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Enttäuschende Zahlen für die aufwändige Sat.1-Produktion „Mordkommission Berlin 1“

Sat.1-Film „Mordkommission Berlin 1“
Sat.1-Film "Mordkommission Berlin 1"

Und wieder ein unschöner Morgen für die Sat.1-Macher: Der 20er-Jahre-Krimi "Mordkommission Berlin 1", toll besetzt und aufwändig ausgestattet, fiel bei den TV-Zuschauern weitgehend durch. Nur 8,5% und 8,1% gab es im Gesamtpublikum und bei den 14- bis 49-Jährigen. Den Tagessieg holten sich stattdessen die ARD-Serien und RTLs "Bones".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. Sat.1-Produktion „Mordkommission Berlin 1“ fällt weitgehend durch

Es war ein Film, wie es ihn bei Sat.1 schon lang nicht mehr gab. Aufwändig produziert, üppig ausgestattet, toll besetzt – ein echter Event. Doch das TV-Publikum ließ er weitgehend kalt. Nur 2,41 Mio. sahen die „Mordkommission Berlin 1“ im Durchschnitt, darunter 820.000 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile lagen in den beiden wichtigsten Zuschauergruppen bei 8,5% und 8,1%. Im Gesamtpublikum wurde das Sat.1-Normalniveau der jüngsten 12 Monate (8,0%) damit nur knapp übertroffen, in der jungen Zielgruppe wurden die 9,4% deutlich verfehlt. Schön ist aus allen Altersgruppen einzig der Marktanteil bei den 50- bis 64-Jährigen: 12,6%. Der Quotenverlauf zeigt das Problem des Films: Er konnte sein Publikum einfach nicht fesseln, war zu langsam und langwierig erzählt. Um 20.30 Uhr sahen noch 2,79 Mio. zu, am Ende des Films waren es rund 700.000 weniger – rund ein Viertel ging also verloren. Werbepause für Werbepause schalteten Zigtausende um – und nicht wieder zurück.

2. „In aller Freundschaft“ siegt den Tag, ZDF-Steuer-Check kann nicht überzeugen

Die erfolgreichsten TV-Programme des Tages liefen wie dienstags üblich im Ersten. 5,63 Mio. schalteten ab 21.05 Uhr die Hitserie „In aller Freundschaft“ ein – stolze 18,3%. „Die Kanzlei“ kam vorher mit 4,98 Mio. Sehern immerhin auf 16,0% und Platz 2. Keine Chance auf solche Zahlen hatte das ZDF. Für den 45-Minüter „Wie gerecht sind unsere Steuern?“ aus der Reihe „ZDFzeit“ interessierten sich nur 2,55 Mio. Leute – ein blasser Marktanteil von 8,2%. Immerhin landete die Sendung damit noch vor der „Mordkommission Berlin 1“, aber hinter RTLs „Bones“, das mit 2,79 Mio. Sehern bei – allerdings ebenfalls unbefriedigenden – 9,0% ins Ziel ging.

3. „Bones“ gewinnt im jungen Publikum – mit besten Marktanteil seit September

Zufriedener als mit den Gesamtpublikumszahlen kann RTL in der jungen Zielgruppe sein. Hier gewann „Bones“ den Tag – mit 1,60 Mio. 14- bis 49-Jährigen. Der Marktanteil von 14,8% ist der beste seit dem 22. September. „CSI: Cyber“ bleibt hingegen ein Misserfolg: Auch die vorerst letzte Folge blieb mit 1,29 Mio. und 12,0% unter dem Soll. ProSieben erzielte mit den „Simpsons“ ab 20.15 Uhr unterdessen Marktanteile von ordentlichen 11,7%, blassen 10,1% und schwachen 9,0%, „Family Guy“ erreichte um 21.45 Uhr 10,3%.

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4. „Rosins Kantinen“ schlägt „Geschickt eingefädelt“ in der jungen Zielgruppe

Die vorerst letzte Folge von „Rosins Kantinen“ war die bisher zweiterfolgreichste: 760.000 14- bis 49-Jährige entsprachen einem tollen Marktanteil von 7,1%. Damit gewann die kabel-eins-Reihe auch knapp gegen den Vox-Konkurrenten „Geschickt eingefädelt“, der mit 750.000 und 6,9% ein paar Marktanteile gegenüber der Vorwoche einbüßte. Nach den guten Quoten dürfte eine Fortsetzung von „Rosins Kantinen“ längst eingetütet sein – zumal die vier Folgen auch besser liefen als Frank Rosins Haupt-Format „Rosins Restaurants“ zuletzt. RTL II kam mit „Zuhause im Glück“ am Dienstagabend übrigens auf 700.000 14- bis 49-Jährige und 6,5%.

