germany), „NEO MAGAZIN Royale“ (ZDF/ZDFneo/bildundtonfabrik) und „Ponyhof“ (TNT Glitz/Endemol Shine Germany).

9. Bestes Factual Entertainment

Besonders überzeugten: „Die Höhle der Löwen“ (VOX/Sony Pictures), „Das Jenke-Experiment“ (RTL/info Network/Redaktion EXTRA) und „Kessler ist…“ (ZDF/ZDFneo/ITV Studios Germany).

10. Beste Information

In der Information hat die Jury dem großen Thema der Flüchtlingskrise Rechnung getragen. Nominiert sind: „An der Grenze – 24 Stunden an den Brennpunkten der Flüchtlingskrise“ (N24/Welt), „Der Flüchtlingsreport“ (ARD/HR/BR) und „Thementag Flüchtlinge“ bei RTL vom 31.08.15 (RTL/infoNetwork).

11. Beste Persönliche Leistung Information

Die Kategorie „Beste Moderation Information“ hat die Jury besonderen persönlichen Leistungen gewidmet. Nominiert sind die drei TV-Journalisten bzw. -Journalistinnen Michel Abdollahi für seine Reportage „Im Nazidorf“ und seine Straßenaktionen im Kulturjournal (NDR), Dunja Hayali für ihre Interviews bei der Erfurter AfD-Demonstration im ZDF Morgenmagazin (ZDF) und Anja Reschke für ihren Tagesthemen-Kommentar „Flüchtlinge – Hetze im Netz“ vom 5.8.15 (ARD/NDR).

12. Bestes Infotainment / Talksendung:

Mit ihren Nominierungen will die Jury vor allem „auch die Redaktionen loben, die zur richtigen Zeit die richtigen Themen mit den richtigen Gästen diskutiert haben“: „Hart aber fair – Jetzt reden die Helfer“ (ARD/WDR/Ansager & Schnipselmann/klarlogo) für die Sendungen vom 9.11.2015, „Markus Lanz“ (ZDF/Fernsehmacher/MHOCH2 TV), besonders für die Sendungen vom 27.10., 17.11. und 19.11.2015 und „Menschen bei Maischberger“ (ARD/WDR/Vincent TV).

13. Beste Dokumentation / Reportage

„Asternweg – Eine Straße ohne Ausweg“ aus der Reihe „Die große Samstagsdokumentation“ (VOX/99 pro Media), „die story im Ersten: Todesflug MH 17 – Warum mussten 298 Menschen sterben?“ (ARD/WDR/NDR/SZ) und „Sie mussten die Hölle sehen – Auf der Flucht vor Boko Haram“ (RTL/EIKON Nord GmbH/AZ Media TV).

14. Bester Sportsendung

„Geheimsache Doping. Im Schattenreich der Leichtathletik“ und „Wie Russland seine Sieger macht“, zwei Dokumentationen von Hajo Seppelt im Rahmen der ARD Sportschau (ARD/WDR), „die story im Ersten: Der verkaufte Fußball – Sepp Blatter und die Macht der FIFA“ (ARD/WDR/SWR) und „sport inside“ (WDR), wo Sportjournalisten mit ihren Recherchen verläßlich die Hintergründe zum Sportgeschehen aufzeigen.

15. Beste Regie

Lars Becker für „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie), Matti Geschonneck für „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE) und Philipp Kadelbach für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/MDR/ARD Degeto/WDR/SWR/BR/UFA Fiction/MIA Film/Global Screen/Universum Film).

16. Bestes Buch

Stefan Kolditz für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/MDR/ARD Degeto/WDR/SWR/BR/UFA Fiction/MIA Film/Global Screen/Universum Film), Magnus Vattrodt für „Ein großer Aufbruch“ (ZDF/Network Movie) und „Das Zeugenhaus“ (ZDF/MOOVIE) und Anna Winger für „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction).

17. Beste Kamera

Ngo The Chau für „Zum Sterben zu früh“ (ZDF/Arte/Network Movie), Philipp Haberlandt und Frank Küpper für „Deutschland 83“ (RTL/UFA Fiction) und Martin Langer für „Ein großer Aufbruch (ZDF/Network Movie).

18. Bester Schnitt

Ulf Albert für „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ (ARD/WDR/NDR/Riva Filmproduktion), Heike Gnida für „Blochin – Die Lebenden und die Toten“ (ZDF/REAL FILM Berlin) und Bernd Schlegel für „Nackt unter Wölfen“ (ARD/MDR/ARD Degeto/WDR/SWR/BR/UFA Fiction/MIA Film/Global Screen/Universum Film)

19. Beste Musik

Jens Öttrich für „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay Productions), Fabian Römer für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television/Beta Film) und Stefan Will und Marco Dreckkötter für „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television/Wilma-Film).

20. Beste Ausstattung

Gabriele Binder (Kostüm) und Knut Loewe (Szenenbild) für „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ (ZDF/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television/Beta Film), Peri de Braganca (Kostüm) und Thomas Franz (Szenenbild) für „Starfighter – Sie wollten den Himmel erobern“ (RTL/Zeitsprung Pictures) und Max Wohlkönig (Kostüm) und Matthias Müsse (Szenenbild) für „Mordkommission BERLIN 1“ (SAT.1/Wiedemann & Berg Television/Wilma-Film).

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