„Kluge Leute trinken keine Cola“: Brigitte schlägt Spiegel, stern und SZ in den Blendle-Verkaufs-Charts

Brigitte-Chefredakteurin Brigitte Huber kann sich über Platz 1 in den Blendle-Charts freuen
Brigitte-Chefredakteurin Brigitte Huber kann sich über Platz 1 in den Blendle-Charts freuen

Überraschung in den wöchentlichen Verkaufs-Charts des Journalismus-Shops Blendle: Die Nummer 1 heißt diesmal nicht Spiegel, Süddeutsche oder Zeit, sondern Brigitte. Das Interview mit Harvard-Professor und Ernährungswissenschaftler Walter Willet über Ernährungsmythen war der meistverkaufte Artikel auf der Plattform.

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Einer der Hauptgründe dürfte dabei die Headline gewesen sein: „Kluge Leute trinken keine Cola“ macht natürlich sehr neugierig auf das Interview. Das Gespräch selbst hat dann zwar keine grundlegend neuen Erkenntnisse zum Thema Ernährung geliefert, doch die Leser waren offenbar zufrieden genug, um gern für den Text zu zahlen. Eine ebenfalls entscheidende Rolle dürfte der gut gemachte Blendle-Newsletter gewesen sein, der auf das Interview hinwies – und ohne den derzeit wohl keine Nummer 1 bei Blendle möglich ist.

Dahinter folgen zwei weitere Artikel über Dschihadisten – ein Thema, das seit den Paris-Anschlägen bei Blendle dominiert. Platz 2 geht dabei an das Spiegel-Interview mit dem IS-Experten David Thompson, Rang 3 an die stern-Reportage über die Dschiahidsten-Szene in Deutschland. Platz 4 geht an das Miriam-Meckel-Interview in der Süddeutschen Zeitung.

Auch dahinter folgen in den Verkaufs-Charts, die MEEDIA exklusiv an jedem Mittwoch veröffentlicht, vor allem Medien, die Dauergäste in den Charts sind: Neben einem weiteren SZ-Text auch welche der FAZ, des Tagesspiegels, ein weiterer aus dem Spiegel, einer der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und einer aus dem SZ-Magazin.

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 25. bis 1. Dezember 2015:

1. „‚Kluge Leute trinken keine Cola‘“ – Brigitte, Daniela Stohn, 1680 Wörter, 65 Cent
Harvard-Prof und Ernährungswissenschaftler Walter Willet räumt im Interview mit vielen gängigen Ernährungsmythen auf

2. „‚Im Eurodisney des Dschihad‘“ – Der Spiegel, Mathias von Rohr und Raniah Salloum, 2168 Wörter, 75 Cent
Interview mit IS-Experte David Thompson über junge Dschihadisten in Frankreich und wie sie von Anschlägen träumen

3. „Sie sind unter uns“ – stern, Jan Rosenkranz, 2820 Wörter, 65 Cent
Aufrüttelnde Reportage über die Dschihadisten-Szene in Deutschland

4. „Sonntage“ – Süddeutsche Zeitung, Verena Mayer, 1992 Wörter, 79 Cent
Sehr persönliches Interview mit Wiwo-Chefredakteurin Miriam Meckel über Burn-Outs und verschwundene Sonntage

5. „Massive Attack“ – Süddeutsche Zeitung, Johannes Boie, Nicolas Richter, Hakan Tanriverdi und Christian Zaschke, 2366 Wörter, 79 Cent
Aufwändige Recherche zum Aufrüsten im digitalen Raum, einem „Kriegsgebiet für Terroristen, Hacker und Geheimdienste“

6. „Der Nährboden des Terrors“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rainer Hermann, 2212 Wörter, 45 Cent
Wie Saudi-Arabien seit Jahrzehnten eine intolerante Version des Islam exportiert und „gezielt den Extremismus fördert“

7. „‚Unter uns ist ein Ungeheuer entstanden‘“ – Tagesspiegel, Andreas Austilat und Björn Rosen, 2116 Wörter, 25 Cent
Wenn Eltern fürchtern, ihre Kinder zögen in den Dschihad, ist er der Experte: Interview mit Ahmad Mansour

8. „[Alles] [wird] [gut]“ – Der Spiegel, Axel Bojanowski, Ullrich Fichtner, Hauke Goos, Guido Mingels und Samiha Shafy, 10283 Wörter, 1,99 Euro
Wie der Klimavertrag entstand: Der Spiegel begleitete Schlüsselpersonen ein Jahr lang in der Vorbereitung auf Paris

9. „Wer schmiert hier wen an?“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Jasmin Andresh, 1449 Wörter, 45 Cent
Was wirklich hinter den Versprechen der Crémehersteller steckt, und wie der Gesetzgeber reagiert

10. „Was ist das Verrückteste, was Sie gegessen haben“ – SZ Magazin, Gabriela Herpell, Lars Reichardt und Lorenz Wagner, 6954 Wörter, 79 Cent
Das SZ Magazin hat 10 Prominente bekocht und einfach zugehört: ein Tischgespräch über Gott, die Welt und das Essen

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Noch nicht dabei ist in der Top Ten das erste österreichische Medium, das sich entschlossen hat, seine Artikel auch bei Blendle zu verkaufen. Seit Mittwoch ist nämlich das Magazin Profil dabei. Für Blendle der Schritt in ein weiteres Land.

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt der SZ-Artikel über den „digitalen Raum als Kriegsgebiet für Terroristen, Hacker und Geheimdienste“ an. Er hat es ja schon auf Platz 5 der Gesamt-Charts geschafft. Dahinter folgt ein Bericht über die Amazon-Cloud, die dem Unternehmen große Profite beschert – aus der WirtschaftsWoche.

1. „Massive Attack“ – Süddeutsche Zeitung, Johannes Boie, Nicolas Richter, Hakan Tanriverdi und Christian Zaschke, 2366 Wörter, 79 Cent
Aufwändige Recherche zum Aufrüsten im digitalen Raum, einem „Kriegsgebiet für Terroristen, Hacker und Geheimdienste“

2. „Architekt der Wolke“ – Wirtschaftswoche, Matthias Hohensee, 1331 Wörter, 65 Cent
Die ungeheure Erfolgsgeschichte der Amazon-Cloud und wie sie zu Amazons wichtigstem Profitbringer wurde

3. „Ein kleiner Computer, den jeder kennen sollte“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, 632 Wörter, 45 Cent
Aufschrieb über Rasperry Pi, und wie der Mini-Computer das Internet der Dinge antreiben könnte

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