„Unglückliche Wortwahl“: Philologen-Verband entschuldigt sich nach Warnung vor Sex mit Muslimen

Der Vorsitzende des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt sorgt sich um die deutschen Mädchen
Der Vorsitzende des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt sorgt sich um die deutschen Mädchen

Jürgen Mannke, der Vorsitzende des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt, ist voller Sorge darüber, wie man deutsche Mädchen vor Sex mit muslimischen Flüchtlingen schützen kann. Mit diesen Äußerungen in der Zeitschrift des Verbandes sorgte Mannke für große Empörung. Am Montag veröffentlichte er eine Entschuldigung: Seine Wortwahl sei "unglücklich" gewesen.

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„Eine Immigranteninvasion überschwappt Deutschland“, schrieb Jürgen Mannke in dem Leitartikel der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt. Mannke ist der Vorsitzende des Verbandes und gleichzeitig Schulleiter eines Gymnasiums. Er glaubt: „Viele der Männer kommen ohne ihre Familie oder Frauen und sicher nicht immer mit den ehrlichsten Absichten.“ In muslimischen Ländern würden Frauen außerdem nicht gleichberechtigt und oft nicht würdevoll behandelt, so Mannke. Vor diesem Hintergrund gebe es viele Frauen, die „als Mütter heranwachsender Töchter die nahezu ungehemmten Einwanderungsströme mit sehr vielen Sorgen betrachten“. Schließlich höre man schon jetzt „aus vielen Orten in Gesprächen mit Bekannten, das es zu sexuellen Belästigungen im täglichen Leben, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten, kommt.“ Und Jürgen Mannke sieht sich auch selbst in der Pflicht: „Auch als verantwortungsbewusste Pädagogen stellen wir uns die Frage: Wie können wir unsere jungen Mädchen im Alter ab 12 Jahren so aufklären, dass sie sich nicht
auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen?“

Harsche Kritik an Mannkes Leitartikel „Flüchtlingsdebatte: Anpassung an unsere Grundwerte erforderlich“ ließ nicht lange auf sich warten. So erhob beispielsweise eine Hamburger Bloggerin in einem offenen Brief schwere Vorwürfe: „Ich habe definitiv keine Angst vor Muslimen. Wovor ich jedoch Angst habe, sind verdeckt mit dem rechten Rand flirtende Lehrer wie Sie, die zudem irgendeinen sehr seltsamen und ungesunden Spleen für körperliche Vorgänge haben, während sie mein Kind unterrichten sollen. Und wenn ich etwas wirklich nicht möchte, dann ist das die Situation, dass Sie meiner Tochter erklären, mit wem sie Sex haben soll, mit wem nicht und wieso!“ Mannkes sächsischer Amtskollege Frank Haubitz forderte sogar dessen Rücktritt als Vorsitzender des Philologneverbandes. Die jüngsten Äußerungen Mannkes seien „untragbar“.

Auch bei Twitter war die Empörung groß:

Am Montag veröffentlichte Jürgen Mannke daraufhin eine Entschuldigung. Er habe niemals die Absicht gehabt, „Menschen anderer Religionen, Nationen und Kulturen zu diffamieren, Ängst zu schüren, nationalistische Klischees zu bedienen oder zu pauschalisieren“, schreibt er auf der offiziellen Webseite des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt. „Die Wortwahl einiger Passagen sehe ich im Nachhinein als unglücklich und missverständlich gewählt. Dafür möchte ich mich entschuldigen.“ Auch seine Stellvertretung, Iris Seltmann-Kuke, meldete sich zu Wort: „Der bei einigen entstandene Eindruck des Artikels, es könne sich um einen Aufruf zu Fremdenhass oder Hetze gegen Flüchtlinge handeln, weise ich entschieden zurück und ich möchte mich ausdrücklich von fremdenfeindlichen Äußerungen distanzieren.“

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Alle Kommentare

  1. Und wie denkt man nun in dieser erlauchten Runde? Seit den letzten Wochen ist ja das nun Wirklichkeit geworden was der Herr Dr. Mannke in kleinen Beschrieben hat!

  2. Ich verstehe nicht, warum der Herr zurücktreten muss. Tagtäglich kann man in Zeitungen nachlesen, dass man junge Mädchen nicht früh genug davor warnen kann, eine Beziehung mit Muslimen einzugehen. Das gilt ebenso für junge Männer, wie sich im Fall von Azur Özmen gezeigt hat. Ich verstehe nicht, warum in Deutschland stets einseitige Toleranz erwartet wird. Meinungsfreiheit ist ein Bürgerrecht. Als Zuzügler in einem fremden Land muss man dann eben alles dafür tun, dass sich „Vorurteile“ NICHT bestätigen.

  3. Fast genauso schlimm wie den Inhalt des Textes finde ich, dass der Chef der Philologen „das“ und „dass“-Fehler macht…

  4. Das glaubt ihm ja wohl keiner: „Er habe niemals die Absicht gehabt, „Menschen anderer Religionen, Nationen und Kulturen zu diffamieren, Ängst zu schüren, nationalistische Klischees zu bedienen oder zu pauschalisieren (…) Die Wortwahl einiger Passagen sehe ich im Nachhinein als unglücklich und missverständlich gewählt.“
    Als studierter Philologe sollte er VORHER wissen, was Worte bewirken können! Das ist einfach nur unterschwelliges Bedienen niederer Ressentiments – so jemand gehört definitiv nicht in den Schuldienst!

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