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Beckenbauer-Interview der Süddeutschen führt die Blendle-Verkaufs-Charts an

Franz Beckenbauer in der Süddeutschen Zeitung
Franz Beckenbauer in der Süddeutschen Zeitung

Das viel diskutierte erste Interview mit Franz Beckenbauer zu den Vorwürfen um die WM-Vergabe 2006 hat der Südddeutschen Zeitung einen Bestseller beschert: Im Artikel-Shop Blendle war das Interview der meistverkaufte Text der vergangenen Woche - vor einem IS-Artikel der Zeit und der Spiegel-Titelgeschichte zum Terror in Paris.

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„Ich hätte alles gemacht“ lautet die Überschrift des Beckenbauer-Interviews, nach dessen Lektüre weitgehend Kopfschütteln bleibt. In dem Interview gibt der Kaiser zusammenfassend zu Protokoll, dass er als Funktionär so ziemlich alles unterschrieben hat, was man ihm vorgelegt habe – ohne auch nur eine Zeile zu lesen – und sich daher auch keiner Schuld bewusst sei. Die Süddeutsche Zeitung hatte die Neugierde auf das Interview mit Vorab-Veröffentlichung geschickt befeuert – und wurde zumindest bei Blendle mit guten Verkaufszahlen belohnt. Wie hoch sie genau waren, weiß zwar nur Blendle, doch sie reichten für den ersten Platz der offiziellen deutschen Verkaufs-Charts des Journalismus-Shops, die MEEDIA jeweils mittwochs exklusiv veröffentlicht.

Auf den weiteren Plätzen folgen Die Zeit und Der Spiegel mit Geschichten zum IS-Terror. Die Zeit widmet sich zwei ehemaligen IS-Kriegern, die sich inzwischen auf der Flucht vor dem Terror-Regime befinden. Der Spiegel belegt mit seiner aktuellen Titelgeschichte über die Attacken in Paris Platz 3.

Am häufigsten ist in dieser Woche die Süddeutsche Zeitung in der Top Ten vertreten: Neben dem Beckenbauer-Interview schaffte es die SZ auch noch mit Einblicken in die IS-Strategie (Platz 5) und einem SZ-Magazin-Text von Axel Hacke über Smartphones (Rang 9) in die Top Ten. Die anderen Medien sind jeweils nur einmal vertreten: neben der Zeit und dem Spiegel auch noch die Welt am Sonntag, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, das Handelsblatt, die FAZ und das Magazin Cicero.

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 18. bis 24. November 2015:

1. „Ich hätte alles gemacht“ – Süddeutsche Zeitung, Klaus Hoeltzenbein, Wolfgang Krach, Hans Leyendecker und Klaus Ott, 6734 Wörter, 79 Cent
Das exklusive, erste Interview mit Franz Beckenbauer in der DFB-Affäre.

2. „Aus Sicht der Täter“ – Die Zeit, Fritz Schaap, 2624 Wörter, 89 Cent
Zwei ehemalige IS-Krieger berichten davon, wie sie zum Terrornetz gestoßen sind und warum jetzt davor flüchten

3. „Wir werden gewinnen“ – Der Spiegel, Markus Becker, Sven Becker, Rafael Buschmann, Georg Diez, Ullrich Fichtner, Peter Hell, Björn Hengst, Amalia Heyer, Katrin Kuntz, Walter Mayr, Peter Müller, Conny Neumann, Miriam Olbrisch, Stephan Orth, Mathieu von Rohr, Christoph Scheuermann, Holger Stark, Petra Truckendanner, Andreas Ulrich, Andreas Wassermann und Antje Windmann, 6868 Wörter, 1,99 Euro
Spiegel-Titel-Geschichte zu den Attacken in Paris, erstellt von einem Team von über 20 Journalisten

4. „Soziologie der Party“ – Welt am Sonntag, Heinz Bude, 1774 Wörter, 25 Cent
Unterhaltsames, kluges Essay zu unserem Verhalten an Partys und wie es sich über Jahrzehnte verändert hat

5. „Sie sind schwächer, als wir denken“ – Süddeutsche Zeitung, Bernard Haykel, 995 Wörter, 79 Cent
Einblicke in die Strategie des IS, und warum die Attacken in Europa ein Resultat ihrer militärischen Schwäche zu Hause sind

6. „Der Kuppler“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Roland Lindner, 1645 Wörter, 45 Cent
Amüsantes Porträt über Sean Rad, der Erfinder der Dating-App Tinder

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7. „Wie entscheide ich richtig?“ – Handelsblatt, Dorit Marschall und Christian Wermke, 1266 Wörter, 45 Cent
Ratgeber-Stück zu den häufigsten Fehler bei Management-Entscheidungen und wie man sie verhindert

8. „Mekka und Medina“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mouhanad Khorchide, 3254 Wörter, 45 Cent
Wie der Koran schon lange von der Politik instrumentalisiert wird, obwohl Mohammed sich das ganz anders gedacht hatte

9. „Das Beste aus aller Welt“ – Süddeutsche Zeitung Magazin, Axel Hacke, 648 Wörter, 49 Cent
Amüsantes Gedankenspiel dazu, was passieren würde, wenn wir das Denken komplett an unsere Smartphones auslagern würden

10. „Die falschen Verbündeten“ – Cicero, Wilfried Buchta, 1717 Wörter, 35 Cent
Analyse zu möglichen Verbündeten des Westens im Kampf gegen den IS und warum wir ihnen nicht trauen können

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt das FAS-Porträt über den Tinder-Gründer Sean Rad an, das es ja auch in die Gesamt-Top-Ten geschafft hat:

1. „Der Kuppler“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Roland Lindner, 1645 Wörter, 45 Cent
Amüsantes Porträt über Sean Rad, der Erfinder der Dating-App Tinder

2. „Die schreiben das nicht nur mit dem Anzünden. Hier werden tatsächlich Häuser angezündet, Mark“ – Die Zeit, Johannes Gernert, 1453 Wörter, 29 Cent
Offener Brief an Mark Zuckerberg

3. „Amerikas Knechte“ – Der Spiegel, Antje Windmann, 3257 Wörter, 1.99 Euro
Reportage über Tech-Einwanderer in den USA und wie sie von Vermittlern gnadenlos ausgenutzt werden

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Alle Kommentare

    1. Gehen Sie mal von weit unter 100 aus. Das ist wie im AppStore. Da reichen auch schon 43 bezahlte App-Downloads aus um auf dem 1. Platz zu landen 🙂

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