Anzeige

Fröhliche Kainachten: die lustigen Adventsgrüße vom Bild-Chefredakteur

Kai Diekmann hat einen Adventskalender (rechts). Aber hat Franz Josef Wagner Mumm?
Kai Diekmann hat einen Adventskalender (rechts). Aber hat Franz Josef Wagner Mumm?

Bild-Chef Kai Diekmann hat sich für seine Weihnachtspost mal wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Der ARD platzt die Aluhutschnur. Bilanz-Herausgeber Arno Balzer lernt zu twittern. Und Franz Josef Wagner mag keine Medienjournalisten. Schöne Bescherung im MEEDIA-Wochenrückblick.

Anzeige
Anzeige

Lustige Weihnachtsgrüße vom Bild-Chef haben in Medienkreisen Tradition. Schon 2013 verschickte die Bild einen Adventskalender als Wimmelbild und Kai Diekmanns Weihnachtskarten waren mit Ausklapp-Bart extralong gestaltet (er trug anno 2013 noch die imposante Gesichtsbehaarung, die er aus dem Silicon-Valley mitgebracht hat). 2014 brachte er gemeinsam mit Bild.de-Chef Julian Reichelt den Klassiker “Oh Tannenbaum” zu Gehör. Dieses Jahr nun gibt es wieder einen Adventskalender mit Weihnachtsengel Diekmann: den Adventskailender.

IMG_2018

Ho, Ho, Ho, würde der Weihnachtsmann wohl sagen. Drin steckt keine Schoki, sondern 24 Diekmann-Posen für all die KD-Fans und Hater da draußen. Beachten Sie bitte auch, dass der Bild-Chef mittlerweile über eigene Briefmarken verfügt!

Kai Diekmann hat diese Woche übrigens sogar vorweihnachtlich milde einem seiner schärfsten Kritiker, dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier, recht gegeben. Niggemeier kritisierte die Schlagzeile “Putin attackiert Türkei” nachdem die Türkei ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen hatte.

Diekmann stimmte zu und die Zeile wurde geändert. Bild-Chef gibt Bildblogger recht. Gab’s das auch schon mal umgekehrt?

KenFM das Online-Medium des früheren Fernseh-Moderators Ken Jebsen, der mittlerweile in verschwörungstheoretische Kreise abgedriftet ist, hat die ARD auf Twitter angehauen. Grund war die Story, dass sich 40 NDR-Mitarbeiter intern über die (mittlerweile abgeblasene) Nominierung von Xavier Naidoo für den Eurovision Song Contest beschwert hatten. KenFM bezeichnete diese Beschwerdeführer nun als “Informelle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit”, was vermutlich eine Art Kritik am Rückzug der Nominierung Naidoos darstellen soll. Das wäre nicht weiter der Rede wert – aber die ARD Pressestelle hat auf den dümmlichen Anwurf mit einer so lustigen Formulierung geantwortet, dass ich diesen Tweet einfach hier einbauen wollte:

Anzeige

Aluthutschnur – I like!

Was wären wir nur ohne Twitter? Arno Balzer, der wortgewaltige Herausgeber von Springers Welt-Wirtschaftsbeilage Bilanz ist jetzt auch bei diesem Twitter. Mit vier Followern, zwei Tweets und keinem Profilbild ist die Social-Media-Karriere des Herrn Balzer zwar noch ausbaufähig. Aber dafür haben seine beiden Tweet einen extrem verdichteten Info-Gehalt.

Wir erfahren nämlich, dass er nach seinen fiesen Sticheleien gegen die arme, eingestellte Financial Times Deutschland in der Zeitschrift Wirtschaftsjournalist (sinngemäß sagte er, die FTD sei sicher nicht wegen ihres übermäßigen Erfolgs eingestellt worden) einen Kasten Astra als Wiedergutmachung versprach. Laut Twitter steht der Kasten jetzt in seinem Büro bereit und wartet auf Abholung durch durstige Ex-FTD’ler. Dies sollte bis zum 5. Dezember geschehen, denn an diesem Tag steigt das jährliche Ehemaligentreffen der Ex-FTD’ler.

Als Medienjournalist hat man es nicht leicht: Den ganzen Tag schlaff auf der Couch lümmeln und immer nur hämisch meckern! Oh, diese Niedertracht! Das kann zermürben. Da macht es sich der Bild-Briefe-Onkel Franz Josef Wagner ein bisschen zu leicht, finde ich, wie er über unsere kleine Profession herzieht:

Medien-Journalisten sind ein tragisches Völkchen, das sich intelligent wähnt, aber selbst keinen Mumm hat. Sie sitzen auf ihrer Couch und meckern. Sie haben keinen Mumm.

Dabei hat der FJW doch auch keinen Mumm. Wenn er die Wahl hat, greift er statt zum Schaum- angeblich lieber zum Rotwein.

Allseits fröhliches Wochenende!

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*