Anzeige

Apple kürzt laut Credit Suisse iPhone-Produktion wegen schwindender Nachfrage

Iphone6s.jpg
Wird das iPhone 7 doch noch weiß?

Schock-Prognose vom Bankriesen: Nachdem KGI Securities und Pacific Crest bereits auf eine schwächer als erwartete iPhone 6s-Nachfrage hingewiesen hatten, hat nun auch die Credit Suisse ihre Schätzungen nach unten angepasst. Keine 80 Millionen iPhones werde Apple im Weihnachtsquartal verkaufen, schreiben die Schweizer Analysten und nehmen die Jahresprognose gar um 20 Millionen Einheiten zurück. Apple habe die Bestellungen bereits zurückgefahren. Die Aktie bricht ein.

Anzeige
Anzeige

Die Skepsis wächst. Seit Wochen weisen Analysten auf eine schwächer als erwartete Nachfrage nach Apples neuestem iPhone hin. Ausgerechnet KGI Securities-Staranalyst Ming-Chi Kuo, der in Branche als treffsicherster Apple-Augur gilt,  stimmte die Wall Street vor wenigen Wochen auf Ungemach ein.

„Wir erwarten, dass das iPhone seinen ersten Verkaufsrückgang im Jahresvergleich verbuchen wird“, schockte  Kuo im Oktober Bankkunden. Der KGI-Analyst rechnet im Weihnachtsquartal mit iPhone-Verkäufen zwischen 70 bis 75 Millionen, was entweder einem Ergebnis auf Vorjahresniveau oder einem Einbruch von bis zu 7 Prozent entspricht. Zwei Wochen zuvor hatte bereits Andy Hargreaves von der Investmentbank Pacific Crest einen Absatzeinbruch von 10 Prozent bei Apples langjährigem Kassenschlager in Aussicht gestellt.

Credit Suisse: iPhone-Bestellungen wegen schwächerer Nachfrage um 10 Prozent gekürzt

Konnte man KGI Securities und Pacific Crest noch als auf den Tech-Sektor spezialisierte Nischenbanken abtun, kommt der nächste Einschlag nun von einem der Großkopferten der Wall Street. Die Credit Suisse passte ihre Prognose von Apples laufendem Weihnachtsgeschäft ebenfalls nach unten an.

Anzeige

So wollen die Analysten des Schweizer Bankriesen nach Informationen aus der Zuliefererkette herausgefunden haben, dass Apple seine Komponenten-Bestellungen für das iPhone wegen schwächerer Nachfrage um 10 Prozent gekürzt habe. Die Credit Suisse-Analysten rechnen nun nicht mehr damit, dass Apple bis zu 80 Millionen iPhone-Einheiten zur Produktion im Weihnachtsquartal in Auftrag gegeben hat.

Credit Suisse sagt 2016 rückläufige iPhone-Absätze voraus

Für das gesamte Fiskaljahr 2016 kürzte die Credit Suisse die Absatzprognose des iPhones gar um happige 20 Millionen Einheiten auf 222 Millionen Stück. Damit sagen die Schweizer Banker als erste Großbank das Undenkbare voraus: Apple könnte erstmals in einem Fiskaljahr weniger iPhones verkaufen als im Vorjahr. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 konnte Apple noch über 231 Millionen iPhones absetzen. Als Folge kappte Credit Suisse-Analyst Kulbinder Garcha auch die Gewinnprognose im Fiskaljahr um 6 Prozent.

Als Hoffnungsschimmer führen die Schweizer dagegen das von Apple in den USA eingeführte Upgrade-Programm an, durch das Apple-Fans jedes Jahr ein neues iPhone beziehen können. Zu Aktionären drang der Silberstreif indes nicht durch: Die Apple-Aktie verlor gestern an einem positiven Handelstag gegen den Marktrend mehr als 3 Prozent an Wert.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*