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Neuer Berliner „Tatort“ bringt den „Brennpunkt“ auf fast 10 Mio., RTL punktet mit Formel 1

Mark Waschke und Meret Becker als „Tatort“-Kommissare Karow und Rubin
Mark Waschke und Meret Becker als "Tatort"-Kommissare Karow und Rubin

An Mark Waschke und Meret Becker als neue "Tatort"-Kommissare scheint sich das Publikum schnell gewöhnt zu haben – auch wenn beim zweiten Fall ein paar Zuschauer weniger einschalteten als zur Premiere. "Tagesschau", "Brennpunkt" und "Günther Jauch" waren stark gefragt. Bei den Privatsendern setzte sich RTL knapp vor ProSieben.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Neues Berliner „Tatort“-Team bleibt mit seinem zweiten Fall knapp unter den Werten vom März

„Ätzend“ hieß der zweite Fall des neuen Berliner „Tatort“-Teams, gespielt von Mark Waschke und Meret Becker, die als Kommissare Rubin und Karow diesmal wegen eines bei Abrissarbeiten gefundenen Säurefasses mit menschlichen Überresten ermittelten. 9,71 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren schalteten ein – knapp weniger als den ersten Fall der Berliner im vergangenen März verfolgt hatten (10,19 Mio.). Dennoch war der „Tatort“ im Gesamtpublikum die meistgesehene Sendung des Tages und erreichte einen Marktanteil von 26,6%. 3,27 Mio. 14- bis 49-Jährige waren dabei – für den ersten Platz reichte das in der jungen Zielgruppe ganz knapp nicht (siehe weiter unten).

2. „Tatort“ verhilft „Tagesschau“ und „Brennpunkt“ zu deutlich höheren Zuschauerzahlen

Im Vorlauf des „Tatorts“ kamen auch „Tagesschau“ und der „Brennpunkt“ im Ersten an Tag 2 nach den Terroranschlägen in Paris wieder auf sehr hohe Werte. Zur „Tagesschau“ waren bereits 8,0 Mio. dabei, die Zahl steigerte sich beim „Brennpunkt: Auf der Spur der Terroristen“ ab 20.15 Uhr auf 9,68 Mio. (26,5%). Mit seinen Gästen stellte sich Günther Jauch ab 22 Uhr die Frage „Der Terror von Paris – Was ist unsere Antwort?“ und behielt 5,61 Mio. Zuschauer bei sich – zum fünften Mal in Folge über 5 Mio. Der Talk aus Berlin verzeichnete einen Marktanteil von 19,8%. 4,96 Mio. informierten sich am Vorabend bereits bei „heute“ im ZDF, mit 4,9 Mio. blieb die Zahl beim anschließenden „ZDF spezial: Anschlag auf die Freiheit“ nahezu stabil. Abends sahen außerdem 4,86 Mio. das „heute journal“ und 3,65 Mio. die „Tagesthemen“ nach „Günther Jauch“. Bei RTL war „RTL aktuell“ mit 4,67 Mio. die meisteingeschaltete Sendung des Tages, noch vor der Formel 1. Bei den Tages-Marktanteilen lag am Sonntag N24 mit 1,7% vor n-tv (1,4%), im jungen Publikum waren es 2,3% (N24) und 1,3% (n-tv).

3. ZDF-Film war härteste „Tatort“-Konkurrent, RTL nachmittags mit Formel 1 gefragt

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In die Top 10 schafften es außer dem „Tatort“ lediglich noch zwei ZDF-Programme, die nicht aus dem Nachrichten-Genre stammen: der Film „Ein Sommer in Barcelona“ mit 4,82 Mio. Zuschauern und die erste neue Folge „Faszination Erde“ mit Dirk Steffens in der „Terra X“-Reihe, für die sich 4,79 Mio. entschieden hatten (13,2% und 13,9%). RTL punktete nachmittags mit dem Großen Preis von Brasilien, den Nico Rosberg in São Paulo für sich entschied: 4,42 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren (18,5%) sahen das Rennen ab 17 Uhr, „Vor dem Rennen“ hatten bereits 3,78 Mio. eingeschaltet und die Siegerehrung wollten 3,85 Mio. sehen. Im ZDF startete am späten Abend außerdem „The Fall – Tod in Belfast“ mit Gillian Anderson, und zwar mit guten 2,52 Mio. Zuschauern ab 3 Jahren (12,6%) – fast so viele wie um viertel nach acht „Rush“ bei RTL eingeschaltet hatten (2,65 Mio.).

4. „Rush“ setzt sich im jungen Publikum bei RTL nur knapp vor ProSieben, „Schwiegertochter gesucht“ endet im Mittelmaß

Bei den 14- bis 49-Jährigen belegt die ARD am Sonntagabend die ersten drei Plätze im Tagesranking – und noch vor dem „Tatort“ lag am Abend der „Brennpunkt“ mit 3,35 Mio. jungen Zuschauern. Die „Tagesschau“ erreichte bereits 2,43 Mio. – und wenn RTL nicht dazwischen gekommen wäre, hätte sich „Günther Jauch“ gleich anschließen können (1,52 Mio., starke 13,7%). Mit dem britisch-deutschen Rennfahrer-Film „Rush – Alles für den Sieg“ über die angebliche Rivalität zwischen James Hunt und Niki Lauda wollte RTL am Abend den Formel-1-Schwung nutzen und war dank 1,54 Mio. auch erfolgreicher als alle privaten Konkurrenten. 11,5% Marktanteil im jungen Publikum sind allerdings für RTL eher karg. Mit 13,6% sah’s nachher für die Doku „Nik Lauda: Mein leben am Limit“ etwas besser aus (1,08 Mio. und 13,6%). Und am Vorabend endete „Schwiegertochter gesucht“ mit enttäuschenden 11,9%. Womöglich ist aus der Masche so langsam die Luft raus.

5. „Hochzeit auf den ersten Blick“-Staffel startet bei Sat.1 schwächer als 2014

ProSieben holte sich am Sonntag Platz 5 bei den 14- bis 49-Jährigen, von denen sich 1,43 Mio. abends für „Wolverine: Weg des Krieges“ entschieden – 11,0% Marktanteil. 1,08 Mio. bzw. 1,24 Mio. sahen zur gleichen Zeit „Navy CIS“ in Sat.1. Am Nachmittag war dort „Hochzeit auf den ersten Blick“ in die zweite Staffel gestartet, blieb im jungen Publikum mit 10,6% (1,02 Mio.) allerdings unter den Auftaktwerten des Vorjahres. Bei Vox sahen 0,99 Mio. „Grill den Henssler“ (8,1%). Für die kabel-eins-„Food Giganten“ lief’s schon schlechter, obwohl bloß 4,9% unterm Strich stehen. Hinten anstellen muss sich RTL II mit „StreetDance“ (4,0%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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