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Borowski mit schwächster Zuschauerzahl seit drei Jahren, KiKA triumphiert mit „Aschenbrödel“

„Tatort“-Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg, l.) mit Killer Kai Korthals (Lars Eidinger)
"Tatort"-Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg, l.) mit Killer Kai Korthals (Lars Eidinger)

War "die Rückkehr des stillen Gastes" vielen zu gruselig? Der neueste Borowski-"Tatort" gewann mit 8,57 Mio. Zuschauern zwar klar den Sonntag, doch die Zahl ist die kleinste Borowski-Quote seit über drei Jahren. Der KiKA holte mit dem Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" um 12 Uhr unterdessen das Zwölffache seines Normalniveaus.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Borowski bleibt unter seinem Normalniveau der vergangenen Jahre, Jauch verabschiedet sich von 4,64 Mio.

Zugegeben: Es ist ein Jammern auf hohem Niveau. Aber dennoch ist es in heutigen „Tatort“-Rekordzeiten schon beachtenswert, wenn ein Ermittler weniger Zuschauer erreicht als in den vergangenen Jahren. Im Fall von Borowski waren es so wenige wie seit Oktober 2012 nicht mehr. Offenbar war der „stille Gast“ also einem Teil des potenziellen „Tatort“-Publikums nicht geheuer, sie entschieden sich stattdessen u.a. für „Inga Lindström“. „Jammern auf hohem Niveau“ aber deswegen, weil die Werte von 8,57 Mio. und 24,0% natürlich Zahlen sind, von denen alle anderen Sender sonntags nur träumen können. Und auch im jungen Publikum war der „Tatort“ ein Hit: mit 2,99 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 22,7% gab es hier aber sogar ein paar mehr Zuschauer als beim vorigen Fall vom Mai. Offenbar gab es die Zuschauerverluste also ausschließlich bei den Über-50-Jährigen. Apropos Verluste: 4,64 Mio. Leute sahen im Anschluss an den „Tatort“ die letzte Ausgabe von „Günther Jauch“ – weniger als zuletzt.

2. KiKA springt mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ fast in die Top Ten der 14- bis 49-Jährigen

Am Sonntag begann offiziell die Weihnachtszeit. Offiziell nicht nur wegen des ersten Advents, sondern auch, weil es die erste von gefühlt 37 jährlichen Ausstrahlungen des Klassikers „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gab. 2,20 Mio. sahen das Märchen um 12 Uhr im KiKA – noch einmal deutlich mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil lag mit 14,2% in etwa beim Zwölffachen des KiKA-12-Monats-Durchschnitts von derzeit 1,2%. Noch erstaunlicher sind die Zahlen bei den 14- bis 49-Jährigen: Hier reichten 1,07 Mio. für 18,4% und Platz 11 der Tages-Charts. Der KiKA erreichte damit um 12 Uhr mehr Menschen aus dieser Zielgruppe als Sender wie Sat.1 in der Prime Time. Bei den Kindern erzielte der Film übrigens ebenfalls Traumquoten: 450.000 3- bis 13-Jährige entsprachen um 12 Uhr mittags einem Marktanteil von 50,7%!

3. „Inga Lindström“ stärker als zuletzt, Biathlon-Weltcup startet stark in die Saison

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Des einen Leid, des anderen Freud: Während Kommissar Borowski also seine schwächste Zuschauerzahl der jüngsten drei Jahre holte, gab es für den ZDF-Konkurrenten „Inga Lindström“ die zweitbeste der jüngsten drei Jahre. 6,07 Mio. sahen um 20.15 Uhr zu – tolle 17,0%. Auch „Terra X“ war am Vorabend ein voller Erfolg: mit genau 5,00 Mio. Sehern und 15,5%. Starke öffentlich-rechtliche Quoten gab es am Sonntag zudem für die ersten Biathlon-Weltcups der Saison: 3,33 Mio. (18,4%) sahen im Ersten ab 13.40 Uhr die Single-Mixed-Staffel, 3,95 Mio. (20,1%) ab 15.30 Uhr die Mixed-Staffel.

4. „Elysium“-Premiere schlägt „Django Unchained“-Wiederholung

Auch im jungen Publikum gewann wie erwähnt der „Tatort“ den Tag. Bei den Privatsendern lag RTL vorn: Die Free-TV-Premiere von „Eylsium“ sahen 1,67 Mio. 14- bis 49-Jährige – das entsprach aber nur mittelmäßigen 13,1%. „Django Unchained“ kam bei ProSieben auf ein paar junge Zuschauer weniger: 1,60 Mio. reichten wegen der deutlich längeren Dauer des Films aber für gute 14,3%. Auch insgesamt lag „Elysium“ vor „Django“: mit 3,08 Mio. zu 2,52 Mio., bzw. 9,0% zu 8,5%. Sat.1 blieb mit „Navy CIS“ bei 5,6% im Gesamtpublikum und 6,8% in der jungen Zielgruppe hängen. Am Vorabend lief es für das „Galileo Spezial Erdlöcher“ recht gut: 1,33 Mio. 14- bis 49-Jährige entsprachen 12,9%. Damit landete die Sendung auch vor RTLs „Vermisst“ (1,14 Mio. / schwache 11,2%).

5. „Grill den Henssler“ erneut stark, kabel eins versagt mit „Die 80er“, RTL II mit „Walk the Line“

Vor Sat.1 landete in der Prime Time auch noch Vox. Dort holte „Grill den Henssler“ mit 1,06 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 9,3% erneut Top-Quoten. Auch im Gesamtpublikum lief es mit 2,07 Mio. und 6,9% toll. RTL II und kabel eins blieben mit ihren 20.15-Uhr-Programmen hingegen klar unter dem Soll: kabel eins kam mit „Die 80er – Ein Jahrzehnt verändert die Welt“ nur auf 460.000 junge Zuschauer und 3,6%, RTL II lockte mit „Walk the Line“ gar nur 420.000 14- bis 49-Jährige an und kam damit nicht über 3,5% hinaus. Im Pay-TV gewannen die Bundesliga-Spiele den Tag, die ab 17,30 Uhr stattfanden: 810.000 Fans sahen sie inklusive der Konferenz – 3,3%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Viele werden eingeschaltet und den neuen Schweiger-Tatort erwartet haben. Dann sahen sie Borowski – und dachten, das ist eine Wiederholung. Zap!

    Die ARD hat hier verdientermaßen den Preis für ihre politisch korrekte Devotionsgeste gezahlt.

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