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Männlich, jung und mit Smartphone: Das sind die digitalen Radio-Hörer

Ein typisches Mitglied der „digitalen Audio-Society“ aus
Ein typisches Mitglied der "digitalen Audio-Society" aus

Radio – ein aussterbendes Medium? Mitnichten. Zumindest legt dies eine neue Studie nah. Demnach sei die "moderne und vor allem auch die mobile Audionutzung bedeutender als bislang angenommen". Denn bereits 64% der Deutschen nutzt moderne Endgeräte zum Hören von Audio und damit auch vermehrt digitale und über das Internet verbreitete Angebote.

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Beim Thema „Digitalisierung der Medien“ drehen sich die meisten Diskussionen um Fernsehen und Zeitungen – das Radio wird oftmals vernachlässigt. Eine Studie des Münchner Marktforschungsinsituts Facit Media Efficiency hat sich jetzt mit der Frage beschäftigt: Wie verändert sich die Audio-Nutzung. Was hören die Deutschen? Mit welchen Geräten? Und in welchen Situationen: Radio im Auto oder per Streaming auf dem Smartphone?

Dafür wurde eine Online-Befragung mit über 8.000 Personen zwischen 14 und 59 Jahren durchgeführt. Sie wurden zu ihrem Hörverhalten, den verwendeten Geräten, Lieblingsgenres, Konsumgewohnheiten, Freizeitaktivitäten etc. befragt. Dabei kam heraus, dass sich die 63,7 Millionen Deutschen zwischen 14 und 59 Jahren in zwei große Gruppen einteilen lassen: Etwas mehr als 23 Millionen Menschen hören ausschließlich UKW-Radio und nutzen eigene Tonträger. 40,6 Millionen hingegen, und damit fast zwei Drittel der Befragten, nutzen Audio vor allem über digitale Angebote wie Webradio, Apps oder Musik-Streaming. In der Forschung werden diese knapp 41 Millionen als „digitale Audio-Society“ bezeichnet.

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Nach den Studienergebnissen sind Mitglieder dieser digitalen Audio-Society tendenziell eher männlich und im Durchschnitt 37 Jahre alt. Grundsätzlich sind sie sehr technikaffin und in sozialen Netzwerken überdurchschnittlich stark aktiv. Aufgrund der überwiegenden Nutzung moderner Endgeräte werden tendenziell mehr Audio-Angebote und diese auch „überall“ genutzt; zu Hause, beim Autofahren, in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Sport etc.

Insgesamt zeigt sich, dass Audio heute immer und überall genutzt wird: „Es gibt keine Audio-‚Verweigerer‘, denn Klänge, Töne und insbesondere Musik sprechen Emotionen und unsere Erinnerungen an“, sagt Barbara Evans, die maßgeblich für die Studie verantwortlich ist. „Vor allem stellen wir fest, dass insbesondere die mobile Audionutzung viel bedeutender ist, als bislang angenommen: Fast zwei Drittel der Deutschen nutzt Audio bereits regelmäßig über moderne Endgeräte wie Smartphones oder Notebooks.“

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