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„Antipathie-Welle“: Kalkofe über Kritik an Facebook-Trauerbekundungen zu #ParisAttacks

TV-Satiriker Oliver Kalkofe
TV-Satiriker Oliver Kalkofe

Kritik an der Kritik: TV-Satiriker Oliver Kalkofe kann nicht nachvollziehen, warum Facebook-Nutzer Trauerbekundungen nach den Paris-Attentaten kritisieren. "Ich habe das Gefühl, dass bei einem Großteil der Menschen ein großes Potenzial an Hass existiert, das durch Verzweiflung und Unverständnis geschürt wird", so der 50-Jährige gegenüber der dpa.

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Er selbst habe eine „Antipathie-Welle“ erlebt, nachdem er in einem Eintrag seine Gefühle nach den Anschlägen zum Ausdruck gebracht hatte.

„Es wurde kritisiert, dass man in diesem konkreten Fall Beileid bekundet, aber nicht bei anderen terroristischen Akten. Es wird gesagt, dass man ein Heuchler sei, auf einen Zug aufspringe und sich nur wichtig tun möchte“, erklärte Kalkofe weiter. Er werde aber auch künftig seine Meinung äußern, wenn er das für nötig halte.

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Nach den Anschlägen in Paris nutzten viele Menschen die sozialen Netze, um ihre Trauer kund zu tun. Facebook hatte darüber hinaus ein Tool eingerichtet, mit dem die User die Tricolore über ihre eigenen Profilbilder legen konnten

dpa

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Alle Kommentare

  1. Die „Me too“-Trauerbekundungen von C-„Prominenten“ von den sonst wenig beachteten Rändern ausgerechnet der TV-Spaßmacher-Szene berühren tatsächlich unangenehm. Für „soziale“ Netzwerke geht es um „Traffic“, für vom Publikum unbeachtete Mini-Sender um Marktanteile und für das Bildschirm-Prekariat um den „Durchbruch“. Der eigene Name muss gross und richtig geschrieben sein. Alles erlaubt, aber nicht moralisch hochstehend.

    Diese „Wertschöpfungskette“ ist Leichenfledderei. Wirkliche Trauer ist stumm.

    1. Dürfen also „Spaßmacher“ oder „C-Promis“ keine eigene Meinung haben?

      Wirkliche Trauer ist m. E. individuell. Wenn also einer im stillen trauert, laut weint, in einer Gemeinschaft sein will oder sich einfach mitteilen will, sollte das seine Sache sein.

      Ob ich jetzt jedes Statement zum Thema – egal ob Promi oder nicht – gut finde, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

      Und Mutmaßungen über die Motive von irgend jemanden sagen wohl mehr über den Kritiker etwas aus, als über den Kritisierten …

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