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RTLs „Comedy Gala“ wird zur Quoten-Katastrophe, Sat.1 siegt mit „Voice“ und „Knallerfrauen“

„Die große Comedy Gala“ mit Enissa Amani (l.) und Atze Schröder
"Die große Comedy Gala" mit Enissa Amani (l.) und Atze Schröder

Oh weh: Die im Rahmen des 20. "RTL-Spendenmarathon" ausgestrahlte "Comedy Gala" war ein völliger Flop. Nur 6,1% und 6,9% gab es im Gesamtpublikum und der jungen Zielgruppe. Bei den jungen Zuschauern dominierte stattdessen Sat.1. Insgesamt siegten die ZDF-Krimis, starke Zahlen gab es auch für den HSV-Sieg gegen Dortmund bei Sky.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. RTLs „Comedy Gala“ fällt komplett durch

Ganze 1,68 Mio. Leute sahen die brutto dreieinhalb Stunden lange „Comedy Gala“ bei RTL. Eine desaströse Zahl, die nur für einen Marktanteil von 6,1% reichte. Bei den 14- bis 49-Jährigen entsprachen 670.000 Zuschauer kaum besseren 6,8%, bei den offiziell für RTL noch wichtigeren 14- bis 59-Jährigen reichten 1,02 Mio. Seher auch nur für 6,8%. In keiner Altersgruppe gab es zweistellige Marktanteile, bei den 14- bis 29-Jährigen lief es mit 8,3% noch am besten. Die Zahlen sind für RTL dabei besonders bitter, weil die lange Comedy-Show ja auf der Ziellinie noch viel Geld für den „RTL Spendenmarathon“ einsammeln sollte. „Das Finale“ des Marathons kam ab 23.25 Uhr dann auch nur auf 1,40 Mio. Zuschauer (8,7%) und 720.000 14- bis 49-Jährige (10,9%). Einen neuen Spendenrekord konnten die miesen Comedy-Quoten aber nicht verhindern: Über 10 Mio. Euro wurden in den 30 Stunden laut RTL gespendet.

2. Sat.1 dominiert mit „The Voice“ und „Knallerfrauen“, ProSiebens „X-Men“ bleiben blass

Die Nummer 1 hieß im jungen Publikum angesichts der RTL-Schwäche unangefochten Sat.1. 1,79 Mio. 14- bis 49-Jährige schalteten „The Voice of Germany“ ein – 17,6%. Im Vergleich zum Donnerstag ging es damit wie üblich ein Stück nach unten, im Vergleich zur Vorwoche, als allerdings die Terroranschläge in Paris das TV-Geschehen bestimmten, ein Stück nach oben. Profitiert von der Talentshow hat auch wieder die Sketch-Comedy „Knallerfrauen“: Die beiden Ausgaben erreichten ab 22.40 Uhr 1,25 Mio. (14,4%) und 1,11 Mio. (15,0%) 14- bis 49-Jährige. ProSieben musste sich um 20.15 Uhr hingegen mit 830.000 jungen Zuschauern (8,1%) für „X-Men – Der Film“ zufrieden geben, mit „X-Men 2“ ging es ab 22.30 Uhr immerhin auf solide 11,1% (730.000) hinauf.

3. ZDF siegt mit Krimis, „heute-show“ holt Top-Quoten

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Im Gesamtpublikum dominierte das ZDF die Freitags-Prime-Time. 4,50 Mio. Krimifans sahen zunächst „Ein Fall für zwei“, 4,68 Mio. danach die „SOKO Leipzig“. Die Marktanteile lagen bei 14,5% und 15,3%. Das Erste erreichte mit der Premiere von „Utta Danella – Lügen haben schöne Beine“ 3,78 Mio. Seher und solide 12,3%, blieb damit immerhin vor der privaten Konkurrenz. Um 22 Uhr kam es dann zum direkten Duell zwischen „Tagesthemen“ und „heute-journal“ – das ARD-Magazin gewann knapp mit 3,74 Mio. zu 3,43 Mio. Sehern. Nach dem „heute-journal“ hatte dann wieder das ZDF die Oberhand: 3,85 Mio. sahen die „heute-show“ – ein Top-Marktanteil von 16,1%. Die 3,85 Mio. Zuschauer waren die drittbeste Zuschauerzahl des Jahres, inklusive derjenigen, die sich die Show aufgenommen haben und sie später schauen, könnte der drei Wochen alte Jahresrekord von 3,95 Mio. auch noch getoppt werden.

4. Vox solide, RTL II unbefriedigend, kabel eins miserabel

In der zweiten Privat-TV-Liga gab es am Freitagabend keinerlei positive Quoten. Am wenigsten schlecht kam noch Vox davon. Dort erreichte der „Law & Order: Special Victims Unit“-Marathon ab 20.15 Uhr bei den 14- bis 49-Jährigen 6,5%, 6,0%, 6,6% und 7,5%, also insgesamt solide Marktanteile. RTL II blieb mit „Twilight – Biss zum Morgengrauen“ hingegen unter dem Sender-Soll hängen: 590.000 14- bis 49-Jährige reichten nur für 5,8%. Richtig mies lief es für „Castle“ und „The Mentalist“ auf kabel eins: „Castle“ erreichte mit zwei Folgen ab 20.15 Uhr nur 390.000 und 380.000 junge Zuschauer, sowie 3,9% und 3,6%. „The Mentalist“ blieb um 22.15 Uhr ebenfalls bei 3,9% und steigerte sich erst nach 23 Uhr auf halbwegs mittelmäßige 5,1%.

5. Herausragende Quoten für Anke Engelke auf arte, zweitbester Saisonwert für HSV-BVB auf Sky

Die Nummer 1 der kleineren Sender lief am Freitag bei arte: Sage und schreibe 1,57 Mio. Menschen sahen dort die Premiere der Komödie „Einmal Hallig und zurück“ mit Anke Engelke und Charly Hübner“. Der Marktanteil lag bei 5,1% und damit in etwa beim Fünffachen des arte-Normalniveaus. Der Film landete auf Platz 36 der Tages-Charts und musste sich um 20.15 Uhr nur dem ZDF, dem Ersten, Sat.1 und RTL geschlagen geben. Alle anderen Sender, inklusive ProSieben, Vox, RTL II und kabel eins wurden von arte besiegt. Im Pay-TV holte natürlich das Bundesligaspiel zwischen dem Hamburger SV und Borussia Dortmund die Top-Quote des Tages: 850.000 Fans sahen den überraschenden HSV-Sieg – 2,9%. Nur einmal erreichte Sky an einem Freitag in dieser Saison ein noch größeres Publikum.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Bei der sich ständig vermehrenden Anzahl von Wiederholungen, veralteten Filmen und Serien und Hartz IV TV brauchen sich die Sender nicht über schlechte und weiter sinkende Quoten wundern… Kabelfernsehen ist schon lange gekündigt und ich bin auch schon am überlegen ob ich die Satellitenschüssel auch noch demontiere… Und ich bin in meinem Freundes- und Bekanntenkreis damit keine Ausnahme (und wir sind alle zwischen 24 und 40, also gehören alle zur Zielgruppe der meisten Sender…)! Gott sei Dank gibt es mittlerweile genug alternativen wie Netflix, Amazon Instant Video oder dergleichen….

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