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„Deutschland 83“-Quoten brechen ein, „The Voice“ fällt mit erster Liveshow auf Staffeltief

Die neue RTL-Serie „Deutschland 83“ mit Hauptdarsteller Jonas Nay
Die neue RTL-Serie "Deutschland 83" mit Hauptdarsteller Jonas Nay

Bittere Nachrichten für RTL: Die aufwändige Serie "Deutschland 83" brach schon in Woche 2 völlig ein. Nur noch 2,05 Mio. und 1,96 Mio. sahen insgesamt zu - Marktanteile von 6,7% und 6,5%. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es nur 10,8% und 10,1%. Zuschauer verloren hat auch "The Voice" - trotz Tagessieg im jungen Publikum. Insgesamt gewann Helene Fischer den Tag.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. „Deutschland 83“ verliert ein Drittel seiner Zuschauer

Sehr, sehr bitter – und ein unschönes Zeichen für die Produktion toller, aufwändiger Serien in Deutschland. Nachdem der Auftakt von „Deutschland 83“ vor einer Woche mit 3,19 Mio. und 2,86 Mio. Sehern schon unter den Erwartungen blieb, ging es diesmal auf erschütternde Zuschauerzahlen von 2,05 Mio. und 1,96 Mio. herab. Die Marktanteile lagen im Gesamtpublikum nur noch bei 6,7% und 6,5%. Bei den 14- bis 49-Jährigen blieben von 1,74 Mio. und 1,60 Mio. noch 1,12 Mio. und 1,09 Mio. übrig – aus guten 15,7% und 14,1% wurden miserable 10,8% und 10,1%.

2. „The Voice“ fällt mit der ersten Liveshow auf ein Zuschauer-Staffeltief

Auch bei ProSieben wird man nicht so recht zufrieden sein. Zwar gewann „The Voice of Germany“ mit 1,52 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 15,4% den Tag in der jungen Zielgruppe, doch im Vergleich zur Vorwoche gingen 260.000 14- bis 49-Jährige verloren. Tatsächlich sind die 1,52 Mio. ein neuer Tiefstwert für die aktuelle Staffel, ebenso die 2,52 Mio. im Gesamtpublikum. Erneut gelang es der Show also nicht, die starken Quoten der ersten Wochen in die Live-Phase herüber zu retten. Zum Vergleich: Noch vor zwei Wochen gab es 20,1% in der jungen Zielgruppe.

3. Helene Fischer siegt mit 5 Mio. Zuschauern im Gesamtpublikum

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Insgesamt hieß das populärste TV-Programm des Tages erwartungsgemäß „Helene Fischer – Weihnachten“. Das Weihnachtskonzert der Schlagersängerin verfolgten im Ersten 5,07 Mio. Leute – ein guter Marktanteil von 16,7%. Damit gewann Fischer auch gegen „Die Bergretter“ vom ZDF, die 4,79 Mio. Zuschauer und 15,5% einsammelten. Stärkstes Programm der Privatsender war „RTL aktuell“ mit 3,44 Mio. Sehern, in der Prime Time „The Voice“ mit 2,52 Mio. Starke Zahlen am Vorabend holte der Biathlon-Weltcup im ZDF: 3,43 Mio. Fans entsprachen ab 17.15 Uhr 19,3%.

4. Vox punktet mit „Dark Shadows“

Bei den Sendern der zweiten Privat-TV-Liga lief es für Vox besonders gut: 820.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich für den Film „Dark Shadows“ – 8,0%. Damit erreichte Vox auch in etwa Sat.1-Niveau. Dort kam „Criminal Minds“ um 20.15 Uhr nur auf 6,7%, um 21.15 Uhr auf 8,9%. Auch kabel eins sprang über das Soll: „Shrek 2“ schalteten 680.000 14- bis 49-Jährige ein – 6,4%. RTL II kam mit den „Kochprofis“ auf ähnliche 6,3%, der „Frauentausch“ steigerte sich danach auf 7,1%.

5. WDR zieht mit altem Köln-„Tatort“ in die Top 30 ein

Abseits der großen acht Sender lief es am Donnerstag für das WDR Fernsehen am besten. 1,80 Mio. Krimifans sahen den fünf Jahre alten „Tatort: Schmale Schultern“ aus Köln – ein grandioser Marktanteil von 5,8% und Platz 26 der Tages-Charts. Damit war der „Tatort“ nicht nur das Top-Programm abseits der großen acht Sender, er schlug auch sämtliche Programme von Vox, RTL II und kabel eins – sowie um 20.15 Uhr auch noch Sat.1. Im Pay-TV setzte sich unterdessen „Navy CIS“ durch: 130.000 sahen die Serie um 20.15 Uhr bei 13th Street – 0,4%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Wer’s nicht sehen mag, braucht es nicht zu gucken. Es gibt genug unpolitische Filme und Serien.
    Es gibt keinen vernünftigen Grund, sich den Absturz oder die Absetzung einer Serie zu wünschen, nur weil man sich für das Thema nicht besonders interessiert oder man es leid ist, damit nur ja die Anderen es auch nicht gucken können, die da vielleicht mehr Interesse dran haben.
    Ich hab’s auch nicht immer und habe namentlich Deutschland ’83 noch nicht gesehen. Bisher nicht. Danke für den Fernsehtipp.

  2. Ich freue mich darüber das Deutschland 83 so abstürzt und hoffe dass die Sender etwas daraus lernen. Wieso muss ständig fast jede neue Serie oder auch Film immer etwas mit DDR oder alt Nazis oder sonst etwas in der Richtung zu tun haben? Macht doch einfach mal eine gute Serie die einfach nur den Zuschauer unterhält und nur nebenbei eine politische oder andere Aussage hat. Ehrlich wenn ich schon in der Ankündigung sehe das es wider um eines der selben 3 Themen geht die fast immer kommen und mal wider einer versucht das politische Thema mit einem Panzer zu verteilen dann schalte ich erst gar nicht ein. Mittlerweile schaue ich sowieso fast gar kein Fernsehen mehr sonder nur noch über Netflix und über die Webseiten bestimmte Dokus und Nachrichten auf den öffentlichen.

  3. Ich schaue die Sendung „Voice of Germany“, habe aber viel Verständnis für diejenigen, die sich abwenden. Die ständigen Wiederholungen der „wichtigsten“ Augenblicke der Kandidaten vor den Auftritten, völlig überzogene Werbepausen sowie die überbordende Verwendung sogen. „Anglizismen“ regen auch mich auf. Das geht mit dem Titel der Sendung los, die vielmehr „Die Stimme Deutschlands“ heißen sollte. Da geht es nur noch um „battles“, „knock-outs“, „performence“, „blind auditions“ (im weiteren Verlauf nur noch „blinds“ genannt und so weiter und so fort. Sollte sich jemand einmal die Mühe machen, die Nennung völlig unnötiger und teilweise auch falsch angewendeter englischer Ausdrücke zu zählen, bliebe die Anzahl deutscher Vokabeln wohl in der Unterzahl, zumindest gefühlt. Auch ich werde nach Ende der Staffel nicht mehr „The Voice“ schauen in Solidarität mit denen, die des Englischen nicht mächtig sind!

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