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Digital-Ausbau und Print-Relaunch: So will die Hamburger Morgenpost 2016 weiter kommen

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Die Hamburger Morgenpost führt 2016 weiter, was sie dieses Jahr begonnen hat. Nach der Dachmarke der Mediengruppe und der optischen Runderneuerung des Online-Auftrittes von Mopo.de, soll dieser auch inhaltlich vorangetrieben werden. Gleiches gilt für die Zeitung, die sich kommendes Jahr inhaltlich wie optisch weiterentwickeln will.

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Es ist ein „Paradigmenwechsel“, den die Hamburger Morgenpost im kommenden Jahr vollziehen werde, erklärte Mopo-Chefredakteur Frank Niggemeier am Montagmittag die Pläne für das kommende Jahr. Zwar konnte der Boulevard-Chef noch keine optischen Ergebnisse vorlegen, allerdings werde sich seine Zeitung einer neuen inhaltlichen Aufbereitung anpassen.

Diese werde vor allem ausgeruhter, so Niggemeier. Was bereits viele Zeitungsmacher als Devise angegeben haben, gilt auch bei der Hamburger Morgenpost: Die News ist nicht mehr das Geschäft. Die gedruckte Morgenpost, deren Redaktion in diesem Jahr mit der Online-Redaktion fusioniert worden ist, wolle sich deshalb stärker an Stilelementen des Magazins bedienen und inhaltlich eigens gesetzte Schwerpunkte fokussieren sowie ihren Lesern mehr Orientierung und Hintergrund bieten als bisher. Wie Niggemeier erklärte, gebe es zudem ein Verlangen nach mehr Meinung. Zukünftig soll das Blatt in den Schwerpunkten Lokales, Sport und Politik (mit Drittem beliefert die Mopo die weiteren DuMont-Boulevardtitel Berliner Kurier und Express) deshalb mit spürbar mehr Kommentaren daher kommen und lokalen Nutzwert herausarbeiten.

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Die Morgenpost wird die schnelle News damit ihrem Online-Auftritt überlassen, der sich seit November luftiger und auf mobilen Konsum ausgerichtet präsentiert. Im Gegensatz zum Print-Produkt soll dort die inhaltliche Entwicklung auf die optische Überarbeitung folgen. Hier soll vor allem das Marken-Angebot erweitert werden. So will der Verlag ein Online-Angebot des Print-Magazins Best of Hamburg integrieren, mit dem die Seite zeitgleich interaktiver werden soll. Mit diesem Hintergrund wolle die Hamburger Morgenpost auch das Community-Management professionalisieren. Während die Redaktion derzeit – vor allem in Bezug auf Flüchtlingsthemen – von Kommentarfluten überschwemmt werde, soll der bisher einzige Social-Media-Redakteur zukünftig Unterstützung bekommen, um die Masse zu bewältigen, erklärte Digital-Leiter Henning Langer. Funktionieren wird das vermutlich durch Umschichtung bisheriger Ressourcen. 

Ausgebaut wird das Angebot auch durch ein Online-Angebot des Magazins Stadtflair, das der Verlag in diesem Jahr für die Zielgruppe 50+ auf den Markt geworfen hatte. Geplant ist allerdings ein eigener Web-Auftritt. Das Magazin-Portfolio solle 2016 sogar um ein bis zwei weitere Titel wachsen, betonten Geschäftsführerin Susan Molzow und Michaela Schirrmann, Geschäftsführerin von DuMont Media, das die meisten der Magazine verantwortet.

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