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Desaströse Kiosk-Woche für Spiegel, Focus und stern: alle drei schwach wie selten zuvor

Die Ausgaben 44/2015 von Spiegel, Focus und stern
Die Ausgaben 44/2015 von Spiegel, Focus und stern

Erschreckende Einzelverkaufs-Zahlen für die drei großen Wochenmagazine. Der Spiegel erreichte mit seinem zweiten DFB-Titel den sechstschwächsten Kiosk-Wert seiner Historie, der Focus mit "Klick Dich gesund" den fünftschwächsten und der stern mit "Florida" sogar den zweitschwächsten. Nur einmal verkaufte das Magazin am Kiosk noch weniger Hefte.

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Besonders bitter sind die schwachen Zahlen für den Spiegel. Mit der Titelstory „Der Fall DFB“ legte das Magazin in seinen Enthüllungen rund um die WM-Vergabe 2006 noch einmal nach – und blieb damit weit unter seinem Normalniveau. 215.739 griffen im Einzelhandel, also in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. zur Ausgabe 44, der 12-Monats-Durchschnitt liegt aber bei etwa 241.700, der 3-Monats-Durchschnitt sogar bei 245.700 Einzelverkäufen. Damit blieb der zweite DFB-Titel auch noch einmal klar unter den – auch nur mittelmäßigen – Zahlen des ersten DFB-Titels: Der ging eine Woche vorher immerhin noch 244.361 mal über die Ladentresen. Im Gesamtverkauf, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren, etc. kam Der Spiegel 44/2015 auf eine Auflage von 794.275 Exemplaren, davon 53.726 ePaper.

Ähnlich schlecht lief es für den stern: Auch er blieb etwa 10 bis 15% unter seinem Normalniveau. Nur 180.770 interessierten sich für Heft 44 mit dem Titel „Florida – Warum der einstige Sumpf- und Drogenstaat heute das perfekte Urlaubsziel ist“. Erst einmal lief es in der Heftauflagen-Historie des stern laut IVW noch mieser: Ausgabe 13 kam in diesem Jahr mit dem Titel „200 Jahre Bismarck“ gar nur auf 174.604 Einzelverkäufe. Insgesamt fand das „Florida“-Heft 712.396 Abnehmer, darunter 14.954 ePaper-Bezieher.

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Am deutlichsten unter seinen Durchschnittszahlen landete in der aktuellen Cover-Check-Woche prozentual gesehen der Focus. Über 30% weniger setzte das Burda-Magazin mit seiner Ausgabe 44 ab. Sie kam im Einzelverkauf laut IVW auf ganze 53.656 Exemplare, normal waren in den jüngsten 12 Monaten 80.500, in den jüngsten drei Monaten 77.000. Passiert ist dieser Flop mit der Titelgeschichte „Klick Dich gesund – Nie mehr warten auf den Arzt: Mit digitaler Medizin sicher zur perfekten Therapie“, also eigentlich einem Focus-Leib-und-Magen-Thema. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: 474.635 mal wechselte das Heft den Besitzer, davon aber allein 148.621 mal als Bordexemplar und 85.732 mal als Lesezirkel.

Kennen Sie unser Cover-Check-Tool? Damit können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

    1. Was Hr. Winterbauer verkennt: allein die Tatsache, dass Springer die WeiFa. abgesagt hat, ist doch schon eine Sensation. Selbst wenn sie jetzt doch stattfindet, kann ich aus Erfahrung sagen, dass solche Hüh-Hott Aktionen nicht Merkmale eines wirtschaftlich gesunden Unternehmens sind.
      Aber klar, manche merken halt erst dass Krieg ist, wenn die Granaten ins eigene Haus einschlagen.

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