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Weser-Kurier holt FAZ-Mann Philipp Jaklin als Leiter des Wirtschaftsressorts nach Bremen

Moritz Döbler, Chefredakteur des Weser Kurier
Moritz Döbler, Chefredakteur des Weser Kurier

Bei der Suche nach neuen Ressortleitern ist der Bremer Weser-Kurier (WK) erneut bei überregionalen Medien fündig geworden. Im Mai hatte der WK die Leitung des Wirtschaftsressorts an Kristina Läsker vergeben, die bis dahin für die Süddeutsche Zeitung gearbeitet hatte. Sie verließ Bremen aber bereits nach drei Monaten. Jetzt wurde bekannt, wer ihr Nachfolger wird: ein Journalist von der FAZ.

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Von Eckhard Stengel

Philipp Jaklin heißt der Neue, der zum 1. Januar 2016 das Wirtschaftsressort des Weser-Kuriers übernimmt. Der 41-Jährige arbeitet bisher als Redakteur vom Dienst beim Online-Auftritt der FAZ. Seine Vita, wie sie auf faz.net steht, kann sich sehen lassen: Nach seinem Zivildienst in einem katholischen Kinderheim studierte der gebürtige Hamburger Politikwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaft an der Berliner Humboldt-Universität und der London School of Economics. Sein Volontariat absolvierte er bei der Financial Times Deutschland (FTD). Dort stieg er vom Redakteur im Politik- und Unternehmensressort zum Seite-1-Chef und zum stellvertretenden Nachrichtenchef auf. Nach dem Ende der FTD arbeitete er ab 2013 als freier Journalist beim NDR-Hörfunk, und im Februar 2014 übernahm er den Posten des CvD bei faz.net. Jaklin ist verheiratet und hat vier Kinder.

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Philipp Jaklin

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„Bremen als starker Industrie- und Handelsstandort ist ein Garant für spannende Themen“, kommentierte Jaklin am Dienstag seinen Wechsel. „Diesen Schwerpunkt möchte ich crossmedial weiter entwickeln.“ Für WK-Chefredakteur Moritz Döbler ist Jaklin „ein herausragender Wirtschaftsjournalist mit hoher Onlinekompetenz und langjähriger Führungserfahrung.“ Er sei „ein echter Gewinn“ für den WK und die Bremer Wirtschaft.

Jetzt fragt sich nur noch, ob Döbler mit seinem Zukauf mehr Glück haben wird als mit Jaklins Vorgängerin Kristina Läsker. Nach jahrelanger Tätigkeit als SZ-Wirtschaftskorrespondentin für Norddeutschland in Hamburg war sie zum 1. Mai an die Weser gewechselt. Doch schon Ende Juli verließ die 44-Jährige das Blatt. Ihre Gründe wurden nicht bekannt. Beide Seiten sprachen nur davon, dass sie sich „im gegenseitigen Einvernehmen“ trennten. Danach übernahm Chefredakteur Döbler nebenbei die Ressortleitung – bis er jetzt in Frankfurt fündig wurde. Was aus Kristina Läsker geworden ist, erzählte sie jetzt MEEDIA: Sie arbeitet als freiberufliche Wirtschaftsjournalistin unter anderem für die SZ und Spiegel-Online sowie für die Zeitschriften brand eins und enorm. Auf ihren Nachfolger Jaklin wartet eine große Regionalzeitung mit der Hauptausgabe Weser-Kurier, dem mittlerweile völlig identischen Schwestertitel Bremer Nachrichten und acht Ausgaben im niedersächsischen Umland der Hansestadt. Die verkaufte Gesamtauflage betrug im dritten Quartal dieses Jahres 148.855 Exemplare, davon 10.338 als E-Paper.

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