5. „Die Simpsons“ siegen bei den Teenies

Schauen wir heute zusätzlich mal auf das Quoten-Ranking der 14- bis 19-Jährigen. Hier gewannen „Die Simpsons“ den Tag: 140.000 Teenies sahen um 20.15 Uhr die ProSieben-Serie, 150.000 um 20.45 Uhr. Die beiden Episoden erzielten damit Marktanteile von 23,0% und 22,2%. Platz 3 geht mit 110.000 14- bis 19-Jährigen an „Berlin – Tag & Nacht“, jeweils 100.000 Teenager erreichten „Family Guy“, die „RTL II News“, „Köln 50667“ und drei weitere Folgen der „Simpsons“. Auf den ersten 12 Plätzen der Tages-Charts finden sich hier ausschließlich Programme von ProSieben und RTL II. Immerhin: 60.000 14- bis 49-Jährige (10,0%) sahen auch „In aller Freundschaft“.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

 

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Alle Kommentare

  1. Also ich kann mich meinem Vorgänger nur anschließen, der Film war super. Ich habe ihn jetz nicht im TV gesehen sondern auf Bluray kann also zur TV Ausstrahrlung nichts sagen aber (!) ich kann mir sehr gut Vorstellen das viele in den Werbepausen umgeschalten haben denn gerade bei so einer Handlung ist es extrem nervig ständig aus der Handlung geworfen zu werden. Desweiteren denke auch ich das viele kein Vertrauen mehr in das deutsche TV/Serien Genre haben da in den letzten Jahren enttäuschende Dinge gezeigt worden sind. Ich zu meinem Teil kann nur sagen super Drehbuch (angelegt an die alten Filme von Fritz Lang ( Bluray/DVD Audiokommentar ist sehr interressant), tolle Atmosphäre ( geniale Bildsprache, altes setting, hatte was von rauchigen alten Falir eines uralten Krimis wie man es klischeehaft in schwarz Weiß Filmen kennt), gute Schauspieler/Snger/Tänzer und gerade die GGI Effekte und Kamerapositionen ( prägte den Film sehr und hatte einen super Stil geschaffen) haben für mich gezeigt das sich deutsche Filmschaffende endlich etwas trauen und einen so guten Film aus deutscher Hand habe ich schon laaaaange nicht mehr gesehen. Respekt. Ich würde mich mehr über solche guten Filme freuen oder mitdieser Geschichte in dieser Art eine Serie haben wollen. Schade das es im TV nicht so gut rüberkam aber ich hoffe auf die Verkaufzahlen der Bluray/DVD

  2. Ich fand den Film ganz gut aber die elende Werbung dazwischen!
    Wird man ständig aus der Handlung wieder heraus gerissen.
    Außerdem denke ich das viele Leute einfach kein vertrauen mehr in die
    sogenannten “Eventfilme“ von den Privaten haben.
    Kein Wunder bei den Gurken in den letzten Jahren.
    Ich glaube viele haben auch mittlerweile die ewige Werbung zwischen den Filmen satt.
    Der Zulauf geht eindeutig zu Netflix und Amazon etc.

  3. Vier Freunde kamen zum selben Ergebnis. Eine tolle Ausstattung, Effekte, das berlin der 20er Jahre aufleben zu lassen, gepaart mit guten Schauspielern, ergeben noch keinen guten Film. Die Handlung war nebulös, wirr und leider überhaupt nicht spannend. Da hilft auf der Graf Zeppelin über Berlin nicht. Die charmante Idee mit Max Schmeling wurde total vergeigt. Die Story zog sich wie ein Kaugummi und entsprechend schalteten die Zuschauer ab. Also 1,3 Mio Euro Fördergelder mit einem lauen Buch total vergeigt. Leider wird sich Sat.1 immer weniger an große Produktionen wagen. Im Übrigen, die wirklich un langweiligen Posteraufmacher gleichen einem Event Film wie der nächste. Und dass der Sender nicht einmal das Ende des Films ordentlich gezeigt hat, sonder den OFF Kommentar für die nächste Doku über das Bild legen musste, war doch einfach Scheiße.

  4. Ich hatte mich auf Mordkommission Berlin 1 gefreut, weil ich sowohl die Herren Lau, Mücke und Moretti als auch Emilia Schüle gut finde. Allerdings habe ich nach 30 Minuten ausgeschaltet, das Drehbuch war einfach zu schlecht, von den seltsamen Kameraeinstellungen und der billig anmutenden Animation ganz zu schweigen. Sehr schade, Chance vertan.

  5. „Mordkommission Berlin 1“, „K 11“, „Kommissare ermitteln“, „Auf Streife“…. Wer seine so aufwändige Eventproduktion schon im Titel in diese billige Industrieware einreiht, muss sich über 8% Marktanteil nicht wundern!

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