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„Vice Reports“ bei RTL II: „Wir wollen einfach seriöse journalistische Arbeit abliefern“

Vice-Macher Tom Littlewood (re.) und Benjamin Ruth
Vice-Macher Tom Littlewood (re.) und Benjamin Ruth

Die „Vice Reports“ gehen bei RTL II in die zweite Staffel. Nach dem Start im ersten Halbjahr will das deutsche TV-Magazin der globalen Medienmarke nun noch mehr die eigenen Stärken in den Vordergrund spielen: Provokation, überraschende Themen und klassische, solide journalistische Arbeit.

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Entscheidend für einen Stoff, um Vice-tauglich zu sein, seien dabei zweierlei: „Themen, über die gerade alle sprechen, bei denen wir aber einen anderen Blickwinkel einnehmen und ausleuchten können, und Themen, die relevant sind, aber bei den anderen Medien leider viel zu kurz kommen.“

Ein gutes Beispiel dafür sei die Story in der ersten Folge über Flüchtlinge in Amerika. „Die USA kämpfen nämlich – ähnlich wie Europa – gerade auch mit einem Flüchtlingsansturm. Nur wird hier nicht so oft darüber gesprochen. Jetzt ist es ja durchaus interessant zu zeigen, dass die Flucht in vermeintliche Wohlstandsländer kein europäisches, sondern ein globales Phänomen und Problem ist.“

Weitere Themen der ersten Ausgabe von „Vice Reports“ sind ein Besuch in Europas größter Einrichtung für Primatenversuche oder ein Bericht über das Leihmutter-Geschäft in Indien.

DieVICEReports_Hosts_2_lowresJermain Raffington, Filippa von Stackelberg und Sebastian Weis präsentieren das Vice-Magazin

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Alleine dieser Themen-Mix zeigt, wie international die Ausrichtung des RTL II-Magazins ist. „Rund ein Fünftel aller Stories produziert die deutsche Redaktion”, verrät Chefredakteur Tom Littlewood gegenüber MEEDIA. Dabei verneint der Chefredakteur, dass es typisch deutsche Themen gebe. „Und selbst wenn es so wäre, wir gehen mit einem globalen Denken an unsere Geschichten heran“. Denn: „Einer der größten Erfolge von Vice ist, dass es uns gelungen ist eine globale Sprache zu finden. Wir haben eine Bild- und Erzählweise kreiert, die überall gleichermaßen funktioniert und die Menschen berührt“.

Der Chefredakteur ist davon überzeugt, nur so lange erfolgreich zu sein, „wie wir den Mut aufbringen mit Erzähl- und Format-Standards zu brechen. Man muss sich immer wieder neu erfinden – auch und gerade im Privatfernsehen“. Unklar ist dabei, bei welchen Berichten und Themen für RTL II das Maß voll wäre. Bislang funktioniert die Zusammenarbeit jedoch sehr gut. Der Sender dürfte sich auch durch den Erfolg in den USA bestärkt sehen. Dort sahnten Vice-Reportagen und –Dokumentationen bereits fünf Emmy-Normierungen ab.

Preise sind für Littlewood aber kein wichtiger Erfolgs-Indikator: „Für mich ist ein Stück dann erfolgreich, wenn es dazu führt, dass sich andere Medien damit beschäftigen oder es eine Debatte entfacht.“ Dazu behauptet Vice, nicht bewusst auf Provokation zu setzen. „Wir wollen einfach seriöse journalistische Arbeit abliefern“.

Die „Vice Reports“ immer montags um 23:15 Uhr bei RTL II

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