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Schlagen, Prügeln, Treten: Der DJV sammelt und dokumentiert Übergriffe auf Journalisten

DJV-Vorsitzender Frank Überall, Pegida-Demo
DJV-Vorsitzender Frank Überall, Pegida-Demo

Seit der ersten Pegida-Demo in Dresden im Oktober 2014 habe es 940 Straftaten im Umfeld der Demonstrationen gegeben. Dies habe eine Anfrage der Linken an die Bundesregierung ergeben, so der Deutsche Journalisten Verband (DJV). Der DJV ruft nun Journalisten auf, Übergriffe zu melden. Der DJV will die Fälle sammeln und dokumentieren.

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Immer häufiger kommt es auch zu gewaltsamen Übergriffen auf Journalisten, die beispielsweise über eine Pegida-Demonstration berichten wollen. So wurde u.a. schon der Deutsche-Welle-Reporter Jaafar Abdul Karim während Dreharbeiten bei einer Pegida-Demo geschlagen. Ende September wurde während der Montagsdemonstration in Dresden ein MDR-Reporter getreten und einem Reporter der Dresdner Neuste Nachrichten ins Gesicht geschlagen.

Die Fälle häufen sich und der DJV prangert schon seit einiger Zeit die Untätigkeit der Behörden an, was die zunehmende Gewalt gegen Journalisten betrifft. „Was weder das Bundesinnenministerium noch die für die Sicherheit auf Landesebene zuständigen Behörden messen, sind die Delikte, die sich speziell gegen Journalisten und damit gegen das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit richten“, so der DJV, der diese Statistik nun selbst erstellen möchte.

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„Wir glauben, dass wir entschiedenes Handeln der Sicherheitskräfte gegen die permanente Verletzung der Pressefreiheit nur erreichen, wenn wir Zahlen und Fälle dokumentieren können. Denn mit Appellen haben wir die eigenen Kollegen und die Öffentlichkeit erreicht, nicht aber die Innenminister“, heißt es in einer DJV-Mitteilung. Der Verband fordert Journalisten darum auf, sich zu melden, falls man Opfer von Gewalt wird oder durch Drohungen an der Berichterstattung gehindert werden soll. Fälle nimmt der DJV unter der Mailadresse djv@djv.de entgegen.

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Alle Kommentare

  1. „Schlagen, Prügeln, Treten“ – alles wird immer schlimmer; die Dauerberieselung des eher gelangweilten Publikums im unentwegten Superlativ-Stakkato krakeelender Interessen-Funktionäre hat längst (wie bei zu reichlich applizierten Antibiotika) Immunität zur Folge. Die vom verzweifelt um Aufmerksamkeit buhlenden niedergehenden DJV genannten Fälle sind unter gleich mehreren Gesichtspunkten für das Erzeugen öffentlicher Empörung der Rechtschaffenen wenig geeignet:

    1. Obwohl die als „Opfer“ vorgestellten Journalisten für die beweissichere Dokumentation der behaupteten Übergriffe mit Kameras, Tongeräten ausgerüstet sind und meist als Teams auftreten, beruhen die Darstellungen regelmäßig auf Erzählungen ohne Sach- und Zeugenbeweise.

    2. Wo es (in gerade zwei Fällen; DW und Welt) kurze Videosequenzen gibt, zeigen diese weder Schlagen, Prügeln noch Treten, sondern aggressiv belästigendes Auftreten von Journalisten gegenüber Demonstranten, die klar zu erkennen geben, nicht gefilmt bzw. befragt werden zu wollen. Sichtbare Gewaltanwendung und insoweit einen Anlass zum polizeilichen Einschreiten oder gar den Anfangsverdacht einer Straftat gibt es nicht.

    3. Auffällig ist, dass der vorgeblich nur dafür, dass Journalisten ihren Job machen können, eintretende (der SPD und den Grünen nahestehende) Verband bei bestimmten Demos ein Zupfen am Ärmel zum teuflischen Anschlag auf selbstlose „Retter der Menschheit“ hochstilisiert, während massivste Gewalt auch gegen Journalisten (z.B. bei „Nie wieder Deutschland“-Antifas in Leipzig oder bei „Flora“ in Hamburg) schlicht unerwähnt bleibt.

