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Xavier Naidoo fährt nicht zum ESC, NDR zieht Vorschlag zurück

Xavier Naidoo hat sich erstmals nach langem Schweigen zu den Geschehnissen bei der ESC-Nominierung geäußert
Xavier Naidoo hat sich erstmals nach langem Schweigen zu den Geschehnissen bei der ESC-Nominierung geäußert

Überraschende Wende: Xavier Naidoo wird nach wilden Diskussionen und viel Kritik an der ARD nun doch nicht zum Eurovision Song Contest fahren. "Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden", so ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber.

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Die komplette Mitteilung von Thomas Schreiber: „Xavier Naidoo ist ein herausragender Sänger, der nach meiner Überzeugung weder Rassist noch homophob ist. Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt. Der Eurovision Song Contest ist ein fröhliches Event, bei dem die Musik und die Völkerverständigung im Mittelpunkt stehen sollen. Dieser Charakter muss unbedingt erhalten bleiben. Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden. Aus diesem Grund wird Xavier Naidoo nicht für Deutschland starten. So schnell wie möglich werden wir entscheiden, wie der deutsche Beitrag für den ESC in Stockholm gefunden wird.“

Gegen die Grand-Prix-Teilnahme des umstrittenen Sängers hatte sich heftiger Widerstand geregt. Im Internet liefen mehrere Petitionen gegen die ARD-Pläne, Naidoo konkurrenzlos für den ESC antreten zu lassen. Mehrfach hat Naidoo Diskussionen ausgelöst – etwa, als er am Tag der Deutschen Einheit 2014 vor rechtspopulistischen Reichsbürgern sprach, die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen.

Auch Naidoo hat sich geäußert – auf Facebook:

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Vor einigen Monaten ist die ARD auf mich zugekommen und hat mich gebeten, im nächsten Jahr für Deutschland beim…

Posted by Xavier Naidoo on Saturday, November 21, 2015

(Mit Material der dpa)

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Alle Kommentare

  1. Der linke Rassismus hat wieder gesiegt!

    Hier ein paar Zitate des NDR bzw. ARD: „Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt.“ und „Der Eurovision Song Contest sei ein fröhliches Event, bei dem die Musik und die Völkerverständigung im Mittelpunkt stehen sollten. Dieser Charakter muss unbedingt erhalten bleiben. Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden“

    Nun können die „Toten Hosen“ nach Schweden fahren. Sie können davon ausgehen, das es keine mediale bzw. polarisierende Reaktionen geben wird, denn die werden unterdrückt, wie einst in der DDR.

    1. ich gehe davon aus, daß sie das nicht weiter ausführen, weil teile der begründung die bevölkerung verunsichern könnten.

  2. Richtige Entscheidung. Jemand, der in seinen Lieder und Interviews konstant homophobe und verschwörungstheoretischen Mist propagiert, kann nicht für dieses Land stehen. Und wer nun behauptet, dass das alles nicht stimmt darf sich gerne mal seine Liedtexte bei XAVAS durchlesen, bei dem er Homosexuellen androht ihnen Arme und Beine abzuschneiden, weil sie Kinder f….n würden. Auch seine Mitschnitte von den Reichsbürger Veranstaltungen bei denen Reichskriegsfahnen im Hintergrund wehen und er sich die Bühne mit vorbestraften Neonazis teilt, sind gerne als Beispiel heranzuziehen. Seine religiöse fundamentalistischen Interviewaussagen, die irgendwo zwischen Psychiatrie und Kirchentag pendeln, finden sich sogar auf seiner Homepage. Also kommt mal klar!

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