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Neuer Apple Watch-Konkurrent: Fossil übernimmt Misfit

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Die Produktkategorie der Wearables weckt Begehrlichkeiten: Mode-Accessoire und Uhren-Anbieter Fossil hat gestern bekanntgegeben, den Fitness Tracker-Anbieter Misfit zu übernehmen. Der Preis erscheint verhältnismäßig moderat: Lediglich 260 Millionen Dollar müssen die Amerikaner für das vier Jahre alte Start-up überweisen, das vom früheren Apple-CEO John Sculley mitgegründet wurde und in das auch Xiaomi investierte.

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Wearables kommen im Mainstream an: Rund ein halbes Jahr nach dem Markteintritt von Apple bietet auch die klassische Uhrenindustrie vermehrt Smartwatches an. Der Schweizer Uhrenbauer TAG Heuer stellte am Montag mit der Carrera Connected die erste Luxus-Smartwatch vor, die auf Android Wear basiert und es mit einem Preisschild von 1.500 Dollar problemlos mit den edleren Apple Watches aufnehmen kann.

Dass die Smartwatch offenbar mehr als eine Laune von Nerds ist, scheint nun auch ein anderer klassischer Uhrenhersteller erkannt zu haben: Der Mode-Accessoire-Anbieter Fossil, bekannt für Schmuck, Handtaschen, Bekleidung und eben auch Uhren, übernimmt den Wearable-Hersteller Misfit für 260 Millionen Dollar.

Misifit wurde vom früheren Apple-CEO John Sculley mitgegründet

Das vier Jahre alte US-Startup, das vom früheren Apple-CEO John Sculley 2011 mitgegründet wurde, gilt mit seinem Fitness Tracker Misfit Shine als Pionier der Wearable-Industrie. Nachdem Misfit bislang deutlich weniger Einheiten als Marktführer Fitbit verkauft hat, deutet sich jetzt eine Trendwende an.

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Vom neuen Modell, dem Shine 2, verkaufte Misfit nach Angaben von CEO Sunny Vu in den ersten 24 Stunden allein in China eine Viertelmillion Einheiten. Im Reich der Mitte verkaufen sich Misfit-Wearables damit bereits besser als Fitbit-Fitness Tracker. „Ohne eine eingeführte Marke zu sein, ist es allerdings schwer“, gab Vu als Begründung für den Verkauf seines Startups an Fossil zu. Misfit bringt seine Cloud- und App-Plattform in die Fossil-Gruppe ein.

Aktie von Wearable-Rivale Fitbit geht nach Misfit-Übernahme in freien Fall über

„Dies ist für uns eine bedeutende Chance, um unsere Plattform aus Uhren und Accessoires um Technologien und Konnektivität zu erweitern“, begründete Fossil-CEO Costa Kartsotis die Übernahme. Fossil-Aktionäre reagierten auf die Akquisition indes alles anderes als begeistert: Die Aktie gab in Reaktion auf die Übernahme mehr als vier Prozent nach.

Beim Rivalen Fitbit reagierten Anleger ob der neuen Konkurrenz noch weitaus nervöser: Die Anteilsscheine verloren gestern fast 8 Prozent an Wert. Auch die Apple-Aktie gab leicht nach und schloss bereits den fünften Tag in Folge im Minus, wobei die marginalen Kursverluste kaum auf einen neuen Apple Watch-Rivalen zurückzuführen sein dürften.

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