    4. Niemand ist überhaupt noch bei Antifa- noch bei Pegida-Demos vogelfrei. Wenn sich tatsächliche (!) Anhaltspunkte für zu ihrem Nachteil möglicherweise begangene Straftaten ergeben, müssen (!) Polizei bzw. Staatsanwaltschaft einschreiten – aber eben nur dann. Ansonsten gilt: Jeder darf alles meinen, anything goes. Der Staat hat dies ohne eigene Parteinahme zu gewährleisten. Und der DJV sollte keine politisch einseitige Empörung heucheln. Journalisten sind am sichersten dann, wenn sie im Sinne Goethes „Weltkind in der Mitten“ sind. Wer als „Gesinnungs-Journalist“ mit ganz viel „Opinion overload“ Propaganda für oder gegen was auch immer macht und bei Demos damit dann „Feindberührung“ hat, geht zwar seines Rechts auf körperliche Unversehrtheit und auf Schutz durch die Polizei nicht verlustig, sollte sich aber realistischerweise nicht wundern, wenn er nicht als unparteiischer Berichterstatter, sondern als „feindlicher Kämpfer“ oder „Unlawful combatant“ wahrgenommen wird. Für solche ist der DJV nicht zuständig.

    1. Ich bin selbst Journalistin und auch nicht links! Ich bilde mir ein meine Artikel entsprechen auch meist der Wahrheit! Nichts gekauft ! Ich schreibe immer mit dem Herzen! Ich habe aufgrund meiner Berichterstattung schon 2 Morddrohungen erhalten! Ich habe Angst auch um meine Kinder! Das ist alles nicht so harmlos!

  2. Was die Linksextremisten so treiben interessiert die Lügenpresse wenig….ihr habt doch fertig….MEEDIA hat`s auch noch nicht vertanden…na ja…müssen halt Zeitungsauflagen noch weiter in den Keller gehen….jeden Tag verliert die Lügenpresse ein Stück mehr an Wirtschaftskraft….gut das es bei der neuen Rechten….mittlerweile ansprechende gute Medien gibt….das ist man auch Elite und Propaganda Medien….kaum noch angewiesen…höchstens mal zum abgleichen…um zu sehen wie sie wieder amnipulativ agieren….im Sinne selbsternannter Eliten….die sich demokratiefeindlich in Netzwerken absprechen!

  3. Mal wieder ein Beispiel dafür, warum die Medien zurecht einen so schlechten Ruf haben. Von den 940 Strataten werden ganze 255 dem Bereich „Politisch motivierte Kriminalität rechts“ zugeordnet. Man kann also davon ausgehen, dass der Rest oder zumindest der größte Teil davon von Gegendemonstranten begangen wurde.

    Im Übrigen geht es bei der Antwort ja gerade nicht wie im Artikel suggeriert nur um Pegida, sondern auch um die ganzen Ableger, bei denen ja auch deutlich anderes Klientel bis hin zu häufig lupenreinen Neonazis aufläuft.

    Das könnte man übrigens auch beim Originalartikel des Tagesspiegel nachlesen, aber korrektes Zitieren ist offenbar ziemlich schwierig.

  4. Jetzt beschwert sich wieder einmal die einseitige Presse einseitig. Objektiv über Andersdenkende kann sie ohnehin mit ihrer linken Haltung pro Asyl nicht berichten. Jetzt werden Schuldige für Übergriffe gesucht. Doch wer sind die Schlimmsten bei diesen Demonstrationen? Na? Vor allem die radikalen Linken, die Böller, Steine und vieles mehr auf Polizisten, Reporter und Demonstranten werfen und regelmäßig gewaltsam ausrasten wie zum Beispiel die linksradikale und militante Szene von Leipzig und Dresden. Doch diese Gewalttaten senden ARD und ZDF in ihren Hauptnachrichten nicht. Im Gegenteil: Es werden Nachrichten so vermischt, dass der Zuhörer den Eindruck bekommt, bei Pegida-Demos werfen die Demonstranten Böller – aber es waren in Wahrheit die Linksradikalen! q.e.d.

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