Ganz allein, statt supergeil: mit #Heimkommen gelingt Edeka der emotionalste Weihnachtsspot des Jahres

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Marketing Eigentlich müsste es ja heißen: Mit den Gefühlen fremder Leute spielt man nicht. Doch mit dem neuen Edeka-Spott #heimkommen gelingt Jung von Matt ein kleines emotionales Meisterwerk – dabei setzen die Hamburger voll auf das schlechte Gewissen vieler erwachsener Kinder.

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Das Ergebnis ist eine Werbung, die schmerzhaft schön aus dem Einheitsbrei der klassischen rührseligen Weihnachtspots heraussticht.

Der Blick in die meisten Facebook-Timelines an diesem Wochenende dürfte zudem zeigen, dass nach „Supergeil“ und der „Kassensymphonie“ Jung von Matt zusammen mit der Supermarktkette wieder ein veritabler Viralerfolg gelungen ist.

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Alle Kommentare

  1. Da lehne ich mich wirklich nicht aus dem Fenster, wenn ich sage: profaner geht’s einfach nicht. Jesus ist nur bloß noch eine Kunstfigur der Werbekasperle. Und deren authistische Gebrabbel ist einfach nicht mehr zu ertragen, die sind schlimmer als die Wegelagerer und tuntiger als die Klappsmühle.
    Dieser schrille Jesus-Scheiß sollte endlich abgeschafft werden. Die Kirchen sind keine Kirchen mehr, das sind Klosetts.

      1. warum muss da Jesus vorkommen. Ist doch kein religiöser Spot??? So ein Unsinn.

  2. Voll aus dem Herzen gesprochen oder gezeigt so ist es in der heutigen Gesellschaft kenne ich persönlich auch

  3. Lächerlich, die Story stimmt hinten und vorne nicht. Da stimmt von der penetranten weinerlichen Musik bis zum absurden Finale, wo alle beim so verschmähten Opa lachend beieinander hocken, rein gar nichts. Blöde bierernste Moarlapostelei statt das Thema ironisch anzugehen. Wie gute positive Weihnachtskampagnen aussehen zeigen seit Jahren die Briten, einfach nur mal Marks & Spencer oder Harvey Nichols googeln.

    1. Schon mal überlegt,dass es vielleicht gar,nicht so sehr um Weihnachten und auch nicht darum geht, möglichst ironisch und cool zu sein, sondern vielmehr darum, möglichst viele Menschen zu erreichenund uns alle daran zu erinnern, dass es ein “ ZU SPÄT“ gibt und auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass es ein „DIESMAL ABER DOCH“/ „JETZT SOFORT“ geben kann, wenn wir es wollen.
      Wer seine Eltern oder andere geliebte Menschen verloren hat, der weiß, wie weh das „NIE MEHR“ tut. Aber noch viel schlimmer ist es, wenn man vorher so viele Gelegenheiten versäumt hat, weil es immer etwas scheinbar Wichtigeres zu tun gab.
      Denk mal darüber nach! Vielleicht gibt es dann für dich auch ein „JETZT SOFORT“ !?

  4. Auch Emotionen in der Werbung sind eine Frage des Maßes und der Passung zum Produkt. Mehr ist eben nicht immer geiler. Ich finde JVM ist hier eindeutig über das Ziel hinausgeschossen.
    Ich gestehe einer Supermarktkette schlicht nicht zu, diese Bereiche des Lebens zu kommentieren. Ich empfinde das als übergriffig, instrumentalisierend und widerlich. Der gleiche Spot für eine gemeinnützige Seniorenirganisation wäre wohl etwas anderes.

  5. Als ich jung war, und jeden Gedanken an Einsamkeit und Tod verdrängt habe – damals hätte ich den Clip auch geschmacklos und schäbig gefunden. Ich konnte es mir nicht vorstellen.

    Jetzt bin ich Ende 60, lebe in Berlin noch meinen Job aus, im Ambiente wie im Video. Meine Mutter aber wird am nächsten Dienstag 97 Jahre alt,. Sie lebt alleine in Oberbayern, ich will sie zu ihrem Geburtstag besuchen,

    Die Sterbestatistik ist mir bekannt. Jetzt hoffe ich täglich inständig, dass sie nicht vorher stirbt. Dass ich zu ihr nicht zu spätkomme. Ich empfände es als persönliche Katastrophe.

    Edekas Videoplot ist ohne Zweifel geschmacklos. Typ Brechstange. Wäre ich noch jung, hätte auch ich das weinerliche Pathos verabscheut.

    Jetzt aber denken – wie ich – Millionen Ältere darüber nach. In 20 Jahren könnte es mir ähnlich ergehen. Das wollen wir alten Eltern ersparen.
    Der Plot ist ok. Pathos als Wahrheit.

  6. Da hat einer wohl „Unsere kleine Farm“ beliehen. Auch da werden die Kinder, die immer vertrösten durch eine gefakte Sterbeanzeige heimgeholt…
    Schlimm, wo das wirklich so ist.

    1. Habt ihr mal überlegt,dass es vielleicht gar,nicht so sehr um Weihnachten und auch nicht darum geht, möglichst ironisch und cool zu sein, sondern vielmehr darum, möglichst viele Menschen zu erreichen und uns alle daran zu erinnern, dass es ein “ ZU SPÄT“ gibt und auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass es ein „DIESMAL ABER DOCH“/ „JETZT SOFORT“ geben kann, wenn wir es wollen.
      Wer seine Eltern oder andere geliebte Menschen verloren hat, der weiß, wie weh das „NIE MEHR“ tut. Aber noch viel schlimmer ist es, wenn man vorher so viele Gelegenheiten versäumt hat, weil es immer etwas scheinbar Wichtigeres zu tun gab.
      Denkt mal darüber nach! Vielleicht gibt es dann für dich auch ein „JETZT SOFORT“ !? – ganz egal wie wenig modern gestaltet, künstlerisch anspruchsvoll oder was auch immer der Text euch erscheinen mag : das, was er anspricht ( in eurem Inneren ), das wogegen ihr euch wehrt, das ist die Aussage und d a s macht ihn wertvoll. Aber nur , wenn ihr das auch LEBT!

  7. Ich finde die Werbung richtig toll!! Ich mußte auch weinen..da gehts doch nicht um irgendeinen Edeka-Artikel – NEIN dieser Film soll die Menschen daran erinnern was Weihnachten so alles passiert! Alte Leute werden oft alleine gelassen – keine Zeit für den Besuch dort usw… Ich würde alles geben wenn ich noch jemanden hätte den ich an Weihnachten besuchen könnte(Eltern)

  8. Alles nur geklaut?
    Gut gemacht, nur leider eben mit kommerziellem Hintergrund. Wer die Originalgeschichte sehen will, muss zurück in die 70er. Dort gab es eine Folge bei der Familienserie „Unsere kleine Farm“ (Staffel 1, „Geburtstagsfeier“), die denselben Inhalt hatte. Eine fast 80jährige hat ihre KInder lange nicht gesehen, doch die beiden wollen trotzdem nicht zu ihrer Geburtstagsfeier kommen. Daher lässt sie sich für tot erklären und bringt die beiden so doch noch zu ihrer Party.
    Traurig ist nur der wahre Kern. Kein Ereignis eines Menschen ruft Freunde und Verwandte aus jedem WInkel der Erde, von jeder „wichtigen“ Tätigkeit weg so sicher zusammen wie der Tod – nur leider hat der Betroffene dann nichts mehr davon…

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