60 Journalisten und 13 Themenkanäle: piqd will „Programmzeitung fürs Netz“ werden

Frederik Fischer und Marcus von Jordan gründen piqd
Frederik Fischer und Marcus von Jordan gründen piqd

Publishing Das Münchner Startup piqd startet eine Expertenplattform: 60 Fachjournalisten, Wissenschaftler und Politiker in 13 Themenkanälen empfehlen maximal je einen Link pro Tag. piqd verspricht Übersicht im "digitalen Informations-Wirrwarr". Ins Leben gerufen wurde das Startup von den beiden Journalisten und Gründern Frederik Fischer (Tame) und Marcus von Jordan (torial).

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Sie heißen this, niuws, upday, blendle oder updatemi und versprechen alle Übersicht im Netz. Auch das Münchner Startup piqd bietet Orientierung, will aber einen anderen Weg einschlagen und setzt bei der Auswahl weder auf Algorithmen oder einzelne Kuratoren. Stattdessen suchen bei piqd in 13 Themenkanälen je drei bis zehn Experten nach relevanten Inhalten. Jeder Experte postet pro Tag maximal einen Link und beantwortet in wenigen Sätzen die Frage „Warum ist dieser Inhalt die Zeit der Leser wert?“ Frederik Fischer, Chefredakteur von piqd: „Andere Angebote sagen ihren Lesern, WAS sie lesen sollen. Unsere Experten sagen ihnen, WARUM.“

Der Vertrieb ist das Problem

Der Geschäftsführer Marcus von Jordan erklärt die Motivation hinter dem Projekt: „Der digitale Journalismus hat in erster Linie ein Vertriebsproblem. Es gibt immer noch mehr als genug ausgezeichnete Inhalte im Netz, aber viel zu oft gehen sie unter im Kampf um Aufmerksamkeit.“ Piqd ist gezielt entwickelt worden, um einer grundsätzlich interessierten Öffentlichkeit einen einfachen Zugang zu journalistischen Inhalten zu bieten. Marcus von Jordan: „Unsere Experten sind der Kern von piqd. Jede und jeder von ihnen nutzt die Plattform anders. Sie alle überraschen uns immer wieder mit der Qualität der Empfehlungen und der Vielfalt an Quellen und Meinungen“.

Experiment: Trollschranke

Die Inhalte auf ​www.piqd.de ​sind frei verfügbar und richten sich vor allem an Mobilnutzer. Wer ein Thema abonniert, wird per E­Mail über neue so genannte piqs informiert. Allerdings dürfen nur angemeldete Mitglieder Links posten oder die Empfehlungen von Experten kommentieren und bewerten. Die Mitgliedschaft kostet pro Monat drei Euro. Zu den Themenkanälen zum Start gehören „Flucht und Vertreibung“ oder „Politische Ökonomie“ sowie populäre Gebiete wie „Games“ und „Neue Töne“. Welche Kanäle das Angebot ergänzen werden, darüber soll zukünftig die Community abstimmen. Als Experten mit dabei sind u.a. Dirk von Gehlen und der Politiker Dr. Konstantin von Notz.

Finanziert wird das Projekt mit derzeit zwei festen Mitarbeitern sowie mehr als 60 Experten von Konrad Schwingenstein, dem Medien­Investor (t​orial.com​,​ writethatdown.de​ und​ logos.vision)​ und Mitinhaber der August Schwingenstein Stiftung.

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